Freitag, 27. November 2009

Kanada, wir kommen


Wir sind recht früh aufgestanden, da sich Chris das Boeing Werk anschauen wollte, und eine Tour für 9.30 gebucht hat. Da er bei der Kalkulation der Zeit vergessen hat die Zeit zu berechnen, die ich in der Dusche und im Bad brauche, sind wir recht knapp losgekommen. Mit wenig Benzin im Tank, wenig Zeit im Budget und keinem Essen im Magen haben wir uns von Seattle verabschiedet und sind losgefahren. Chris hat sich zum Glück den Weg rausgeschrieben und so sind wir zielstrebig Richtung Boeing Werk gefahren. Zumindest haben wir das gedacht. 10 Minuten vor halb zehn hat sich herausgestellt, dass wir in die falsche Richtung unterwegs waren. Diesmal nicht unser Fehler, da war google maps schuld. Die Tankanzeige war schon seit einiger Zeit auf leer, aber da keine Tankwarnleuchte geleuchtet hat, haben wir uns wenig Sorgen gemacht. Bzw. war keine Zeit da um sich Sorgen zu machen, da wir schon recht knapp dran waren. Also umdrehen, nicht tanken und in die richtige Richtung weiterfahren. Nach einiger Zeit und etwa 10 Minuten vor unserem Ziel hat dann die Warnleuchte zu leuchten begonnen und 5 Minuten später hat plötzlich das Auto nicht mehr auf mein Gasgeben reagiert. Verdammte scheisse, da ist uns jetzt wirklich das Benzin ausgegangen. Wer baut ein Auto, bei dem die Warnleuchte 5 Minuten vor Benzinende zu leuchten beginnt?? Aber nachdem das Mietauto weder Zentralverriegelung noch Funkschlüssel hatte und der Tankdeckel bei Betätigung des Hebels einfach heruntergefallen ist, hätten wir uns das vielleicht denken können. Mieser Chevy Aveo ... Man muss allerdings sagen, dass wir noch einmal Glück im Unglück hatten, denn wir sind kurz vorher bei einer Tankstelle vorbeigefahren. Chris hat sich dann auf den Weg zur Tankstelle gemacht und musste einen Minibenzinkanister kaufen, um das Auto zumindest zur nächsten Tankstelle zu bringen.
Vollgetankt sind wir dann bei Boeing eingeritten, und Chris konnte die Dame am Schalter bewegen seine versäumte Führung umzubuchen, auch wenn sie unser Geschichte vom ausgegangenen Benzin nicht geglaubt hat. Ich hab mir während der 90-minütigen Führung durch das Boeing Werk, die Chris gut gefallen hat, die Ausstellung angeschaut und wir sind danach essen gegangen, natürlich zu McDonalds. Es war allerdings nicht ganz Chris' Tag, nachdem er in seinem Burger vermeintlich Plastik gefunden hat. Er ist dann mit dem halben Burger, den er eigentlich mitnehmen wollte zum Schalter gegangen und der Manager hat ihm dann erklärt, dass das nur die Schale der Tomate sei und ihm den Burger abgenommen. Chris hat dann weder eine Nachspeise noch seinen Burger gekommen. Verloren! Von dort sind wir dann weiter gefahren und haben uns lange zum Seattle Premium Shopping Outlet gestaut, wo wir dann eineinhalb Stunden verbracht haben, in denen ich 2 volle Runden gegangen bin und in jedem Shop war und Chris Läden besucht hat. Allerdings hat er im Gegensatz zu mir etwas gekauft und es war echt die Hölle los. Nach dem shopping hat sich der Stau dann aufgelöst gehabt und wir sind gut vorangekommen. Bis kurz vor der kanadischen Grenze, und dann noch einmal kurz vor Vancouver. Zum Glück hatten wir keinen Stress und sind gemütlich dahingefahren. Wir haben unser Hotel dann recht schnell gefunden es ist ganz gut gelegen. Wir haben in einem netten kleinen griechischen Restaurant gut gegessen und Informationen zum Nachtleben eingeholt. Außerdem stehen wir für Heute auf der Gästeliste für 5 Clubs in Vancouver. Nice. Die Website clubvibes.com ist echt praktisch. Mal schauen was Vancouver so zu bieten hat.

Andi

Thanksgiving



Mittwoch Früh.
Nein, eigentlich muss ich Dienstag Abend beginnen. Wir haben uns im RAM eingefunden um ein Thanksgiving Bier zu trinken und Danke zu sagen. Wir waren eine recht gemütlich Runde haben getrunken und Billiard gespielt, und sind recht früh schlafen gegangen. Ich sag dem Chris vorm Nach-Hause-Gehen noch, dass er sich den Wecker rechtzeitig stellen soll und geh dann schlafen. Ich steh in der Früh auf, pack meine Sachen, geh frühstücken und dann zur Exercise Physiology Klasse, wo wir unseren Test zurückbekommen und warte auf Chris ... Der kommt natürlich nicht, weil er verpennt hat. Ich geh also zu Wish um ihn aufzuwecken, und da steht er zumindest schon unter der Dusche. Nachdem er seine Sachen natürlich nicht gepackt hat, muss er das noch machen, und ich muss das Auto allein abholen gehen. Nach einer Stunde komm ich zurück um ihn abzuholen, und er ist natürlich nicht da, weil er noch zu unserem Professor gegangen ist um seinen Test abzuholen. Mike, unser Professor, fragt Chris warum er die Frage nicht beantwortet hat, und Chris meint, dass er sie vergessen hat und dass er jetzt gehen muss, weil ich warte. Mike fragt, ob er die Frage nicht noch schnell beantworten will um sein F auszubessern. Nachdem Chris' netter Versuch "Can we talk about it?" scheitert, muss er die Frage noch schriftlich beantworten und kommt letztich doch noch mit einer halben Stunde Verspätung. Es kann losgehen.
Bis kurz vor Portland gehts gut dahin, doch dann nimmt der Verkehr immer mehr zu. Etwas nach Portland gehts wieder gut dahin, bis wir kurz vor Tacoma wieder stehen. Nach Tacoma müssen wir uns nur noch kurz nach Seattle hinein stauen und finden unser Motel dann beim 2. Versuch. Das Motel ist recht klein und wir gehen noch schnell etwas essen. Nachdem wir zurückkommen haben auch Max, Jelena und Isa im Hotel eingecheckt. Max studiert mit uns und die zwei Mädels studieren mit ihm zu Hause in Deutschland und studieren ebenfalls beide an der Westküste. Verflixt, die haben einen Mustang als Mietauto bekommen. Wir wollten dann zu einem Club gehen, leider war dort so viel los, dass wir uns entschlossen haben einfach auf ein Bier zu gehen. Das Lokal war ziemlich cool und deswegen haben wir dort auch zu richtig guter Musik getanzt. Max war nach der Attacke von Pascal bei der Bistroparty, wo er sich bei einer lustigen Rauferei das Sprunggelenk verletzt hat nicht nur auf Alkohol unterwegs und konnte dann sogar tanzen. Der Club hat wie gewohnt und 2 zugesperrt und wir sind dann im Regen heimspaziert.



Donnerstag - Thanksgiving
Wir sind um 9 aufgestanden und haben uns um 10 mit den anderen getroffen um die Stadt zu erkunden. Es hat zum Glück nich mehr geregnet und wir sind losspaziert. Und Seattle hat wie eine Geisterstadt ausgesehen, keine Menschenseele auf der Straße, grauer Himmel. Wir wollten zuerst etwas frühstücken und dann zum Pike Place Market schauen. Zum Glück hat zumindet ein Starbucks offen gehabt wo wir Kaffee und Kuchen bekomen haben, sonst waren alle Geschäfte und auch die meisten kaffees und restaurants zu. Und das in Amerika. Der Pike Place Market war so wie alles andere geschlossen. Von der sind wir dann weiter zum Pioneer Square gegangen, wobei wir auf dem Weg bei Essensausgaben für Obdachlose vorbeigekommen sind. Auch am Pioneer square war alles geschlossen. Von dort haben wir uns dann ein Taxi zurück zum Hotel genommen. Nachdem die Mädels unbedingt das Seattle Grace Hospital sehen wollten, in dem Greys Anatomy spielt, haben wir im Internet nachgeschaut, wo das ist. Zur Enttäuschung der Mädels mussten wir feststellen, dass es das eigentlich gar nicht gibt, dafür gab es ein paar Adressen, die für Drehs genützt worden sind. Die waren auch ganz in der Nähe der Space Needle, die wir uns ansehen wollten. Da das Rauffahren 16 Dollar gekostet hätte, und das Wetter nicht besonders schön war haben wir uns entschlossen nicht raufzufahren und stattdessen in der Gegend herumzuschauen. Dort gibts auch einige Interessante Museen, die leider alle geschlossen waren. Nachdem wir die Greys Anatomy Drehorte gesehen haben sind wir um 4 wieder zum Hotel zurückgefahren, und die Mädels und Max haben sich auf den Heimweg gemacht, da die bis zum Samstag wieder zurück in Monterey südlich von San Francisco und in San Jose sein mussten.
Chris und ich haben im Internet noch nachgesehen was sonst noch interessant und offen war, und haben leider nichts gefunden. Also haben wir einen Nap genommen und sind am Abend dann essen gegangen.
Settle hat sich leider nicht von seiner besten Seite gezeigt, aber die Stadt ist auf alle Fälle schön. Mir ist sie mit den Hügeln wie San Francisco vorgekommen. Die hat auf alle Fälle Potential, und sollte bei schönem Wetter noch einmal bereist werden.

Andi

Montag, 23. November 2009

Strongend

So, endlich haben wir unser letztes Mid-term Exam hinter uns gebracht. Die letzte Woche und das Wochenende haben wir hauptsächlich lernend verbracht. Letzte Woche hatten wir unsere praktische Prüfung für Care and Prevention die ganz gut geklappt hat. Wir werden morgen oder übermorgen unser eingereichtes Paper für care and prevention zurückbekommen und dann hat Junggi, unser Professor, gemeint wir schauen uns einmal an, wo wir stehen und wieviel wir noch für ein A machen müssen. Chris und ich werden ihn fragen wie weit wir uns zurücklehnen (in Grad) können um noch solide durchzukommen, vielleicht 130°, oder sogar 180°, unsere geliebte Supine-Position.
Ich glaub das ist der erste Tag seit 2 Monaten an dem ich nichts zu lernen hab und keine Hausaufgaben machen muss, oh yeah! Unser Research Project liegt auch noch auf Eis, da die universitätsinterne Untersuchungskomission noch kein grünes Licht dafür gegeben hat. Wenn wir von denen vor Thanksgiving nichts mehr hören, werden wir uns mit unserem Professor auseinandersetzen und besprechen, inwiefern wir unser Projekt verändern oder reduzieren können um es in der verbleibenden Zeit noch zu schaffen.

Das Wochenende war wie erwartet ein Strongend, und kein Weakend. Am Freitag hat es bei einer Freundin eine Denim-Party gegeben, bei der man Denim tragen musste/sollte. Nachdem jeder Jeans hat, aber die wenigsten Jeansoberteile hatten, haben sich wieder alle bei Value Village eingefunden um dort billige Jeanshemden oder ähnliches zu bekommen. Ich hab ein sehr hässliches Hemd gefunden und war damit bestens für die Party gerüstet. Tony und Taylor die dort wohnen haben das Haus sehr cool hergerichtet und Jeans mit Stecknadeln an Wand und Decke drapiert, was sehr gut ausgesehen hat. Die Party selbst war ganz nett, es war weniger Tanzen und mehr Trinken und Reden, aber das war cool. Ich bin eigentlich nur in der Kühe gestanden und ständig sind Mädels vorbeigekommen, die sich vorgestellt haben. Allerdings hab ich langsam das Gefühl die verwenden alias-Namen wenn sie auf Parties sind. Ich hab da schon zu viele Emilys kennengelernt. Die andere Theorie ist, dass sich mein Gehirn weigert weitere Namen zu merken und ich deswegen nur mehr Emily höre. Und die nächste Theorie ist, dass ich immer das gleiche Mädel treffe, und immer zu betrunken bin um mir ihr Gesicht zu merken und deswegen immer glaube, dass es eine neue Emily ist. Wie auch immer, die Party war ganz cool.
Ich habe am Samstag den Brunch genossen, und den restlichen Tag mit lernen verbracht. Am Samstag waren dann Bistro Party und die Standardparty bei Aziz. Ich hab den Baxte-Kids versprochen sie dieses WE mit auf eine Party zu nehmen. Da sind alle unter 21, also war das eher ein illegals unterfangen, aber das ist ja Collegeleben da, und die Parties gehören auf alle Fälle dazu. Die meisten Burschen haben schon Partyerfahrung, aber ein paar Mädels waren noch nie auf einer Party, und es war recht lustig zu erleben wie nervös so etwas einen machen kann. Ich hab Amanda zum Beispiel genau erklären müssen, wie so eine Party abläuft, was man tun kann und was nicht, und die Mädels haben dann ewig gebraucht um ihr Outfit zu wählen ... sehr lustig. Das Motto der Party war Eastcoast vs. Westcoast, man sollte in einem passenden Outfit erscheinen und konnte dann Leute von der anderen Küste herausfordern. Was das bedeutet sollten wir erst vor Ort feststellen.
Ich bin dann mit der üblichen Party zur Party gegangen, und hab als Kostüm meinen Wetsuit gewählt. Der ist recht angenehm warm, was draußen cool war, drin war er dann allerdings zu warm. Auf der Party selbst hat es Fassbier gegeben, das trinkbar war und ich und Pascal haben wieder einmal unsere Beerpong Skills unter Beweis gestellt und 3 Runden lang gewonnen. Verloren haben wir wieder einmal gegen 2 Burschen in Sports-jerseys und mit Bierbäuchen. Da stellt sich ein Muster ein ...
Irgendwann ist Pascal dann herausgefordert worden, und zwar zum Wrestling. Im Wohnzimmer, wo viel Platz war, konnte man wresteln. Da Pascals Gegner in einer ganz anderen Gewichtsklasse war, hatte er leider keine Chance, aber das hat das große Wresteln eingeäutet. Jonnie, der Hausbesitzer, hat 2 Mädels herausgefordert und eine mit einem Wrestlingreifen Move zu Boden gebracht. Er ist in die Hocke gegangen, hat sie auf die Schulter genommen, und dann über die Schulter geworfen, wobei sie auf dem Rücken am Boden detoniert ist. Das ganze Publikum hat einmal die Luft angehalten, ungläubige Blicke austgetauscht, und nachdem nichts passiert ist, gejubelt. Irgendwann sind dann die Burschen und Mädels aus Baxter aufgetaucht,und lustig ist, dass man auf solchen parties immer feststellen kann, wer ein Freshman ist und wer nicht. Sie haben sich dann unters Partyvolk gemischt und hatten eine recht gute Zeit, allerdings sind sie so spät gekommen, dass das Bier recht bald aus war, was natürlich bedeutet, dass die Party beendet ist. Ein paar von uns sind dann noch zu Aziz gegangen um den Aben ausklingen zu lassen, ich bin dort allerdings auch bald abgerauscht um am Sonntag fit fürs Lernen zu sein.

Sonntag abend haben wir einen sehr schrägen Film gesehen, und zwar Six String Samurai. Es geht dabei um Buddy, den Helden mit Gitarre und Samuraischwert, der sich auf den Weg nach Lost Vegas macht um der neue König des Rock & Roll zu werden, nachdem Elvis gestorben ist. Auf dem Weg findet er ein Waisenkind, das er beschützt und mitnimmt und letztlich muss er gegen Tod kämpfen, der der nächste King werden will und allerdings Rock & Roll mit Metal ersetzen will. Zeitweise recht unterhaltsam, vermutlich ein Film der unter Einfluss gewisser Substanzen mehr Sinn macht.

Andi

Donnerstag, 19. November 2009

Wochenendreview

Das Wochenende war recht lustig. Am Freitag haben wir den Big Lebowski Abend gemacht, den Film geschaut und White Russian getrunken. Das Zeug hat ganz schön reingehaut, und wir haben nach dem Film die Sofas in einen Wrestling Ring umgewandelt. Haha, Chris und ich haben uns ein Beispiel an Christo und Jo genommen und deren patentierten Umschumpf-Trick angebracht. Sehr lustig kann ich nur sagen. Bei der Gelegenheit möchte ich auf eine seltsame amerikanische Tradition hinweisen: Cow-Tipping. Angeblich schupfen da manche Leute Kühe in der Nacht um, wenn sie schlafen, weil das saulustig sein soll. Das klingt lustig, ich hab denen dann aber erklärt, dass das in Österreich nicht geht, weil unsere Kühe alle am Berg stehen und wenn wir die umschupfen, dann kugeln sie den ganzen Berg hinunter. Auf youtube gibts ein lustiges Video dazu. Einfach Cow tipping eingeben und das erste Video anschauen.
Nach dem Film sind wir zu Petes Place gegangen, wo ein Senior Social stattgefunden hat (Seniors = college studenten im letzten Jahr) wir haben dort ein bisschen mitgefeiert und sind dann weiter zu Copper Johns gezogen. So weit ich weiß ist das das einzige Lokal in Salem, in dem man tanzen kann. Ich weiß nicht wie, aber ich hab dort eine nette Emily kennengelernt. Zu später Stunde sind wir dann nach Hause spaziert und haben den nächsten Tag lernend verbracht.
Am Samstag haben uns die Saudis zu einer Party eingeladen, und wenn die Saudis einladen, dann muss man kommen. Einmal war ich nicht dort, weil ich einen Samstagabend zum Lernen genützt hab, das werden mir die 3 Jahre lang nicht verzeihen. Bevor wir dorthin gegangen sind, haben wir uns noch das International Disaster angeschaut, ein Rockkonzertabend, bei dem haufenweise Studentenbands (viele von der TIUA, Tokyo International University of America) 2-3 Songs gespielt haben. Man muss die japanischen Kids einfach lieben, die haben sich wie echte Rockstars angezogen und verhalten. Wir haben uns dann also bei den Saudis eingefunden, und einen Kühlschrank vorgefunden, der bis obenhin mit Bier gefüllt war. Außerdem haben wir uns dort Mojitos gemixt und irgendwann haben wir begonnen Flip-Cup zu spielen. Ein weiteres lustiges Trinkspiel in den USA. Wir haben das gegnerische Team vernichtet und haben danach begonnen Aprés Ski Musik aufzulegen. Oh yeah, was für ein Fest. Irgendwann hab ich dann eingesehen, dass ich besser nichts mehr trinken sollte und habe schadensbekämpungstechnisch nur mehr Wasser getrunken. Ich weiß nicht obs was genützt hat, aufgewacht bin ich trotzdem mit einem gemeinen Hangover.

Donnerstag, 12. November 2009

Verschiedenes

Belgium Style Crêpes

Austrian Style Crêpes

Langsam wirds richtig kalt da. Mt. Hood und Mt. Bachelor haben schon genug Schnee bekommen um die Saison zu starten und wir werden hoffentlich vorbeischauen können.
Überächstes Wochenende ist Thanksgiving und wir werden nach Seattle und Vancouver fahren, um diese großartigen Städte zu sehen und uns vielleicht mit einem Studienkollegen zu treffen, der in Bellingham, in der Nähe von Seattle studiert.
Von unserem Semester sind nur noch 5 Wochen übrig und wir stehen dem Ende mit gemischten Gefühlen gegenüber. Es gibt einige Dinge auf die ich mich zu Hause freue. Alle wiederzusehen, Weihnachten Feiern, gutes Essen genießen und Snowboarden gehen. Andererseits ist es ein seltsames Gefühl hier viele neue Freunde gefunden zu haben und diese dann nicht wieder zu sehen. Cool ist natürlich, dass wir viele Freunde gefunden haben, die aus anderen europäischen Ländern kommen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht sie wiederzusehen und uns neue Möglichkeiten eröffnet in Europa herumzureisen.
So gehts uns im Moment, wobei wir auch an einem Tiefpunkt angelangt sind, was unsere Lernmotivation betrifft. Den Arbeitsaufwand den wir hier haben, werden wir bestimmt nicht vermissen. Das reicht uns echt schon. Wir berechnen schon unsere Punkte und versuchen herauszufinden wieviele Leistungen wir da noch bringen müssen, um unsere Kurse positiv abzuschließen.
Heute Abend hat Pascal einen Crêpes-Abend organisiert, das war recht lecker. Und wir haben Crêpes in Länderform gemacht.

Donnerstag, 5. November 2009

Halloween


Die Woche war recht anstrengend, da wir am Mittwoch wieder einmal ein Mid-Semester Exam hatten und nächste Woche 2 Arbeiten abgeben müssen. Deswegen komme ich erst jetzt dazu über das letzte Wochenende zu schreiben. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie es am Freitag dazu gekommen ist, auf jeden Fall wollten wir (Marco, Martina und ich) nur schnell auf ein Bier gehen. Wie so oft hat das ganze dann um 4 in der Früh geendet, und wir sind am Samstag recht früh und recht zerstört aus unseren Betten gekrochen. Ich hab meinen Wecker natürlich immer wieder auf Snooze gestellt und bin gerade noch rechtzeitig aus dem Bett gekommen um mich zu duschen, und zum Treffpunkt zu gehen. Ich weiß nicht wer die glorreiche Idee hatte uns um 11.00 zu Treffen um zur Weinverkostung zu fahren, aber es war nicht die beste Idee. Ich habs dann noch geschafft zu Goudys zu gehen um mir zumindest einen Toast mit Aufstrich und einen Orangensaft im To-Go-Becher zu besorgen, und dann sind wir aufgebrochen. Besonders bitter wars natürlich, weil am Samstag all you can eat brunch mit allen Köstlichkeiten ist. Die Fahrt zu den Wineries war sehr schön, zwar nicht so schön wie durch die Südsteirischen Hügel zu fahren, aber es war nett aus Salem rauszukommen. Eigentlich ist es immer nett aus Salem rauszukommen, und dem Camous zu entfliehen. Man ist da schon recht eingesperrt, und die enormen Hausaufgaben und Lernmassen zwingen einen recht viel Zeit am Campus zu verbringen.
Wir wollten eigentlich nach Dundee fahren, weil dort angeblich die besten Wineries sind, haben uns dann aber entschlossen ein paar Wineries am Weg zu besuchen. Bei den Wineries zahlt man 5 Dollar und hat dann 7 - 10 Weine die man probieren kann. In der Gegend machen sie vor allem Rotwein, und zwar hauptschlich Pinot Noir, der sehr sehr trocken ist. Mir persönlich hat der nicht so geschmeckt, und auch der Pinot Gris war sehr bitte. Der Chardonnay war mir zu sauer, dafür war der Gewürztraminer und der Rose wahnsinnig gut. Davon haben wir uns ein paar Flaschen eingepackt und sind, nachdem wir 5 Wineries besucht und ausgiebig verkostet haben, wieder nach Hause gefahren ...
... um uns auf die Halloweenpartie vorzubereiten. Wir haben beschlossen als Schlümpfe zu gehen und haben uns bei Vallue Village weiße Strumpfhosen oder zumindest enge weiße Hosen und blaue Longsleeves, und blaue Schminke besorgt. Ich musste mir noch eine Schlumpfhaube aus einem Polsterüberzug nähen. Die ist echt gut geworden. Um sechs sind wir dann zu Marco's Potluck gegangen, einer Party bei der jeder etwas zu essen mitbringt. Wir haben fette Stakes gebracht und es hat von guten Beilagen, über Hautgerichte bis hin zu genialen Nachspeisen alles gegeben. Wir haben viel gegessen und haben die Kostüme der anderen bewundert, die auch dort waren. Halloween in Amerika ist wie Fasching bei uns. Ich hab ja geglaubt die Leute würden hauptsächlich gespenstische Kostüme anziehen, aber da war alles dabei. Ninja Turtles, Cleopatra, die Gambling Grandma aus Las Vegas, ein Schotte, Napoleon, Der Dude aus Big Lebowski und eben die Schlümpfe. Nach dem Potluck sind wir zu Aziz Haus gefahren, dort wohnen die Saudis, die vorgehabt haben, die beste Halloweenparty in Salem zu schmeißen. Das Haus war echt gut dekoriert, Grabsteine und Jack'O'Lanterns im Garten, Spinnweben in den Türen .. alles dabei. Außerdem haben sie einen DJ organisiert und 2 Bierfässer und einiges an Spirituosen bereitgestellt. Im Endeffekt wars dann doch zu wenig ...
Ich hab das Gefühl ich wiederhole mich, wenn ich sage: wir haben dort viel getanzt, getrunken, Beer-Pong gespielt und sehr viel Spaß gehabt. Es war halt alles spezieller, weil alle coole Kostüme anhatten. Wie immer hat die Polizei vorbeigeschaut und wir mussten für 10 Minuten alle leise sein, nachdem die Polizei dann abgerauscht ist, ist die Party aber fröhlich weitergegangen. Nachdem um 2 der Alkohol aus war, sind die Gäste langsam weniger geworden, und auch wir haben uns auf den Heimweg gemacht, und die vom Alkohol verwundeten gepflegt. Ich hab's an dem Abend noch ins Pi-Phi-Blackbook geschafft, aber das ist eine andere Geschichte.

Montag, 2. November 2009

Las Vegas Video

Martina hat sich die Mühe gemacht ein Las Vegas Video zusammenzuschneiden. Es ist echt cool geworden.

Las Vegas Video

lg Andi

Sonntag, 1. November 2009

Zurück zum Uni-Alltag ... was für ein Mist

Die Woche war echt mühsam. Wir hatten echt Probleme uns wieder in den Studienalltag einzuleben und haben immer wieder über Las Vegas gesprochen. Wir mussten natürlich allen erzählen, wie lustig es in Las Vegas war und haben festgestellt, dass nicht alles was in Las Vegas passiert, auch in Las Vegas bleibt. Letztlich ist sogar viel mehr zurückgekommen als passiert ist, ich sag nur Gerüchte Gerüchte.
Nach und nach haben alle Photos auf Facebook gestellt, und da sind echt coole Photos dabei die zeigen wieviel Spaß wir gehabt haben. Good times! Ich würd sofort wieder hinfliegen, obwohl ich das nächste Mal genug Geld haben will, damit ich nicht bei jedem Dollar überlegen muss, ob's das wert ist.
Der Gedanke an das kommende Wochenende und Halloween hat uns die Woche über am Leben gehalten, und wir haben versucht alles aufzuholen, was wir am Wochenende nicht gemacht haben, was auf Grund mangelnder Motivation nicht besonders einfach war. Wir haben uns ein gutes Volleyballspiel der Willamette Mädels gegen die Mädels von Linfield angeschaut, das echt gut war, und ich hab mich fast in die Nummer 10 von Linfield verliebt. Das gute ist, dass man zu jedem Spiel ein Heft mit den Statistiken der Mannschaften bekommt und da auch die Namen der Spielerinnen drin sind. So hab ich die gute Emily während dem Spiel immer wieder ablenken. Leider ist das service, bei dem ich sie zum ersten Mal abgelenkt hab nur knapp nichts geworden, nicht schlechter, sondern besser geworden, was zu einem entscheidenden Punkt für Linfield geführt hat. Da können sogar die eigenen Fans zur Gefahr werden ...
Das schlechte ist, dass die Telephonnummern der Mädels nicht dabeistehen, und sie während dem Spiel keine Zeit gehabt hat mir ihre Nummer zu geben, so ist leider nichts draus geworden.

Adios Las Vegas

Der Sonntag hat wieder recht gemütlich zu Mittag begonnen und da die Mädels und Chris länger unterwegs waren als wir, haben wir beschlossen ohne sie aufzubrechen, um die restlichen Hotels zu besuchen. Wir sind dann ganz gemütlich den Strip weiter nach Norden spaziert, haben den Adidas und den M&M store besucht, sind dann noch zum Urban Outiftters gegangen und haben uns dort umgeschaut. Der Shop ist wirkich interessant, der hat cooles Gewand, coole Bücher und lustige Sachen, die man nicht wirklich braucht, wie Mini-Design-Klassiker-Stühle, verschiedenste Lomo-Cameras, im Prinzip so Sachen, wie man sie in Museumsshops oft findet.
Von dort sind wir dann zum Bellagio gegangen und haben uns die Fontänen angeschaut. Das ist wirklich eine coole Show. Die Fontainen bewegen sich zur Musik und sind cool choreographiert. Die Spritzen bis zu 15 Meter hoch und haben einige coole Effekte. Ich hab mir nicht gedacht, dass das so spannend sein würde. Dort haben wir dann die Mädels getroffen und sind weiter zum Caesar's Palace gegangen, das echt beeindruckend ist. Ich glaube das ist das größte Hotel in las Vegas, und es schaut verdammt cool aus. Wir wollten den alten "You probably get that alot, did Caesar really live here?" Witz machen, aber die Schlange am Check-In war zu lang. Wir sind dann einfach nur durchspaziert und haben uns die Poolanlage angeschaut. Die ist ja auch echt sehenswert. Dort kann man im Pool zocken, rundherum stehen blaue Betten, es gibt Zelte die man mieten kann, die bis hin zum Flatscreen alles drin haben und die Pools schauen natürlich auch cool aus. Obwohl wir unsere Badehosen dabei gehabt haben, sind wir nicht baden gegangen, da wir noch einiges sehen wollten. Wir sind dann weiter zum Venezian spaziert, bei dem man mit der Rolltreppe über die Rialto-Brücke fahren kann, den Markus-Turm und Platz bewundern kann, und sogar mit Gondeln fahren. Die haben dort ja echt alles, New York New York, Paris, Venezian ... einfach verrückt. Als nächstes war dann das TI, treasure island, dran, das für seine Piratenshow bekannt ist. Vor dem Hotel steht in einem kleinen See ein Boot vor einer Felswand, und es werden immer wieder Shows angeboten. Wir haben dort leider keine Show gesehen, sondern sind zurückgegangen um uns auf den Abend vorzubereiten. Und was machten wir an diesem Abend? Das selbe wie jeden Abend, wir werden vorglühen, die Kasinos ausnehmen und dann die Clubherrschaft an uns nehmen. An diesem Abend sind wir in den Club Rok im New York New York gegangen. Der Club war ganz lustig, der Eintritt war nicht zu teuer, die Musik war gut, leider durften nur die Mädels auf den Podesten tanzen. Macht nichts, wir haben trotzdem unseren Spaß gehabt und haben getanzt bis der Club geschlossen hat. Wir sind dann nach Hause gegangen, haben unsere Wecker gestellt und sind recht schnell eingeschlafen.

Am nächsten Tag haben wir im Halbschlaf unsere Sachen gepackt, gefrühstückt und haben dann ein Taxi gerufen. Wir haben vor dem Hotel auf das Taxi gewartet, und die Stimmun war sehr sehr niedergeschlagen. Alle waren müde, verkatert und niemand wollte Las Vegas verlassen. Letztlich hat es ewig gedauert bis wir nach Hause gekommen sind. Von las Vegas sind wir nach Los Angeles geflogen, dort hatten wir knappe 2 Stunden Zwischenstopp, die Wettervorhersage hat Regen und 10°C für Portland angekündigt, was unsere Depression noch verstärkt hat. Die ganze Heimreise lang haben wir eigentlich nicht viel miteinadner geredet, zu müde waren alle, und der Gedanke, dass wir diese ungalubliche Stadt verlassen müssen, um nach Salem, zum Campus und zum Studienalltag zurückkehren müssen lastete schwer auf uns. VOm Flughafen in Portland sind wir dann mit dem Zug zum Zentrum gefahren, haben dann die Bim zum Bsbahnhof genommen, und eine Stunde auf den nächsten Greyhound Bus gewartet, der uns dann nach Salem gebracht hat. In portland wars saukalt und in Salem wars genau das gleiche, nass und kalt. Wir sind vom Busbahnhof zum Campus spaziert, eine stille Prozession und sind immer weniger geworden, da immer wieder jemand still zu seinem dorm abgebogen ist.