Mittwoch, 28. Oktober 2009

Checkin out Las Vegas

Unser Wecker hat uns um 11.00 recht sanft geweckt und wir haben gemütlich gefrühstückt (Toastbrot mit Marmelade und Fruchtcocktail aus der Dose) und haben uns dann wieder fertig gemacht und den Las Vegas Strip weiter zu erforschen. Diesmal haben wir im Süden begonnen und haben uns das Luxor angeschaut. Die Pyramide ist ja recht interessant, und ich habe mich gefragt wie das innen aussieht, da die Oberfläche im Vergleich zum Volumen recht gering ist, und ja theoretisch Zimmer sein müssten, die keine Fenster haben. Das Geheimnis ist logischerweise, dass die Pyramide innen hohl ist. Das schaut echt beeindruckend aus. Das Luxor ist innen echt nobel eingerichtet und schaut vor allem von vorne interessant aus, da dort ja die Sphinx posiert und den Eingang bewacht. Wir haben dort natürlich einige Photos gemacht, haben allerdings nicht gegambelt und sind dann weiter Richtung Norden spaziert, haben uns das Excalibur angesehen, und sind dann wieder ins MGM Grand spaziert um die Löwen zu sehen Das MGM hat ein Gehege im Hotel, in dem Löwen zu sehen sind, die für Shows trainiert sind. Wir haben leider keine Show gesehen, sondern haben uns nur die Löwen und Löwenbabies angesehen, mit denen man sich für 25 $ auch photographieren hat lassen können. Wir waren dann recht hungrig und sind zum Hooters essen gegangenm, wo wir ein echt gutes Steaksandwich bekommen haben. Nachdem wir teuer gegessen und getrunken haben sind wir wieder zurück nach Hause spaziert, haben ein Nachmittagsschläfchen gehalten, haben geduscht und haben dann das mit dem Vorglühen begonnen. Dabei haben sich dann gleich wieder kulturelle Differenzen gezeigt, da Martina (aus Schweden) Mischgetränke wie Cola und Sprite besorgt hat, während wir mit Fruchtsäften gerechnet haben. Letztlich hat es den Zweck erfüllt, und wir konnten angeheitert ins Zentrum aufbrechen. Diesmal wollten wir den Strip weiter nördlich in Angriff nehmen und wollten außerdem ein paar coole Clubs besuchen. Wir sind dann bis zum Bellagio spaziert und haben uns das innen angesehen. Das Bellagio ist denke ich die nobelste Adresse in Las Vegas, und es schaut auch so aus. Die Eingangshalle ist extrem schön herbstlich dekoriert, von der Decke schweben riesige aus Glas geformte Blätter, riesige Kürbisse (900 lbs = ~ 450 kg) sind schön arrangiert und ein Baummenssch wie aus Herr der Ringe wacht über die Szene. Natürlich gibt es auch einen Club im Bellagio, und in dem haben an diesem Abend die Black Eyed Peas nach ihrem Konzert gefeiert, allerdings waren uns die 80 $ Eintritt zu teuer. Wir haben dann den Concierge im Bellagio gefragt, wohin wir gehen sollten, und der war echt freundlich und hat uns ein paar Adressen genannt. Wir haben dann vor dem Bellagio gewartet und haben mit Chris und Carolina telephoniert, die irgendwo anders unterwegs waren, und sind dann von einem Typen angesprochen worden, der uns gefragt hat ob wir in einen coolen Club möchten. Wir haben uns mit dem unterhalten und er hat gesagt er besorgt uns eine Limousine, die uns in den Club/Gentlemens Club bringt, wir kommen dort gratis hinein und bekommen ein Begrüßungsgetränk. Und alles gratis. Wir haben ihm natürlich nicht geglaubt, aber er hat uns dann schließlich überzeugt, nachdem er den Mädels versichert hat, dass es dort auch männliche Stripper gibt. Wir haben uns gedacht, wenn’s gratis ist, warum nicht? Der Typ hat uns dann tatsächlich eine Limousine organisiert, ist mit uns zu dem Club gefahren, hat uns in der Limousine 100 Dollar in die Hand gedrückt, damit wir dort den Eintritt zahlen können, und hat uns erklärt/erzählt wie das ganze funktioniert. Er bekommt Provision für jeden Gast, den er dorthin bringt, und die Besitzer wissen, dass nur etwa ein Drittel der Gäste wirklich Geld ausgeben, aber scheinbar hauen die dann so richtig auf den Putz und es zahlt sich aus. Der Club war ganz nett, das mit dem Gratisgetränk war genauso gelogen, wie die Sache mit den männlichen Strippern. Das hat uns natürlich nicht wirklich gestört, unsere Mädels waren allerdings enttäuscht. Da sich eines unserer Mädels wirklich unwohl gefühlt hat, sind wir recht bald wieder abgerauscht und haben uns auf die Suche nach einem anderen Club gemacht. Das war gar nicht so leicht, da die Clubs in Las Vegas auch um 2 zumachen, hoffentlich ist das nur während der Nebensaison so, ansonsten wäre ich von Las Vegas schwer enttäuscht. Wir haben dann im Mandalay Bay noch einen offenen Club gefunden, da war allerdings nicht mehr besonders viel los. Das war für uns aber ok, der Club war im 64 Stock des Hotels untergebracht, wir mussten keinen Eintritt zahlen und haben dann einfach gechillt und die geniale Aussicht über das nächtlich beleuchtete Las Vegas genossen. Irgendwann sind wir dann recht müde wieder zu unserem kleinen Hotel nach Hause spaziert.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Road Trip - Grand Canyon!





Wir wurden recht unsanft aus dem Tiefschlaf geweckt und haben versucht unsere sieben Sachen zu packen um loszufahren. Wir mussten auch noch einen Computer mit Internetverbindung finden, um auf google maps die Route zum Grand Canyon herauszufinden. Das verdammte Hotel hat kein W-Lan. Jedes kleine Motel auf unserem Weg von San Diego nach Salem hatte W-Lan, so ein Mist. Wir haben dann an der überteuerten Internetstation im Hotel den Weg rausgesucht und sind losgefahren. Nach einem kurzen Verfahrer sind wir an der ersten Station angekommen, dem Hoover Damm. Der ist echt beeindruckend, obwohl man wenn man durchfährt nur die weniger beeindruckende Seite sieht. Die Straße schlängelt sich ins Tal hinunter, bis man dann über den Hoover Damm fährt, um sich auf der anderen Seite in Serpentinen wieder nach oben zu kämpfen. Wir wollten auf dem Damm anhalten um ein paar Photos zu machen, allerdings war das nirgendwo erlaubt. Wir sind auf der anderen Seite dann stehen geblieben um ein paar Photos zu machen, wobei wir auch da illegalerweise auf den Parkplatz abgebogen sind. Zum Glück hat die Polizei die hinter uns war nicht uns, sondern einen anderen Wagen angehalten, der irgendwo irgendwas verbotenes gemacht hat. Nach dem Hoover Damm sind wir dann weiter gefahren, wobei sich die Landschaft immer wieder geändert hat. Direkt nach dem Damm war es recht wüstenmäßig und hat mit den bizarren Steinformationen und Tafelbergen ein wenig an das Monument Valley erinnert, wobei alles um einiges kleiner war. Danach ist es sehr flach geworden, wobei es noch immer sehr wüstenmäßig ausgesehen hat. Man hat eigentlich nur kleine Büsche neben der Straße gesehen, und wir haben uns schon darauf gefreut richtig in die Wüste zu kommen, wie man sie aus den Filmen sieht, mit den großen Kakteen neben der Straße. Leider gibt’s das dort nicht, die Büsche wurden größer und dichter und man hatte das Gefühl durch die Steppe zu fahren. Die Straße hat sich immer ziemlich gerade durch die Landschaft gezogen, was zum Fahren teilweise sehr langweilig war. Neben der Straße waren immer wieder verlassene oder offene Raststationen, die allerdings auch wenn sie offen waren sehr schäbig ausgesehen haben. Außerdem hat man in der Ferne immer wieder Farmen oder Wohnwagensiedlungen gesehen. Mit der Zeit sind die Büsche immer größer geworden, und es hat dann eigentlich ausgesehen, als würde man die Autobahn Richtung Zadar fahren. Vielleicht ein bisschen weniger grün und die Felsen sind eher rötlich als grau. Nach 5,5 Stunden Fahrzeit sind wir dann in den Grand Canyon National Park gekommen und sind beim Southern Rim stehen geblieben. Ich muss sagen, dass ich mir den Grand Canyon anders vorgestellt habe. Man kann ja fast am Rand des Canyons parken und sieht dann diesen riesigen Canyon vor sich. Gigantisch. Die Sicht an dem Tag war echt gut und man hat echt weit gesehen. Unglaublich wie groß und Tief der Canyon ist, und wie das Wasser das formen konnte. Wir haben sauviele Photos gemacht, (Mamas, Papas, Omas und Opas bitte den nächsten Satz nicht lesen) sind herumgeklettert, haben uns auf Felsspitzen gewagt oder sind sogar über Abgründe gesprungen um auf freistehenden Felssäulen für Photos zu posieren. Und wir haben unser leckeres Frühstück, bestehend aus Toastbrot und Marmelade, am Rand des Canyons gegessen. Wir haben etwa 3 Stunden beim Grand Canyon verbracht und haben uns dann wieder auf den langen Heimweg gemacht. Wie auch bei der Hinfahrt haben wir uns beim Fahren abgewechselt, was einerseits riskant war, da wir nur für einen Fahrer gezahlt haben, und die Versicherung nicht zahlt, wenn ein nicht-autorisierter Fahrer einen Unfall fabriziert, allerdings war es für mich um einiges angenehmer nicht die ganze Zeit fahren zu müssen. So konnten wir auf dem Heimweg etwas Schlaf nachholen, um uns für unsere erste Nacht in Vegas vorzubereiten.
Wir haben das Auto rechzeitig zurückgebracht, sind dann ins Hotel gefahren und haben uns ausgehfertig gemacht. Bis zu dem Zeitpunkt waren wir uns noch nicht sicher, ob wir von unserem Hotel zu Fuß auf den Strip gehen konnten, da ein Highway dazwischen liegt. Gottseidank hat das funktioniert, und wir waren von unserem Hotel aus in 15 Minuten am Strip, direkt beim MGM Grand, dem Excalibur und dem New York New York. Wir sind zunächst einmal durchs New York New York spaziert und haben uns einfach umgesehen. Las Vegas ist eindeutig anders, als die übrigen Städte in denen wir waren. Scheinbar gilt hier die Open-Container-Rule nicht, und man kann auf der Straße ungeniert Alkohol trinken. Sehr angenehm! Obwohl die Hochsaison schon lange vorbei ist, war echt viel los. Die Straßen und Hotels waren voll, und das Wetter war auch sehr angenehm. Die Temperatur war um die 20° C, und die Klimaanlagen in den Hotels waren angenehmer als erwartet. Vom New York New York sind wir ins MGM Grand gegangen und haben uns dort einmal ein Getränk gegönnt und zu gambeln begonnen. Ich war zunächst auf der Suche nach einem Black Jack Table, leider waren die billigsten mit 10 $ Mindesteinsatz, was mir zu teuer war. Wir haben dann eigentlich alle an den Slotmaschinen gespielt, das sind diese einarmigen Banditen, die man aus den Filmen kennt. Das ist lustiger als ich mir das vorgestellt habe, die Maschinen blinken und biepen und rasseln. Man kann die Maschine mit Dollarscheinen spiele und bekommt dafür 4 Credits, für jeden Credit kann man den Hebel einmal bedienen, und die 3 Rollen drehen sich, und je nach Kombination die angezeigt wird gewinnt man Credits oder verliert man Credits. Mit den Credits kann man dann entweder weiterspielen, oder man kann sie sich in Geld auszahlen lassen. Wir haben dort alle ein bisschen Geld gewonnen, Max hatte bei einer Pokermaschine echt glück und hat 100 $ gewonnen. Chris hat das ganze nicht so sehr genossen wie wir, und hat immer nur gemurmelt: „Man kann da ja auf Dauer kein Geld machen…“. Wir hatten unseren Spaß und sind glaub ich um 2 nach Hause gegangen um etwas Schlaf zubekommen.

Andi

Auf geht's, ab geht's 3 Tage wach






Da unser Group Research Project in Exercise Physiology bald startet, und wir ein Proposal dafür am Donnerstag abgeben mussten, hatten wir eine lange Nacht hinter uns, als wir uns am Donnerstag in der Früh ins Exercise Physiology Labor begeben haben. Ahja, vor der Nachtsession haben wir noch das Fußball-Finale der Intramurals gespielt, bei dem wir uns leider der klar besseren Mannschaft geschlagen geben mussten. So ein Mist. Die Party war aber lustig, und es ist eigentlich nur schade, dass die Fußball und Volleyball-intramurals damit vorbei sind. Dafür startet Flag-Football bald. Zurück zum Lab. Ich war in dem Lab leider das Versuchskaninchen für einen Resting Metabolic Rate test, bei dem der kalorische Grundumsatz ermittelt wird. Das ganze ist eigentlich nicht tragisch, da ich bei dem Test eigentlich nur gemütlich auf einem Massagetisch liegen musste, und meine Atemluft gemessen und aufgezeichnet wurde. Dabei hat man eine Art Schnorchel im Mund, von dem links und rechts Schläuche wegführen. Eigentlich ist das ganze recht gemütlich, allerdings hatte ich Halsweh, und musste etwa 30 Minuten dort liegen während mein Mund ausgetrocknet ist, und jedes Schlucken wehgetan hat. Mit einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 70 S/min hat das ganze mit dem Grundumsatz auch wenig zu tun. Aber mit dem Gedanken an Las Vegas habe ich auch das durchgehalten, leider hat das Kranksein oder zumindest das Unwohlsein meinen Vegas-Aufenthalt dominiert. Gleich nach dem Labor haben wir uns unsere Sachen geschnappt und haben uns von einer netten Freundin zum Flughafen in Portland führen lassen. Mit dem Flug hat alles gut geklappt. Wir haben allerdings die Koffer und Taschen etwas umpacken müssen, da wir zuviel Vodka, Früchte, Toastbrot, Marmeladen und Äpfel eingepackt hatten. Und wir sind nicht in einer Reihe sondern in einer Linie gesessen. Plätze 20 B, 21 B, 22 B, 23B, 24 B…., keine Ahnung wie das gegangen ist. Wie bei billigen inneramerikanischen Flügen üblich, sind wir mit der Kirche ums Kreuz geflogen, von Portland nach Phoenix ganz im Süden, und dann wieder nach Norden um nach Las Vegas zu kommen. Der Anflug auf den Flughafen in Las Vegas war schon ziemlich genial, da wir im Dunkeln gelandet sind, und man da die Stadt natürlich sehr gut sieht, außerdem ist der Flughafen ziemlich im Zentrum, und man hat die ganzen großen Hotels und Kasinos sehr gut gesehen. Oh yeah. Nachdem wir unser Gepäck gecheckt haben, haben wir überlegt wie wir jetzt am besten zu unserem Hotel kommen. Nachdem wir vorhatten einen Ausflug zum Grand Canyon zu machen, haben wir beschlossen gleich vor Ort ein Auto zu mieten um am nächsten Tag dorthin zu fahren. Das war aus folgenden Gründen sinnvoll: 1. Wir hatten gleich ein Auto um unser Gepäck und uns zum Hotel zu bringen. 2. Wir waren alle so erledigt, dass Fortgehn an diesem Abend ohnehin nicht wirklich sinnvoll gewesen wäre. 3. Die Strecke Las Vegas – Grand Canyon dauert in etwa 5,5 – 6 Stunden, das bedeutete für uns, dass wir um 6 in der Früh losstarten mussten, um das Mietauto rechtzeitig wieder abzugeben und 4. Die anderen Nächte (Freitag, Samstag, Sonntag) sind für Parties reserviert, und da wären wir am nächsten Tag nicht in der Lage gewesen dorthin zu fahren.
Wir haben uns also einen Chrysler Van organisiert, eigentlich hätten wir ein anderes Auto gehabt, allerdings hat das Chris nicht besonders gut gefallen, weswegen wir dann auf den Chrysler umgestiegen sind. Bei dem hat die Klimaanlage allerdings nicht funktioniert, darauf sind wir erst am nächsten Tag gekommen, Danke Christian! Allerdings haben die uns dann beim Zurückgeben 25 $ erlassen. Also, wir haben unser Zeug ins Auto gepackt und sind losgefahren. Da wir den Strip sehen wollten, aber nicht wirklich munter genug waren, um dorthin zu gehen, sind wir den Strip gleich einmal mit dem Auto abgefahren, und was wir da gesehen haben war schon einmal echt beeindruckend. Las Vegas ist einfach verrückt. Da fährt man den Strip entlang und es reihen sich riesige Hotels aneinander, die sich an Verrücktheit zu übertreffen versuchen. Im Süden beginnt das ganze mit dem Mandalay Bay, einem recht schönen Hotel, das am Tag bronzen glänzt und in der Nacht nur leuchtet. Danach kommt das Luxor, die riesige schwarze Pyramide mit der Sphinx davor und der leuchtenden Spitze in der Nacht, die einen Obelisk aus Licht in den Nachthimmel zeichnet. Neben dem Luxor steht das Excalibur, eher ein Familenhotel/Kasino, wenn man das so sagen kann, das wie das Disneyschloss aussieht. Dort sind wir jeden Abend vorbeigegangen, um zu unserem kleinen schäbigen Hotel, der Wild Wild West Gambling Hall zu kommen. Danach kommt das MGM Grand mit seinen Löwen, das New York New York, ein paar Geschäfte, das Bellagio mit den fantastischen Fontänen, das Caesar’s Palace (Hangover!), das Venecian, das TI, das Mirage … Wir sind den Strip bis zum Stratosphere entlang gefahren, haben dann umgedreht und sind zu unserem Hotel gefahren. Das Hotel ist wirklich klein und schäbig und sieht eher nach Motel aus. Allerdings wars günstig, die Zimmer sind ordentlich, wenn auch sehr klein, und das Pool ist in Ordnung. Die Aussicht war auch ziemlich gut. An dem Abend sind wir alle nur ins Bett gefallen und haben versucht so viel Schlaf wie möglich zu bekommen, wissend, dass uns der Wecker am nächsten Tag um 05.00 unbarmherzig aus dem Schlaf reißen wird.

Andi

Samstag, 17. Oktober 2009

Halbzeit



Wir haben festgestellt, dass jetzt fast Halbzeit ist, traurig traurig. Andererseits müssen wir zugeben, dass uns schon einige Dinge abgehen.
Die letzte Woche hat sehr gemütlich begonnen, da wir in der Woche davor unsere Midterms hatten. Leider war die Ruhe trügerisch. Mitte der Woche haben wir dann realisiert, dass wir unser Assignment für Care and Prevention of Athletic Injuries schon Anfang November abgeben müssen, dass wir Anfang nächste Woche eine Präsentation haben und dass wir nächste Woche einen vollen Labreport schreiben müssen. Und das größte Problem ist, dass wir nächste Woche von Donnerstag Mittag bis Montag Abend unterwegs sind, da wir nach Las Vegas fliegen. Mist. Da hat uns unsere Faulheit und unsere Inkompetenz vorauszuplanen wieder voll am Arsch erwischt. Selber Schuld, kein Mitleid werdet ihr euch jetzt denken. Und wahrscheinlich habt ihr damit auch Recht. Für uns bedeutet dass, dass wir jetzt dabei sind einen Labreport für nächste Woche zu schreiben, den Labreport für übernächste Woche so weit es geht zu schreiben, die Präsentation vorzubereiten und wenn wir daneben noch Zeit haben das Paper für Care and Prevention zu schreiben. Ahja, und dann müssen wir uns noch um unsere Mädels kümmern, uns auf Partys blicken lassen und Pokern und Blackjack für Vegas üben. Mal schauen, wie wir das alles unter einen Hut bringen.
Die Erkenntnis hat dann natürlich die zweite Hälfte der Woche dominiert und uns ein bisschen den Schwung genommen. Dank unserer langjährigen Erfahrung mit Stressmanagement haben wir natürlich richtig reagiert und eine Karaokenacht für Freitag geplant, damit wir etwas hatten, das uns die Woche über am Leben hält. Guter Plan. Mit Mühe und Not haben wir die Woche geschafft und uns auf Freitag Abend vorbereitet. Treffpunkt war Pascals kleines Häuschen, wo wir das Pregame, wie die Amerikaner das Vorglühen nennen, gestartet haben. Nachdem dann alle Autos da waren, die wir benötigten um alle zur Karaokebar zu bringen ist es losgegangen. Ahja, eins hab ich vergessen. Pascal und Alisa haben mich überredet an diesem Abend um Karinas Hand anzuhalten. Wir haben also bevor Karina gekommen ist eine kleine Rede vorbereitet, haben dann den überaus wertvollen Ring geholt und sind dann mit dem Rest zur Bar gefahren. Ich hab mein Proposal dann an einigen Mädels geübt (hat mir allerdings nicht viel gebracht, ich hab dann trotzdem die falsche Hand erwischt). Dort angekommen haben wir natürlich gleich einmal die Songliste gecheckt und mit Schrecken festgestellt, dass die Don’t Stopp believing von Journey nicht hatten, dafür 10 andre Songs von der Band. Mist, den Song haben Karina und ich geübt und jetzt haben die den nicht dort. Ich hab dann mit Pascal ein paar andere Lieder gesungen bevor Karina und ich uns für Californication von den Chili Peppers entschieden haben. Ganz schlechte Wahl, das Lied ist schwieriger zu singen als ich mir gedacht habe. Wir haben zum Glück nur die zweitschlechteste Performance des Abends hingelegt …
Der Abend war ziemlich lustig, und da wir so ziemlich die Mehrheit in der Bar waren, haben wir uns natürlich gegenseitig zu Höchstleistungen animiert, von Chris filmerisch festgehalten. Die Zeit ist wie im Flug vergangen, und ich glaube unser Lied war dann das letzte. Nachdem wir uns wacker durch Californication gekämpft haben, habe ich mich vor Karina gekniet, habe die edle Glitzerplastibox mit dem Ring aus der Tasche geholt und meine Rede gehalten:

„Carolina, aeh, Karina, I know it’s 2 different countries, but it’s one heart;
and from the very first moment I saw you,
your green eyes,
your beautiful brown hair,
and your sexy mexican accent,
I knew you were the one.
And I know, that now it is the right moment,
To go for the green card.
And I have to ask you:
Will you marry me?”

Da sie vorbereitet war hat sie ja gesagt, und ich hab ihr den Ring an den Finger an der falschen Hand gesteckt. Nachdem mich das aufmerksame Publikum auf den Fehler aufmerksam gemacht hat, hab ich dann die richtige Hand erwischt und durfte meine zukünftige Braut küssen. Oh yeah! Haha, das war ein Spaß. Chris hat das ganze auf Video und mir haben dann sogar einige gratuliert und uns alles Gute gewunschen. Legendärer Abend.

Andi

Sonntag, 11. Oktober 2009

Ein lange herbeigesehntes Wochenende geht traurig zu Ende. Heute Abend gab es eine Art Totenwache für einen japanischen Studenten der sich Ende der Woche das Leben genommen hat, seine Familie ist angereist und alle Studenten konnten sich von ihm verabschieden. Wir haben ihn nicht gekannt, aber wir alle kennen einige der TIUA-Studenten (Tokyo International University of America) die ihn kannten, und denen sein Tod sehr Nahe gegangen ist.

Wie geplant sind wir am Freitag nach Portland gefahren, wobei wir wegen eines Staus leider später angekommen sind als wir geplant hatten. Wir haben nur mehr wenig Zeit mit Tageslicht gehabt und sind ein bisschen in Downtown herumspaziert. Als es schon recht dunkel sind wir dann auf den Cancer-Walk gestoßen, der ziemlich groß war. Alle Leute hatten beleuchtete Luftballons, was sehr nett ausgesehen hat. Wir sind dem Cancer-Walk gefolgt bis der an einem ziemlich netten Pub vorbeigekommen ist, wo wir dann spontan beschlossen haben einzukehren. In der Rock Bottom Brewery haben wir zunächst ein gutes Lager genossen und dann versucht Marko zu erreichen, da wir noch nicht gewußt haben, ob wir eine Chance haben wieder nach Salem zu kommen, oder ob wir in Portland übernachten müssen. Marko hat uns dann Assis Nummer gegeben, den wir in Henry's Pub treffen sollten. Wir sind dann durch die halbe Stadt spaziert, sind auf einen Elefanten geklettert und haben dann in Henry's Pub noch ein Bier probiert, bevor wir Assis dann getroffen haben. Assis ist aus Saudi-Arabien und studiert mit seinem Bruder da. Die Burschen sind echt lustig drauf, und verarschen uns die ganze Zeit. Die haben uns dann zum Portland City Grill mitgenommen, dem Restaurant im 30. Stock von dem aus man eine echt coole Aussicht über die Stadt hat. Sehr feines Essen, gute Getränke und ein guter Pianist. Das war wie im Film. Wir haben Marko und einige Freunde von ihm dort getroffen und sind dann in den Club "Dirty" gegangen. Dort war einiges los, überall waren Dancing-Poles an denen Gäste getanzt haben. Seltsamerweiser haben einige andre Gäste den Mädels echt Dollarscheine zugesteckt...
Wir haben dort recht lustige Sachen erlebt, über die wir allerdings nicht weiter reden möchten. Wie alle Clubs hat der Club auch um 2 geschlossen und wir konnten dann zum Glück mit den beiden Saudis zurück nach Salem fahren. Wir sind dann so um halb vier in der Nacht in Salem angekommen und haben am nächsten Tag einmal ausgeschlafen.
Da Partens-Weekend war, war der Brunch besonders gut. Von Süßigkeiten über Truthahn, Ravioli, Shrimps und Lachs war alles da und wir haben alles reichlich genossen. Sehr fein. Pascal und ich haben uns dann das Rugby-Spiel angeschaut, was recht cool war. Rugby ist um einiges spannender als Football und wir sind danach noch in die Stadt gegangen, haben ein Eis gegessen und einige Dinge besorgt, unter anderem auch einen Verlobungsring für Karina, die ich leider nicht wie geplant in Las Vegas heiraten kann um eine Junggesellenparty zu haben, da sie nicht mitkommt. Da müssen wir uns noch was überlegen.
Nach dem Abendessen haben wir uns dann in Pete's Place getroffen, einer kleinen Bar in Salem um Max's Geburtstag zu feiern. Wir haben dort recht lange gefeiert und einige Pitcher Bier getrunken. Pitcher sind diese großen Bierkrüge, die man in den Filmen immer sieht. Max hatte ein magisches Glas, das niemals leer geworden ist, dafür haben wir gesorgt. Außerdem haben ihm immer wieder Leute Shots gezahlt, was dazu geführt hat, dass er ziemlich betrunken war. Uns ist es auch recht gut gegangen. Die meisten sind dann noch weiter zu Copper Johns Bar gegangen, ich bin zu einer Party gegangen, die recht cool war. Nur dann hat die Polizei einen Block weiter ein Meth-Lab auseinandergenommen, was die meisten Partygäste recht besorgt hat, da ja fast alle unter 21 sind. Das Haus hat sich dann recht schnell geleert und ich bin dann auch zurück zum Campus gegangen wo wir dann weiter gefeiert haben. Nachdem ich heute irgendwann um 12.00 ohne hangover aufgestanden bin, hab ich ein bisschen gelernt und bin dann zu einem Haus von Freunden gegangen, wo wir gegrillt haben. Die haben echt riesige Steaks da, unglaublich! Mit amerikanischen Produkten und europäischen Skills haben wir eine Supergrillerei gehabt und die Herbstsonne genossen.

lg Andi

Freitag, 9. Oktober 2009

Wochenend und Sonnenschein und Post-Midexam-Week = Portland



Nach einer Woche hardcore-lernen für die Mid-Term-Exams haben wir uns endlich bis zum Freitag durchgekämpft. Wochenende! Wir fahren heute Nachmittag mit einem Freund nach Portland, schauen uns die Stadt an, schauen am Abend in einen Club und wenn alles gut geht, können wir mit einem andren Freund wieder nach Hause fahren. Ansonsten übernachten wir in Portland und schauen uns morgen noch ein bisschen um. Dann würden wir allerdings den Samstags-Brunch verpassen, der recht gut werden dürfte, da parent's weekend ist. Mal schaun was es letztlich wird. Oh yeah, Wochenende, Portland, freut mich voll!

Andi

Samstag, 3. Oktober 2009

Survival training

Was man in Goudys alles mitgehen lassen kann, damit man das Wochenende überlebt ...

Abendessen - all you can eat



Hände desinfizieren



Anstellen und bezahlen



Tortilla holen



Tortilla pimpen



typisches Abendessen



Chris mittendrin



gut wars!