Dienstag, 27. Oktober 2009

Auf geht's, ab geht's 3 Tage wach






Da unser Group Research Project in Exercise Physiology bald startet, und wir ein Proposal dafür am Donnerstag abgeben mussten, hatten wir eine lange Nacht hinter uns, als wir uns am Donnerstag in der Früh ins Exercise Physiology Labor begeben haben. Ahja, vor der Nachtsession haben wir noch das Fußball-Finale der Intramurals gespielt, bei dem wir uns leider der klar besseren Mannschaft geschlagen geben mussten. So ein Mist. Die Party war aber lustig, und es ist eigentlich nur schade, dass die Fußball und Volleyball-intramurals damit vorbei sind. Dafür startet Flag-Football bald. Zurück zum Lab. Ich war in dem Lab leider das Versuchskaninchen für einen Resting Metabolic Rate test, bei dem der kalorische Grundumsatz ermittelt wird. Das ganze ist eigentlich nicht tragisch, da ich bei dem Test eigentlich nur gemütlich auf einem Massagetisch liegen musste, und meine Atemluft gemessen und aufgezeichnet wurde. Dabei hat man eine Art Schnorchel im Mund, von dem links und rechts Schläuche wegführen. Eigentlich ist das ganze recht gemütlich, allerdings hatte ich Halsweh, und musste etwa 30 Minuten dort liegen während mein Mund ausgetrocknet ist, und jedes Schlucken wehgetan hat. Mit einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 70 S/min hat das ganze mit dem Grundumsatz auch wenig zu tun. Aber mit dem Gedanken an Las Vegas habe ich auch das durchgehalten, leider hat das Kranksein oder zumindest das Unwohlsein meinen Vegas-Aufenthalt dominiert. Gleich nach dem Labor haben wir uns unsere Sachen geschnappt und haben uns von einer netten Freundin zum Flughafen in Portland führen lassen. Mit dem Flug hat alles gut geklappt. Wir haben allerdings die Koffer und Taschen etwas umpacken müssen, da wir zuviel Vodka, Früchte, Toastbrot, Marmeladen und Äpfel eingepackt hatten. Und wir sind nicht in einer Reihe sondern in einer Linie gesessen. Plätze 20 B, 21 B, 22 B, 23B, 24 B…., keine Ahnung wie das gegangen ist. Wie bei billigen inneramerikanischen Flügen üblich, sind wir mit der Kirche ums Kreuz geflogen, von Portland nach Phoenix ganz im Süden, und dann wieder nach Norden um nach Las Vegas zu kommen. Der Anflug auf den Flughafen in Las Vegas war schon ziemlich genial, da wir im Dunkeln gelandet sind, und man da die Stadt natürlich sehr gut sieht, außerdem ist der Flughafen ziemlich im Zentrum, und man hat die ganzen großen Hotels und Kasinos sehr gut gesehen. Oh yeah. Nachdem wir unser Gepäck gecheckt haben, haben wir überlegt wie wir jetzt am besten zu unserem Hotel kommen. Nachdem wir vorhatten einen Ausflug zum Grand Canyon zu machen, haben wir beschlossen gleich vor Ort ein Auto zu mieten um am nächsten Tag dorthin zu fahren. Das war aus folgenden Gründen sinnvoll: 1. Wir hatten gleich ein Auto um unser Gepäck und uns zum Hotel zu bringen. 2. Wir waren alle so erledigt, dass Fortgehn an diesem Abend ohnehin nicht wirklich sinnvoll gewesen wäre. 3. Die Strecke Las Vegas – Grand Canyon dauert in etwa 5,5 – 6 Stunden, das bedeutete für uns, dass wir um 6 in der Früh losstarten mussten, um das Mietauto rechtzeitig wieder abzugeben und 4. Die anderen Nächte (Freitag, Samstag, Sonntag) sind für Parties reserviert, und da wären wir am nächsten Tag nicht in der Lage gewesen dorthin zu fahren.
Wir haben uns also einen Chrysler Van organisiert, eigentlich hätten wir ein anderes Auto gehabt, allerdings hat das Chris nicht besonders gut gefallen, weswegen wir dann auf den Chrysler umgestiegen sind. Bei dem hat die Klimaanlage allerdings nicht funktioniert, darauf sind wir erst am nächsten Tag gekommen, Danke Christian! Allerdings haben die uns dann beim Zurückgeben 25 $ erlassen. Also, wir haben unser Zeug ins Auto gepackt und sind losgefahren. Da wir den Strip sehen wollten, aber nicht wirklich munter genug waren, um dorthin zu gehen, sind wir den Strip gleich einmal mit dem Auto abgefahren, und was wir da gesehen haben war schon einmal echt beeindruckend. Las Vegas ist einfach verrückt. Da fährt man den Strip entlang und es reihen sich riesige Hotels aneinander, die sich an Verrücktheit zu übertreffen versuchen. Im Süden beginnt das ganze mit dem Mandalay Bay, einem recht schönen Hotel, das am Tag bronzen glänzt und in der Nacht nur leuchtet. Danach kommt das Luxor, die riesige schwarze Pyramide mit der Sphinx davor und der leuchtenden Spitze in der Nacht, die einen Obelisk aus Licht in den Nachthimmel zeichnet. Neben dem Luxor steht das Excalibur, eher ein Familenhotel/Kasino, wenn man das so sagen kann, das wie das Disneyschloss aussieht. Dort sind wir jeden Abend vorbeigegangen, um zu unserem kleinen schäbigen Hotel, der Wild Wild West Gambling Hall zu kommen. Danach kommt das MGM Grand mit seinen Löwen, das New York New York, ein paar Geschäfte, das Bellagio mit den fantastischen Fontänen, das Caesar’s Palace (Hangover!), das Venecian, das TI, das Mirage … Wir sind den Strip bis zum Stratosphere entlang gefahren, haben dann umgedreht und sind zu unserem Hotel gefahren. Das Hotel ist wirklich klein und schäbig und sieht eher nach Motel aus. Allerdings wars günstig, die Zimmer sind ordentlich, wenn auch sehr klein, und das Pool ist in Ordnung. Die Aussicht war auch ziemlich gut. An dem Abend sind wir alle nur ins Bett gefallen und haben versucht so viel Schlaf wie möglich zu bekommen, wissend, dass uns der Wecker am nächsten Tag um 05.00 unbarmherzig aus dem Schlaf reißen wird.

Andi

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