Wir wurden recht unsanft aus dem Tiefschlaf geweckt und haben versucht unsere sieben Sachen zu packen um loszufahren. Wir mussten auch noch einen Computer mit Internetverbindung finden, um auf google maps die Route zum Grand Canyon herauszufinden. Das verdammte Hotel hat kein W-Lan. Jedes kleine Motel auf unserem Weg von San Diego nach Salem hatte W-Lan, so ein Mist. Wir haben dann an der überteuerten Internetstation im Hotel den Weg rausgesucht und sind losgefahren. Nach einem kurzen Verfahrer sind wir an der ersten Station angekommen, dem Hoover Damm. Der ist echt beeindruckend, obwohl man wenn man durchfährt nur die weniger beeindruckende Seite sieht. Die Straße schlängelt sich ins Tal hinunter, bis man dann über den Hoover Damm fährt, um sich auf der anderen Seite in Serpentinen wieder nach oben zu kämpfen. Wir wollten auf dem Damm anhalten um ein paar Photos zu machen, allerdings war das nirgendwo erlaubt. Wir sind auf der anderen Seite dann stehen geblieben um ein paar Photos zu machen, wobei wir auch da illegalerweise auf den Parkplatz abgebogen sind. Zum Glück hat die Polizei die hinter uns war nicht uns, sondern einen anderen Wagen angehalten, der irgendwo irgendwas verbotenes gemacht hat. Nach dem Hoover Damm sind wir dann weiter gefahren, wobei sich die Landschaft immer wieder geändert hat. Direkt nach dem Damm war es recht wüstenmäßig und hat mit den bizarren Steinformationen und Tafelbergen ein wenig an das Monument Valley erinnert, wobei alles um einiges kleiner war. Danach ist es sehr flach geworden, wobei es noch immer sehr wüstenmäßig ausgesehen hat. Man hat eigentlich nur kleine Büsche neben der Straße gesehen, und wir haben uns schon darauf gefreut richtig in die Wüste zu kommen, wie man sie aus den Filmen sieht, mit den großen Kakteen neben der Straße. Leider gibt’s das dort nicht, die Büsche wurden größer und dichter und man hatte das Gefühl durch die Steppe zu fahren. Die Straße hat sich immer ziemlich gerade durch die Landschaft gezogen, was zum Fahren teilweise sehr langweilig war. Neben der Straße waren immer wieder verlassene oder offene Raststationen, die allerdings auch wenn sie offen waren sehr schäbig ausgesehen haben. Außerdem hat man in der Ferne immer wieder Farmen oder Wohnwagensiedlungen gesehen. Mit der Zeit sind die Büsche immer größer geworden, und es hat dann eigentlich ausgesehen, als würde man die Autobahn Richtung Zadar fahren. Vielleicht ein bisschen weniger grün und die Felsen sind eher rötlich als grau. Nach 5,5 Stunden Fahrzeit sind wir dann in den Grand Canyon National Park gekommen und sind beim Southern Rim stehen geblieben. Ich muss sagen, dass ich mir den Grand Canyon anders vorgestellt habe. Man kann ja fast am Rand des Canyons parken und sieht dann diesen riesigen Canyon vor sich. Gigantisch. Die Sicht an dem Tag war echt gut und man hat echt weit gesehen. Unglaublich wie groß und Tief der Canyon ist, und wie das Wasser das formen konnte. Wir haben sauviele Photos gemacht, (Mamas, Papas, Omas und Opas bitte den nächsten Satz nicht lesen) sind herumgeklettert, haben uns auf Felsspitzen gewagt oder sind sogar über Abgründe gesprungen um auf freistehenden Felssäulen für Photos zu posieren. Und wir haben unser leckeres Frühstück, bestehend aus Toastbrot und Marmelade, am Rand des Canyons gegessen. Wir haben etwa 3 Stunden beim Grand Canyon verbracht und haben uns dann wieder auf den langen Heimweg gemacht. Wie auch bei der Hinfahrt haben wir uns beim Fahren abgewechselt, was einerseits riskant war, da wir nur für einen Fahrer gezahlt haben, und die Versicherung nicht zahlt, wenn ein nicht-autorisierter Fahrer einen Unfall fabriziert, allerdings war es für mich um einiges angenehmer nicht die ganze Zeit fahren zu müssen. So konnten wir auf dem Heimweg etwas Schlaf nachholen, um uns für unsere erste Nacht in Vegas vorzubereiten.
Wir haben das Auto rechzeitig zurückgebracht, sind dann ins Hotel gefahren und haben uns ausgehfertig gemacht. Bis zu dem Zeitpunkt waren wir uns noch nicht sicher, ob wir von unserem Hotel zu Fuß auf den Strip gehen konnten, da ein Highway dazwischen liegt. Gottseidank hat das funktioniert, und wir waren von unserem Hotel aus in 15 Minuten am Strip, direkt beim MGM Grand, dem Excalibur und dem New York New York. Wir sind zunächst einmal durchs New York New York spaziert und haben uns einfach umgesehen. Las Vegas ist eindeutig anders, als die übrigen Städte in denen wir waren. Scheinbar gilt hier die Open-Container-Rule nicht, und man kann auf der Straße ungeniert Alkohol trinken. Sehr angenehm! Obwohl die Hochsaison schon lange vorbei ist, war echt viel los. Die Straßen und Hotels waren voll, und das Wetter war auch sehr angenehm. Die Temperatur war um die 20° C, und die Klimaanlagen in den Hotels waren angenehmer als erwartet. Vom New York New York sind wir ins MGM Grand gegangen und haben uns dort einmal ein Getränk gegönnt und zu gambeln begonnen. Ich war zunächst auf der Suche nach einem Black Jack Table, leider waren die billigsten mit 10 $ Mindesteinsatz, was mir zu teuer war. Wir haben dann eigentlich alle an den Slotmaschinen gespielt, das sind diese einarmigen Banditen, die man aus den Filmen kennt. Das ist lustiger als ich mir das vorgestellt habe, die Maschinen blinken und biepen und rasseln. Man kann die Maschine mit Dollarscheinen spiele und bekommt dafür 4 Credits, für jeden Credit kann man den Hebel einmal bedienen, und die 3 Rollen drehen sich, und je nach Kombination die angezeigt wird gewinnt man Credits oder verliert man Credits. Mit den Credits kann man dann entweder weiterspielen, oder man kann sie sich in Geld auszahlen lassen. Wir haben dort alle ein bisschen Geld gewonnen, Max hatte bei einer Pokermaschine echt glück und hat 100 $ gewonnen. Chris hat das ganze nicht so sehr genossen wie wir, und hat immer nur gemurmelt: „Man kann da ja auf Dauer kein Geld machen…“. Wir hatten unseren Spaß und sind glaub ich um 2 nach Hause gegangen um etwas Schlaf zubekommen.
Andi
Yeah, Hoover dam - das ist halt Ingenieurbaukunst, obwohl mich die im Bau befindliche Brücke dahinter auch interessiert hätte :)
AntwortenLöschenund ja - Vegas baby!
leider haben wir vom Hoover Dam nur die unspannendere Seite gesehen. Da man auf dem Damm nicht halten kann, mussten wir auf den Aussichtsparkplätzen halten, und von dort sieht man leider nur die aufgestaute Seite.
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