Montag, 28. September 2009

Crayola Party



So. Samstag Abend, Crayola Party in Markos Haus. Jeder zieht ein weißes T-shirt an, nimmt Stifte und etwas zu trinken mit und kommt zur Party!
Zum Glück konnten wir uns eine Mitfahrgelegenheit organisieren sonst hätten wir die Bowle 5 Blocks bis zu Markos Haus tragen müssen, was etwas ungut ist, da in Amerika ja das Open-Container-Verbot herrscht, was alkoholische Getränke betrifft. So waren wir zumindest schneller und unsichtbarer dort, illegal wars trotz Auto.
Die Party war schon in Gange als wir angekommen sind, wir haben uns dann schnell Getränke geschnappt und uns ins Partyleben gestürzt. Pascal und ich haben Marko und Maxx, zwei der 4 Hausbewohner, im Beer Pong herausgefordert und vernichtend geschlagen. Oh yeah, wir werden langsam echt gut in dem Spiel. Wir haben ziemlich schnell begriffenm, dass die Bowle sehr gefährlich war und sind nach einigen Gläsern auf Bier umgestiegen. Wie wir am nächsten Tag herausfinden mussten, hat das nicht viel gebracht ...
Auf jeden Fall ist die Bowle gut angekommen, und wir hatten viel Spaß. Im Keller ist viel getanzt worden, im ersten Stock wurde mehr besprochen und gespielt und zwischendurch musste man immer wieder innhalten, da jemand auf das T-shirt geschrieben hat. Die Parties da enden immer verflixt früh, um 2 Uhr war schon fast niemand mehr da, und wir mussten die Party mit einem halben Rausch beenden ... ja, traurig. Dafür war der Hangover am nächsten Tag nur halb so wild.

Andi

Spieltag

Am Freitag haben wir beschlossen das Nachtleben in Salem weiter zu ergründen, und deswegen sind wir anstatt ins Ram in Pete's Place gegangen, einer Bar die nicht so stark von Studenten besucht wird. Die Bar war ganz ok, angenehm war das günstige Bier, das man dort ganz amerikanisch im Pitcher (ähnlich einem Saftkrug) bestellen kann. Nach einigen Getränken haben wir dann weitergeschaut und sind im Copper John's gelandet, einem kleinen Club in Salem, in dem man tanzen kann, vorausgesetzt man mag Hip Hop. Das Tanzen dort war ziemlich lustig, allerdings waren wir alle bald dahin, da uns die Musik nicht so zugesagt hat.
Am Samstag bin ich recht früh aufgestanden, da ich einige Sachen zu erledigen hatte. Zum einen habe ich noch ein weißes T-shirt für die Crayola Party besorgen müssen, außerdem wollte ich ja eine Bouwle machen und brauchte dafür Vodka, Sekt und Früchte. Leider bekommt man in Amerika Vodka nicht in jedem Supermarkt, weswegen ich extra einen Liquorstore suchen musste. Den Vodka hab ich dann endlich bekommen, danach hab ich ein weißes T-shirt besorgt und dann bin ich in den Supermarkt gegangen, um die Früchte und den Sekt zu besorgen. Nachdem die keine Pfirsiche hatten, hab ich 2 Melonen besorgt und bin dann vom Supermarkt mit 2 Litern Vodka, 4 Litern Sekt, 4 Litern Fruchtsaft und 2 Melonen nach Hause gegangen, verdammt das war anstrengend. Das Auto geht uns echt ab!

Das nächste Problem war, dass ich in meinem Dorm keinen Alkohol haben darf, also musste ich mir ein anderes Dorm suchen um die Bowle vorzubereiten. Ich hab mich dann für Chris' Dorm entscheiden, hab dort die Bowle zerschnibbelt, sie mit Vodka aufgegossen und leicht gezuckert und bin dann zum Brunch gegangen. Das war echt gut, es hat Roastbeef mit Krensauce gegeben, das war soweit das beste Essen, das ich hier bekommen habe.

Nach dem Essen hab ich mir noch das Mädelsfußballspiel angeschaut, die haben brav gewonnen, und nachdem Chris jetzt im Medicalcenter arbeitet, war er gleich als offizieller Betreuer des Teams dabei. Beim Fußballspiel war das noch nicht so aufregend, beim Footballspiel war das ganze schon anders. Vor dem Spiel war einmal die Hölle los, alle Spieler mussten getaped werden, bekamen Schmerzmittel oder Verbände und beim Spiel selbst konnte Chris ganz vorne in der ersten Reihe stehen. Neben dem Spielfeld gibt es 2 Linien, eine Linie für die Betreuer, und dahinter eine Linie für die Ersatzspieler der Mannschaften. Chris war also ganz vorne dabei, vor den Spielern, was bei dem Sport nicht ganz ungefährlich ist. Zum einen musste er ausweichen wenn gerade dort ein Spieler getackelt wurde und zum anderen musste er aufpassen um von den eigenen Spielern nicht umgeworfen zu werden, wenn diese Punkte erzielten und die Betreuer umarmten. Danach gabs noch Essen für die ganze Mannschaft und auch da war Chris live dabei. Kein schlechter Job!
Ich war derweil mit lernen beschäftigt um danach die Crayola Party unsicher zu machen!

Donnerstag, 24. September 2009

Weisheit des Tages

So, wieder was gelernt, und wieder einmal auf die harte Tour. Nie ohne vorher gefrühstückt zu haben einen Wingate Test fahren, sonst kanns dir passieren, dass du auf dem Weg zur Toilette plötzlich die Orientierung verlierst, zuerst einmal links an der Wand entlangschrammst um dann besinnungsos mit der Birne an die Tür zu klopfen. Dürfte sehr lustig ausgesehen haben. Passiert ist nicht wirklich was, bis auf das angeknackste Ego wars nur eine kleine Beule am Kopf und ein großer blauer Fleck auf der Schulter.

Andi

Dienstag, 22. September 2009

Intramurals

Diese Woche haben die Intramurals begonnen. Das sind so Sportbewerbe, die im Semester stattfinden, bei denen es eher um die Gaudi geht. Wir spielen Fußball in Coed Competetive League, also Frauen und Männer competetive, und Volleyball Coed Rcreational, also zum Spaß. Gestern war unser erstes Fußballspiel, und wir haben gewonnen. Gespielt wird da 6 gegen 6 draußen auf ein Feld, das so groß ist wie eine Turnhalle, mit etwa denselben Toren wie drinnen. Das war ein ziemlicher Spaß, die Mädels haben ganz gut gespielt und ich hab im Tor begonnen, bin aber ziemlich schnell zum Feldspieler avanciert, nachdem ich ein Tor kassiert hab, weil ich Streetsoccerstyle-mäßig die fehlende Abwehr verstärkt hab und dabei nicht im Tor war. Das hat der Feind natürlich gesehen und gleich ein Tor geschossen. "Don't put Andi into the goal, he was really displaced when he got the first goal!" :-) in Zukunft muss ich nimmer im Tor stehn. Wir haben das Spiel letztlich 2:1 gewonnen. Go Sneaky Sneakers go!
Heute haben wir unser erstes Volleyballspiel gehabt, und wir haben mit Nella, Emily und Emilia ganz gute Einkäufe getätigt. Mit Nella, weil sie wahnsinnig gut spielt, und mit Emily und Emilia weil sie in ihren Volleyballoutfits sehr gut aussehen :-) Emily spielt auch noch recht akzeptabel. Ah, jetz versteh ich was Mama damit meint wenn sie sagt ich schreib in meine Blogs immer sexistische Sachen...
Auf jeden Fall haben wir die Gegner vernichtet. Go Stepdads gut! Den Namen haben wir gewählt, weil wir, wenn unsere Gegner fragen warum wir Stepdads heißen, sagen können: "Because we beat you and you hate us!". So, jetzt ist Schluss mit lustig. Jetz heißts Aufgabe machen. Es ist Dienstag, Mist, da hab ich noch viel Woche vor mir. Aber es gibt schon einen Lichtblick: Am Samstag sind wir wieder zu einer Party eingeladen, Oh yeah!

Andi

Samstag, 19. September 2009

Oktoberfest




Heiliger Bimbam, das war was. Nachdem wir herausgefunden haben, dass es ganz in der Nähe von Salem ein Oktoberfest gibt, haben wir all unsere Kontakte spielen lassen und drei Autos inklusive "designated driver" organisiert. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Marko, Karina und einem Freund von Marko bedanken, auch wenn die das wahrscheinlich nicht lesen werden. Um 8.30 haben wir uns am Campus getroffen und sind dann Richtung Mount Angel gefahren, einem kleinen Ort etwa 40 km nordöstlich von Salem. Vorweg kann ich nur eins sagen: Genial!
Die haben das kleine Örtchen herausgeputzt, überall Amerika- Deutschland-, Bayern-, und Oktoberfest Mount Angel Fahnen, echt viele Mädels waren in Dirndln unterwegs, und das waren meistens echt schöne Dirndl, keine Touristen-Billigsdorfer-Dirndln. Auch die Lederhosenfraktion war stark vertreten, einige sogar mit Hut (inkl. Anstecknadeln) und Gamsbart. Bei diversen Standln waren alle kulinarischen und sprachlichen Köstlichkeiten vertreten: Vom Schnitzelsandwich, einer akzeptablen Variante der Schnitzelsemme)über das Wiennerschnitzel mit Pommes Fritz, zur Bratwurst, wahlweise auch Brotwurst und letztlich das Apfelküchlein.
Zur Begrüßung haben wir gleich einmal aus einem Bierzelt die süßen Klänge von Fürstenfeld gehört und fleißig mitgesungen. Unseren amerikanischen Freunden haben wir natürlich auch die wichtigsten Wörter und Phrasen beigebracht: Eins, zwei, gsuffa; O'zapft is; Bier her, Bier her, oder i fall um juchee....; hört sich alles sehr lustig an, wenns auf amerikanisch ausgesprochen wird.
Unsere erste Station war dann letztlich aber der Weingarten, in dem's aber auch Bier gegeben hat und in dem die Lufthansa Band gespielt hat. Haha, da war musikalisch auch alles vertreten. Außerdem war die Halle echt stimmig hergerichtet, mit Bayern-Flaggen, kleinen Hulzstandln... Zwischen Schunkeln, Schuhplatteln (in Amerika sind sogar meine Schuhplattler-skills beeindrucked) und dem Ententanz haben sich dramatische Szenen abgespielt. Chris hat Martina aus Schweden zum Bierwetttrinken herausgefordert. Ein Glas Bier auf Ex. Dort gibts allerdings keine Maßkrüge, auch keine Krügerl, nur so 0.3 l Bierbecher, also alles halb so wild. Chris hat ja so ziemlich jeden herausgefordert, aber alle haben was von "don't pay 5 dollars to chug a beer..." gemurmelt. Bis auf Martina a.k.a. hold my cup, I need to get a full beer...
Haha, also 1.....2.....gsuffa! Martina's Leistung war beeindruckend, Chris ist nicht einmal bis zur Hälfte seines Glases gekommen, da war sie schon fertig. Wieder was gelernt, leg dich nicht mit einer Schwedin an. Die ganze Dramatik hat sich allerdings erst danach offenbart, da auch Pascal an diesem Trinkbewerb teilgenommen hat, und er schwör, dass er um einiges schneller war als Martina, aber niemand hat mitbekommen, dass er mitgemacht hat. Da war er am Boden zerstört..
Die Lufthansa-Band hat dann noch eine 3-Tenöre Version zum besten gegeben, die ziemlich lustig war. In Frack und Zylinder sind sie auf der Bühne gestanden, die Beine von einer Bayern-Flagge bedeckt und dann haben sie gesungen und sich dazu gewunden und gebogen ... Die waren in befestigten Schischuhen und haben beim vor und zurück wogen Neigungswinkel zustande gebracht, dass sich das Publikum vor Lachen fast genauso stark mitgebogen hat!
Nach dieser Einlage sind wir dann zum Bierzelt zurückgegangen, wo wir als erst die vertrauten Klänge aus der Heimat gehört haben. Das Zelt war leider nicht ganz so schön geschmückt, was uns allerdings ziemlich egal war. Dort hat eine Band gespielt, die dem Publikum ganz schön eingeheizt hat, amerikanische Klassiker wie Sweet Home Alabama, gefolgt von qualitativ hochwertiger österreichischer Aprés-Ski Musik, Wahnsinn! Saulustig auf jeden Fall. Die deutschsprachige Fraktion unter uns war stark vertreten und hat natürlich fleißig mitgesungen, dafür waren wir nacher ganz schön heiser. Aber das wars wert.
Um halb eins macht dort leider alles dicht, was uns wieder schmerzhaft daran erinnert hat, dass wir in Amerika sind. Wir haben uns dann recht rasch auf den Heimweg gemacht, da wir noch zu einer Party schauen wollten. Die war leider schon vorbei als wir angekommen sind und wir sind dann noch mit Freunden in eine Karaoke-Bar gegangen. Das ist in amerikanischen Bars echt angenehm, antialkoholische Getränke sind um einiges billiger als bei uns.

Andi

Donnerstag, 17. September 2009

Friday I'm in love


Jetzt hab ich mich lange nicht mehr gemeldet, die Woche war recht stressig! Wir haben ja in der Thetford Lodge übernachtet und das sehr genossen. Nachdem wir uns Burritos gemacht haben, sind wir zum Fluss spaziert um dort ein Lagerfeuer zu machen. Dank unserer Lagerfeuerskills hat das perfekt geklappt und wir sind kurz darauf alle am lagerfeuer gesessen und haben S'mores gegessen. Das ist eine typisch amerikanische Lagerfeuersüßigkeit. Man nehme dazu Marshmellows, die man über das Feuer hält, dazu Kekse und Schokolade. Dann legt man die Schokolade auf eine Keksscheibe, gibt die Marshmellows dazu, legt ein zweites Keks darüber und schon hat man einen S'more. Das Zeug heißt so, weil man immer some more haben will, angeblich, ich nicht.
Da auch dort striktes Alkoholverbot geherrscht hat sind wir nach dem Lagerfeuer etwas planlos herumgesessen und dann recht rasch schlafen gegangen. Am nächsten Morgen haben wir zunächst ausgiebig gefrühstückt, dann wollten Pascal und ich einen Felsen in Angriff nehmen, der sehr interessant ausgesehen hat. Direkte Begegnung, Berg: 1, Andi und Pascal: 0 Schade eigentlich! Dafür hab ich vom Berg als Entschädigung eine Moos- und Flechtenperücke bekommen. Sehr stylo!
Nachdem wir am Sonntag erst am Nachmittag nach Hause gekommen sind, haben sich alle schnell verzogen um die Hausaufgaben zu erledigen und zu lernen.
Ich hab diese Woche ein neues Konzept zwecks Essen ausprobiert. Zum Frühstück und zum Mittagessen nur eine Kleinigkeit um Mealpoints zu sparen, und dafür 2 mal Abendessen gehn, einmal um 4.30 und einmal um 6.30. Abendessen is nämlich immer all you can eat, allerdings muss ich fürs zweite Mal immer reinschleichen...
Abgesehen davon war die Woche nicht ganz so ereignisreich. Wir haben viel Zeit damit verbracht unseren Laborbericht zu schreiben und bei den anderen Fächern mitzulernen. Ahja, und ich hab viel Zeit damit verbracht Trips nach las Vegas zu suchen. Und ich glaub jetzt haben wir ein ziemlich gutes Angebot gefunden. 300 Dollar pro Person, Flug hin und zurück und 4 Nächte im Imperial Palace, das is zwar nur ein kleines Hotel, dafür is es im Zentrum. Wir fliegen zu 8 hin, das wird ein Spaß :-) Hangover and Fear and Loathing kombiniert! Sweet!
Morgen ist schon Freitag, ihr wisst was das heißt: Lass das studieren sein, und feier wie ein Schwein. Tut mir leid, was besseres ist mir auf die Schnelle nicht eingefallen, aber das reimt sich und was sich reimt ist gut. Auf jeden Fall ist morgen Oktoverfest in Mount Angel, und da spielen so legendäre Truppen wie die Southwest Volksband, Die Master Yodeler, Die Schlauberger, Die happy swiss yodeling band, und die original donaumusikanten. Na das kann ja was werden.

Andi

Samstag, 12. September 2009

Kickoff

Ui, das war gut. Gestern hat Reel Big Fish bei uns am Campus gespielt. Vorher waren zwei Vorbands da, die wir uns auf Decken liegend angehört haben, sehr entspannend. Bei Reel Big Fish haben wir uns natürlich in die erste Reihe begeben um richtig zu tanzen. Da wir uns orher via youtube über den Ska-Tanzstil informiert haben (http://www.youtube.com/watch?v=CDAiQ-P7GoA), waren wir natürlich ganz vorne dabei.
Nach einer kurzen Dusche hat uns Julie, abgeholt und wir sind noch schnell zum Safeway gefahren um etwas zu trinken zu besorgen. Ich hab gar nicht mehr gewußt wie schwer es ist in Amerika vernünftiges Mineralwasser zu besorgen ... dafür haben wir einen guten Muskateller gefunden, der sich ausgezeichnet für Spritzer eignet, auch ohne gutem Mineralwasser.
Auf der Party haben wir dann zum ersten Mal Jello-Shots probiert, so so american. Das ist Wackelpudding mit Vodka, das wird zusammengerührt dann kurz eingefroren und gekühlt. Etwas seltsam, aber eben typisch amerikanisch.
Wie auf jeder Party hatten wir auch dort die Chance Beer-Pong zu spielen und wir werden langsam besser: Wir haben Chris und Caro besiegt und dann auch noch zwei Amerikaner vernichtet.
Jetzt gehts dann ab zum Footballspiel und danach fahren wir zur Thetford Lodge und übernachten dort. Und vorher geh ich noch Laser Tag spielen :-)

Andi

Freitag, 11. September 2009

Hurra Hurra, das Wochenende ist da

Wir haben unsere Lab Reports Gottseidank rechtzeitig abgeschlossen und konnten sie am nächsten Tag abgeben. Was für eine Erleichterung, leider trübte das Wissen nächste Woche wieder einen Lab Report schreiben zu müssen unsere Freude etwas.
Die Uni scheint wirklich ein Konzept hinter dem Curriuculum zu haben, denn hier lernen wir die Dinge, die wir wirklich brauchen, und die wir auch durchführen dürfen. Wenn das zu Hause nur auch so wäre. Diese Woche haben wir im Labor zuerst Ruheblutdruckmessungen gemacht, was recht gut gegangen ist, und dann haben wir in Gruppen Belastungstests am Fahrradergometerdurchgeführt, und dabei Blutdruckmessungen gemacht. Wir sind ein Protokoll mit ansteigenden Belastungen gefahren, wobei sich der Widerstand alle 3 Minuten um 1 kg erhöht hat. Das war zumindest bei unserem Protokoll so, denn wir haben unseren Fitnesszustand natürlich als Überdurchschnittlich angegeben. Nachdem sich jeder von uns einmal am Rad abgestrampelt hat, war das Labor zu Ende und wir durften unseren Laborbericht beginnen. Da lacht das Herz.

Ansonsten war nicht viel los, ich hab wieder einmal 75 Dollar in ein Buch investiert (für care and prevention of athletic injuries) was meine Buchkosten auf 260 Dollar hinaufschnellen hat lassen, und wir haben uns die open mic night im Bistro abgesehen. Das Bistro ist ein Kaffee am Campus, das recht gemütlich ist und dort ist jeden Donnerstag open mic night, wo jeder auftreten darf. Die Studenten hier sind ziemlich Selbstinszenierungsfreudig, da war richtig was los. Wir haben nur groupies in der ersten Reihe gespielt. Wir wollten uns noch einen Film anschauen, aber es war nur mehr der riesige Flatscreen in der Montag Hall frei, der ist zwar cool, aber das ist der Raum, wo Tischfußball, Tischtennis und Pooltable stehen, und der Lärmpegel entsprechend hoch ist. Das mit dem Film haben wir dann bleiben lassen. Filme kann man sich in der Bibliothek ausborgen, die haben sogar Monthy Pythons Reason of Life da, den muss ich mir unbedingt anschauen.

Jetzt ist Freitag und das Wochenende steht an, oh yeah. Heute Abend findet ein Konzert am Campus statt, bei dem Reel Big Fish spielt, da bin ich natürlich dabei. Danach sind wir zu einer Party bei einem Sorority-Mädl eingeladen, morgen spielt das Willamette Football Team, und da es das erste Spiel in der Saison ist, wird das ziemlich gefeiert. Kick-off party, Laser Tag, Music, Cheerleadershop, alles dabei, und danach fahren wir zur Thetford Lodge, einem Ferienhaus das der Uni gehört und chillen und grillen dort, und übernachten dann auch da. Sehr nice.

Andi

Mittwoch, 9. September 2009

Was für ein Tag

Gestern waren wir so fleißig wie noch nie. Nachdem wir in der Nacht eine Feueralarmübung hatten, sind wir etwas müde aus den Federn gekrochen, was uns aber nicht daran gehindert hat Gas zu geben.
Wir haben jede freie Minute damit verbracht an unserem lab-report zu arbeiten, und haben das nur unterbrochen um etwas zu essen, zu anderen Lehrveranstaltungen zu gehen und am Abend etwas Tischtennis zu spielen. Was für ein Turnier. Ich brauche natürlich nicht zu erwähnen, dass ich das Turnier gewonnen habe.
Mein care and prevention lab gestern war auch ziemlich cool. Dabei lernen wir Verletzungen zu erkennen und zu behandeln. Gestern haben wir Verbände für Schulter- und Hüftverletzungen angelegt, die bei Zerrungen und kleineren Problemen Gelenk und Muskel undterstützen sollten. Dann haben wir Taping für's Sprunggelenk geübt, was ziemlich kompliziert ist. Und das haben wir dann auch noch als Wettbewerb durchgeführt. Auf die Plätze fertig los: Taping! Ich brauche natürlich nicht zu erwähnen, dass ich gewonnen habe. Am Abend sind wir fix und fertig ins Bett gegangen, wissend, dass wir an einem Tag nie wieder so viel Zeit fürs Studieren aufwenden möchten.

Andi

Sonntag, 6. September 2009

Der Tag danach


Hallo!

Gestern war Mystical Mary Maslas und Olivias Geburtstagsfeier dran. Die beiden haben in einem Haus von Freunden gefeiert. Wir sind um halb neun losgegangen, haben am Weg noch etwas Bier besorgt (Coors, ihr wisst schon, das mit den Bergen drauf). Und sind dann zur Party gegangen. Als wir angekommen sind war noch nicht viel los, dafür hat Marko, einer der dort Wohnenden sehr fein gekocht. Also einmal ein Bier und etwas zu essen geschnappt, und genossen. Mit der Zeit sind dann immer mehr Leute aufgetaucht, wir haben den Geburtstagskindern ein Ständchen gesungen, haben die Torte angeschnitten und dann zu tanzen begonnen. Aufgrund der Ecuadorianischen zahlenmäßigen Überlegenheit war die Musik sehr südamerikanisch, was uns beim Tanzen einiges an Problemen bereitet hat. Zum Glück gibts Bier, das hilft uns weißen Männern ja bekanntlich beim Tanzen.
Wir haben dann die Beer-Pong-Runde eingeleitet und katastrophal verloren. Pascal (der noch nie Beer-Pong gespielt hat) und ich, ders zumindest 2 mal gespielt hat, gegen Chris, der ähnlich viel Erfahrung hat wie ich, und einen amerikanischen Pro-Beer-Pong-Spieler. Oh oh. Wir haben 2 mal getroffen, sie haben 10 mal getroffen ... das hat für uns natürlich Trinken bedeutet. War aber nicht so schlimm, im Trinken sind wir zumindest besser als im Werfen.

Das ist noch ziemlich rund gegangen, wobei wir uns vom Beer-Pong ferngehalten haben um neue Bekanntschaften zu schließen. Letztlich teilte sich die Party in die üblichen Gruppen: Die Küchengruppe, die in der Küche steht und sich unterhält; die Trinkspiel-Gruppe, die in dem Fall im Keller Beer-Pong gespielt hat; die Tanzwütigen, die im Erdgeschoss getanzt haben; und in die Kleingruppen, die sich in die dunklen Ecken verziehen.

Wir waren lang beim Tanzen, wobei ich schon wieder eine neue Lektion gelernt hab. Wenn man in Österreich irgendeinen Text zu einem Lied singt, von dem man glaubt, dass er rchtig ist stört das niemanden, da den Text eh niemand genau kennt. Wenn man das in Amerika macht, dann erntet man entweder verwirrte Blicke oder Gelächter, oder beides. Meine Tanzpartnerin hat sich vor Lachen kaum noch halten können, was für einen Mist ich zu manchen Liedern gesungen hab. Irgendwann hab ichs dann aufgegeben und mich aufs Tanzen konzentriert. Das kann ich zwar auch nicht besonders gut, allerdings hat mich das noch nie davon abgehalten ...

Nachdem ich Bekanntschaft mit einem netten Mädel aus Colorado gemacht hab, die in meinem Handy als Colorado-Girl gespeichert ist, da ich keine Ahnung hab wie sie heißt, hat Pascal Bekanntschaft mit einer harten Wand gemacht. Max, unser Deutscher Freunde ist auf Pascals Rücken gesprungen, was diesen ziemlich aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Das führte dazu, dass beide mit dem Kopf durch die Wand wollten. Die Wand wollte das nicht, und bescherte Pascal ein blaues Auge und Max eine leichte Gehirnerschütterung. Für Pascal ist das ganze natürlich etwas unpraktisch, da er der Teaching Assistant für Französisch ist und seinen Schülern am Dienstag erklären kann, warum er ein blaues Auge hat ... dazu kommt noch, dass einige seiner Schüler auch auf der Party waren :-) viel Spaß!

Den heutigen Tag haben wir ziemlich damit verbracht nichts zu tun. Wir haben geschaut ob Max noch lebt, haben uns Photos und Videos von gestern angesehen, waren in der Alpha irgendwas Omega Sorority. Unglaubliches Haus kann ich nur sagen, sehr nette Mädels, viel Spaß! Hm, und jetzt am Abend gemma zum Max Kässpätzle essen.

lg Andi

Samstag, 5. September 2009

Partynacht


Die Partynacht hat gut begonnen. Wir haben uns in Pascals Haus zusammengesetzt und ein paar Bierchen getrunken. Pascal ist Belgier und arbeitet für ein Jahr als french language assistant an der Uni. Er hat ein eigenes Haus da, wobei es Hütte wohl besser treffen würde. 4 Quadratmeteer Wohnzimmer, 2 Quadratmeter Küche, 3 Quadratmeter Schlafzimmer und Bad/Klo. Allerdings ein sehr cooles Plätzchen. Wir haben mittlerweile mit dem Amerikanischen Bier unseren Frieden geschlossen und trinken Coors aus der Flasche. Das ist doppelt cool, erstens, weil Bier aus der Flasche immer besser schmeckt als Bier aus der Dose. Das kann mir jeder Biertrinker bestätigen. Und zweitens, weil die Flaschen ein Bild der Rocky Mountains draufhaben, die blau sind, wenn das Bier die richtige Temperatur hat, und die weiß sind, wenn das Bier zu warm ist. Awesome.
Gestern wars in der kleinen Hütte ziemlich voll, deswegen sind wir dann recht rasch zur Party Nr. 1 aufgebrochen. Das Leben hatte gestern wieder eine Lektion für uns bereit, und zwar: Sei vorsichtig, wem du von Parties erählst, zu denen du gehst. Wir haben am Campus ein echt lästiges Mädel kennengelernt, das uns ihre Nummer aufgedrängt hat, unsere Nummern haben wollte und die dann plötzlich auf der Party aufgetaucht ist. Keine Ahnung wie die dort hingefunden hat. Einem anderen Mädel haben wir schließlich sogar die falsche Adresse gegeben, da sie keine Ruhe gegeben hat, und sie ist dann trotzdem aufgetaucht. Wie gibts denn sowas? Wir hätten sie in die andere Richtung schicken müssen. Naja, man hat's nicht leicht. Max, der Ukrainer, hat seinen guten Cognac aus der Heimat mitgebracht und damit für Begeisterung gesorgt und wir haben versucht uns mit der Amerikanischen Skol-Version anzufreunden, selbstverständlich erfolglos. Skol dagegen ist ja quasi ein Fest für die Geschmacksknospen.
Kurz nach Mitternacht ist dann die Polizei aufgetaucht, und da wir gleich in der Nähe der Tür gestanden sind, haben wir geöffnet. Das waren eigentlich ganz höfliche Burschen und Chris hat noch kurz mit denen gequatscht, da mein Date allerdings noch nicht 21 war, haben wir einen eleganten Abgang hingelegt und sind zur nächsten Party gegangen.
Party Nr. 2 war ein Beer-Pong-Abend. Das ist ein sehr typisches Amerikanisches Trinkspiel, bei dem an den Enden eines Tisches 6 Becher stehen, und jeweils 2 Personen am Ende, versuchen, einen Tischtennisball in die Becher der Gegner zu werfen. Ist der Ball im Becher, muss das gegnerische Team den Becher leeren, und gewonnen hat, wer zuerst in jeden Becher des Gegners getroffen hat. Lustiges Spiel, leider war die Party schon fast zu Ende, als wir angekommen sind. Also ab nach Hause, und zwar durch den Regen ...

Andi

Freitag, 4. September 2009

hm


Wieder ein paar Tage länger da, wieder ein paar neue Erfahrungen gemacht. Die gute Nachricht: die Kurse sind echt interessant und wir haben gute Möglichkeiten viel zu lernen. Die schlechte Nachricht: Wir müssen viel lernen und viel Aufgabe machen.
Chris und ich habens heute geschafft uns zu motivieren und unseren Laborbericht zu beginnen. Juhuu!
Wir sind zwar nicht so weit gekommen, wie wir wollten, aber für den Anfang ist das nicht ganz so schlecht. Wir haben den internationalen Studierenden heute angeboten mit uns in die Kraftkammer zu gehen und von uns Trainingspläne zu bekommen. Ein paar sind gekommen und wir haben zusammen trainiert. Das gute ist wirklich, dass man dann gleich vom Trainieren zum Essen gehen kann. Das ist trainingswissenschaftlich sehr sinnvoll, außerdem ist es verdammt praktisch.
Ich hab auch schon eine heimliche Verehrerin. Zumindest hoffe ich, dass es eine sie ist. Wir haben auf unserer Tür so eine Tafel, auf die man schreiben kann, und irgendwer hat mir ein Gedicht geschrieben :-) haha, wie im ärgsten Teenie-Film.
Heute beginnen die Parties. Die Beta-irgendwas-Fraternity organisiert eine Beachparty, und wir sind bei zwei Hausparties bei Leuten eingeladen, die wir noch nicht kennen, die uns aber kennenlernen wollen ... Yeah. Morgen sind wir zu einer Geburtstagsfeier eingeladen, das wird ein lustiges Wochenende. Mist, wir haben immer noch kein Fußballteam beisammen. Ich erzähl den Mädels zwar immer, dass wir schon trainieren ... was solls. Das wird schon werden.

ich muss los.

Andi

Mittwoch, 2. September 2009

Collegestart

Sodala, gestern haben die Kurse an der Uni begonnen. Ich hatte gestern nur Sport Leadership and Management bei einem sehr lockeren Professor. Das dürfte ganz spannend werden. Was bei den Kursen sehr praktisch ist, ist ein Syllabus, den man in der ersten Einheit bekommt. Darauf ist das Programm für das ganze Semester zu sehen, teilweise auch schon mit den Hausaufgaben die man bekommt, so dass man sich das Semester echt gut einteilen kann. Organisatorisch sind uns die amerikanischen Unis weit überlegen. Das Campusleben ist echt genial. Man hat einfach alles da am Campus, wir waren gestern im Pool schwimmen, haben uns Räder ausgeborgt um in der Stadt was zu besorgen und haben uns die Spiele der Mannschaften angesehen.
Gestern waren die Fußballerinnen und Volleyballerinnen dran. Die Damenfußballmannschaft der Willamette Uni ist sehr gut. Ich hasse es zwar das zu sagen, aber ich muss leider ein "für Mädchen" hinzufügen. Die Gegner haben sie auf jeden Fall vernichtend geschlagen. Chris und ich haben ja schon vorher mit den Mädels geredet und ein Match gegen sie ausgemacht. Jetzt brauchen wir nur noch ein internationales Team und dann kömma im Novemeber gegen sie spielen. Ein Kinderspiel, falls wir die 90 Minuten konditionell durchhalten ...
Die Volleyballerinnen dagegen sind richtig gut. Das war ein beeindruckendes Spiel. Die werden wir besser nicht herausfordern.

Gestern hatten alle Dorms ein Hall-Meeting, bei dem Grundregeln besprochen werden und Ideen für Ausflüge, Themenabende etc. gesammelt werden. Es war recht cool die ganzen Leute einmal kennenzulernen, allerdings hab ich da erst richtig gecheckt, dass ich in einem Substance-Free Dorm untergebracht ist. Das bedeutet nicht nur: Kein Alkohol, kein Tabak und keine Drogen im Haus, sondern auch, dass man nicht unter dem Einfluss von diesen Substanzen ins Dorm kommen darf.
Ich weiß, wie konnte ich nur dort landen? Und wo soll ich jetzt immer schlafen? Und das obwohl unser Dorm als einziges eine ziemlich große Bar im Keller hat. Früher war Baxter DIE Partylocation, wrong place, wrong time, too bad.

Ich hab mit dem RA, dem Residence Assisstant gesprochen und gefragt was ich machen soll, da am Campus nicht wirklich Alternativen zur Verfügung stehen. Für mich bedeutet dass jetzt, dass ich nicht offen zeigen darf, dass ich betrunken bin. Das sollte gehn, mit dem amerikanischen Bier bekommt man eh keinen Rausch zusammen.

Danach durfte ich noch etwas Campus-Tradition erleben, denn wer im Semester Geburtstag hat genießt das Privileg im Mill-Stream, dem Fluss der durch den Campus fließt, baden zu gehen. Sehr gemein, vor allem weil der vielleicht 30 cm tief ist und die Geburtstagskinder recht unsanft hineinbefördert werden.

Außerdem hat eine Acapella-Gruppe ihre Songs zum Besten gegeben. Irgendwie hab ich ständig das Gefühl in einem Hollywood-Teenie-Film zu sein, was manchmal nicht das schlechteste ist :-)

Andi