Montag, 31. August 2009

Decades Dance


Oh yeah, gestern war 60er, 70er und 80er Party am Campus.
Geile Kostüme, geile Party. Und wir haben das Mädels-Fußballteam kennengelernt ...

lg Andi

Sonntag, 30. August 2009

Shortcake update

Was gibts neues?

Hm, kurzer Spaziergang zu den Silver Falls, danach Lunch im Auto am Weg zu einem netten Plätzchen, wo gute Shortcakes serviert werden. Half and half shortcake essen (halb Erdbeer, halb Pfirsich, sehr lecker). Zurück zum Campus, umziehen und zum Alumni-Essen bereit machen. Da laden Absolventen Studenten zu sich nach Haus zum Abendessen ein, Mexikanisches Essen, Eis mit M&M's, Schokosauce, Schokostreusel und und und als Nachspeise. Weder zurück zum Campus, für die Abendaktivität fertig machen. Auf zum Riverfrontpark, dort auf der großen Leinwand Wallace und Grommit schauen, abhauen, Bier besorgen, Party in Pascals Minihütte, Spaß, Spaß, Spaß!

lg Andi

Donnerstag, 27. August 2009

short update

Hey,

die letzen Tage waren recht vollgepackt mit Orientierungsveranstaltungen. Wir haben alle möglichen Leute getroffen, gesehen wo alles ist und alles mögliche unternommen.

Gestern waren wir an der Küste von Oregon. Wir haben unser Surfboard mitgenommen, und ich war im Wasser. Die Wellen waren genial, und es ist echt gut gegangen, allerdings ist das Wasser eiskalt. Also schätzen würd ich so 15°C, also richtig kalt. De Wetsuit ist da echt angenehm, leider haben wir keine Neoprenschuhe oder Socken und auch keine Handschuhe. Deswegen bin ich dann recht bald wieder aus dem Wasser gegangen, nachdem ich meine Füße und Hände nicht mehr gespürt hab ... cool wars!
Ahja, an der Küste Oregons haben sie dieses Monat schon drei great whites, also drei weiße Haie rausgefischt. Gut für uns, 3 weniger von den Viechern im Wasser! Wenn wir die Chance haben, schauen wir sicher wieder an die Küste. Wale gibts dort auch, wir haben nur leider keinen gesehen.

Heute war der erste Tag, an dem wir nicht die ganze Zeit Programm hatten. Wir haben das genützt um unsere Wäsche zu waschen und haben dann gechillt und sind ins Pool gegangen. Das is ja wohl das allergeilste, die haben einen Swimmingpool am Campus, wo man bis 10 am Abend baden kann. Da versteht man dann, warum die Leute so viel zahlen. Die Uni sieht sich da wirklich als Dienstleister, die den Studenten etwas bieten muss. Das beginnt beim Studium an sich, und endet beim Drumherum. Deswegen gibts da auch ein eigenes Health-Center, bei dem man Hilfe bekommt wenn man krank oder verletzt ist, und ein Betreuungszentrum, wo man hingehen kann, wenn man zu viel Stress oder andere psychische Probleme hat.
Wir haben die Zeit also genützt um Spaß zu haben, und hatten am Nachmittag wieder eine Gruppenaktivität, bei der wir andere Studierende kennengelernt haben. Am Nachmittag hats ein ziemlich gutes Piknik gegeben, alles vom Feinsten. Das war allerdings nur, weil die Eltern der Studierenden da waren. Von jetz an gehts bergab, sagen die lokalen Studierenden. Ich find das essen da überraschend gut.
Ja, die ganzen Eltern haben ihre Kinder heut zum College gebracht, und was die alles mitgenommen haben: Kühlschränke, Drucker, Ventilatoren, Kaffeemaschinen, Fernseher ... wer's braucht...

lg Andi

Montag, 24. August 2009

Willamette University

This is awesome!

Die Uni begeistert uns total. Der Campus ist echt schön, überall alte Backsteinbauten, dawischen schöne Wiesen, ein kleiner Fluss fließt durch und die altbekannten Eichhörnchen schwirren herum. Die Willamette Uni hat übrigens ihre eigene Gattung Eichhörnchen, denn die wurden von der Harvard University importiert. Schlaue Kerlchen also.

Im Moment machen wir nur so Orientation-Week-Zeug ... Gestern hatten wir eine kurze Begrüßung, wir haben alle kennen gelernt, haben zusammen gegessen und uns dann kurz die Stadt angeschaut. Heute hatten wir eine Art Schnitzeljagd, bei der wir die wichtigsten Instituationen am und um den Campus kennengelernt haben. Das war recht nett und wir haben dabei auch immer wieder neue Leute kennengelernt.

Untergebracht sind wir in unterschiedlichen Dorms, wobei wirs nicht ganz gut erwischt haben. Wir sind beide nicht in die Häuser gekommen, die wir angegeben haben, was schade ist. Chris ist im Wish-House, dem Haus für internationale Studierende. Das Haus an sich ist sehr schön und hat eine große Küche und einen großen Aufenthaltsraum. Dafür ist sein Zimmer leider sehr klein.

Ich bin im Baxter-House am Nord-Ost-Ende vom Campus, mein Zimmer ist ganz ok. Ich bin in einem 2er Zimmer, wie die meisten da, mein Wohnungskollege ist allerdings noch nicht gekommen, also weiß ich noch nicht, wie ichs erwischt hab. Das Problem bei dem Haus im Speziellen ist, dass es echt nahe an den Gleisen des Zugs ist, und der Zug in der Nacht sehr häufig fährt und er beim Überqueren jeder Straße Klingeln muss. Und das ist extrem laut. Man glaubt echt, der Zug steht bei einem im Zimmer. Allerdings hört man das am ganzen Campus, haben uns die anderen Studierenden erzählt. Also gibts da wohl kein Entkommen.

Auf jeden Fall ist der Campus genial. Es gibt ein Swimming Pool bei den Kaneko Appartments, das jeder benützen kann. Es gibt eine Kraftkammer und ein Schwimmbad in dem man gut trainieren kann. Es gibt ein Language Center, das Computer mit WebCam und Headset bereitstellt, mit denen man Skypen kann. Es gibt ein Postcenter bei dem man Briefe und Pakete empfangen und versenden kann. Es gibt einen kleinen Grocery-Laden und einen Laden in dem man Bücher, Schreibzeug und Willamette Kleidung kaufen kann. Und es gibt echt gutes Essen.

Zum Frühstück gibts schon einmal alles, was man sich nur wünschen kann. Eierspeise, Speck, Erdäpfel, French Toast, Brot, Müsli, Jogurt, Obst, Donuts, Bagels, Croissants, Oatmeal zum Mittag- und Abendessen gibts immer unterschiedliche Menüs mit Salaten und Nachspeisen. Es ist einfach himmlisch. Gottseidank gibts auch genügend Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen, ansonsten hätten wir wahrscheinlich Probleme unser Gewicht und unsere überaus sportlichen Figuren zu halten.

Und die Mädels, die Mädels! Also ich könnte euch da Geschichten erzählen...
Aber ihr kennt uns ja. Wir sind ja Gentlemen der alten Schule und schweigen lieber und genießen.

lg Andi

Sonntag, 23. August 2009

Zwischenfazit

Wir sitzen gerade am Flughafen und warten darauf, dass uns Chris abholt. Wir werden mit einigen anderen Studierende, die am Flughafen ankommen zurück zur Uni gebracht, wo wir unsere Zimmer beziehen werden, und dann schauen, was sonst noch so am Programm steht.
Von den Zimmern wissen wir nur, dass wir nicht gemeinsam untergebracht sind, was einerseits eine Chance bietet tiefer in das Campusleben einzutauchen, andererseits das Risiko bietet, mit Leuten zusammenzuwohnen, mit denen man sich nicht so gut versteht. Chris versteht sich mit seinem kleinen chinesischen Mitbewohner schon einmal nicht so gut, denn der spricht kaum englisch, was das Risiko mit sich bringt, dass Chris nach dem Semester schlechter englisch spricht als jetzt ...

Unser braves Mietauto mussten wir leider zurückgeben, jetzt sind wir leider nicht mehr so mobil. Da werden wir uns wohl noch was einfallen lassen.

Aus gegebenem Anlass ist es wohl an der Zeit ein Zwischenfazit zu ziehen:

Die Staaten sind ein echt cooler Ort um Urlaub zu machen, und es gibt auch einige Orte, an denen ich mir vorstellen könnte zu Leben. Das Leben selbst ist teilweise einfacher und dann wieder komplizierter als bei uns. Die Straßensysteme sind durch die Nummerierung einerseits sehr einfach, dafür sind Einbahnstraßen schlecht oder gar nicht gekennzeichnet, was einige Male dafür gesorgt hat, dass uns freundliche Passanten darauf aufmerksam gemacht haben, dass wir in die falsche Richtung unterwegs sind. Die Preise in den Geschäften und auch in Restaurants sind ohne Steuer angegeben, so dass man immer mehr bezahlt, als angegeben ist. Sehr lästig. Die Leute sind generell freundlicher und hilfsbereiter als bei uns. Wann immer wir Probleme hatten, hat uns immer jemand geholfen, oft auch ohne dass wir fragen mussten. Wir haben auf dieser Reise natürlich auch einiges gelernt. Zum Beispiel dass man zuerst fragt, was es etwa kosten wird, um dorthin zu kommen, bevor man in ein Taxi steigt und dem Fahrer einfach eine Adresse nennt, ohne zu wissen wie weit das entfernt ist. Oder dass man immer nachfragt zu welchem Hostel oder Motel man gerade weitergeleitet wird, um keine bösen Überraschungen zu erleben wie in San Francisco. Oder dass man sein Auto in der Wildnis besser bei den seltenen Möglichkeiten volltankt. Oder dass man sich besser hinsetzt, wenn der Polizist einen dazu auffordert. Oder dass man die guten Ideen die man hat vorher artikulieren muss, und nicht erst dann sagen muss. Super Chris, da bist falsch gfahrn, da hätt ma links fahren sollen. So gesehen, hatte diese Reise schon viel Potential.

Was fällt uns sonst noch dazu ein. Es ist doch nicht so leicht sich eine Waffe zu kaufen. Zumindest nicht,wenn man kein amerikanischer Staatsbürger ist. Sonst ist es ziemlich leicht. Ab 18 darf man ein Gewehr kaufen, und ab 21 eine Faustfeuerwaffe. Tja, und die Pumpguns waren gerade im Abverkauf, für 270 $.

Manchmal hatten wir Glück, dann wieder einmal Pech, aber insgesamt ist es uns wohl eher gut gegangen, oder um es mit einem amerikanischen Sprichwort zu sagen:

Whatever is in the way, is the way.

lg Andi

Samstag, 22. August 2009

Aus die Maus

So, wir sind jetzt einen Tag früher nach Salem gekommen, da unser Auto so schnell fährt. Am Vormittag haben wir einen Abstecher zum Campus unternommen, und es schaut recht gut aus.
Gleich neben dem Parkplatz ist der Fußballplatz, auf dem die Mädelsfußballmannschaft trainiert hat, und am Campus war recht viel los, da für die Freshmen die Pre-Orientation-Week voll in Gang ist. Nachdem wir den Nachwuchs ausreichend begutachtet haben, wars an der Zeit uns um die wichtigen Anliegen zu kümmern. Da wir einen Tag zu früh da waren, waren unsere Zimmer noch nicht bereit. Wir mussten allerdings einen Platz finden, um unser Zeug unterzubringen, denn wir müssen ja morgen noch nach Portland fahren, das Auto zurückbringen, und werden dann wieder auf die Willamette University gebracht.

Zum Glück sind die Leute alle recht freundlich, und wir haben uns schon mit der Lady der Campussecurity angefreundet. Das kann ganz hilfreich sein.

So, viel mehr ist heute gar nicht passiert. Wir waren beide recht nachdenklich, da unser Road Trip jetzt vorbei ist. Das hat allerdings auch seine guten Seiten. Kein Fast Food mehr. Wir können das Zeug echt nicht mehr sehen. Heute waren wir auch in der Situation, dass wir unsere Getränkebecher bekommen haben, zur Refill-Station gegangen sind, und einfach nichts trinken wollten. Langsam reichts echt. Hoffentlich gibts ab morgen auf der Uni vernünftiges Zeug.

Freitag, 21. August 2009

ein bisschen riskieren...


Nach dem Aufstehen haben wir uns noch den Hafen in Eureka angesehen, der früher einer der größten Fischereihäfen der Westküste war, mittlerweile gibts dafür aber nur mehr einen Ausdruck: jämmerlich. Oder erbärmlich. Was auch immer. Wir haben diesen trostlosen Ort so schnell wie möglich verlassen. Stimmt nicht ganz. Wir haben den Ort so schnell es die Geschwindigkeitsbestimmungen zulassen verlassen. Seit gestern sind wir a bisl vorsichtig, was Geschwindigkeiten angeht.
Weiter gings über Berg und Tal immer weiter nach Norden. Leider ist in der Gegend das Benzin recht teuer, weswegen wir bei Benzinpreisen von 3,35 DOllar pro Gallon immer nur so 10 Dollar reingetankt haben. Aber merkt euch eins. Es ist nicht teuer 3,35 Dollar pro Gallon zu zahlen, wenn man 150 Dollar zahlt, weil man den Pannendienst rufen muss.

Wir fahren also durch Berg und Tal und irgendwann beginnt die Benzinwarnlampe zu leuchten. Ok, kein Problem, mit der Reserve kann man noch ewig weit fahren. Also fahren wir weiter und weiter, langsam schwinden die Anzeichen von Zivilisation. Keine Häuser mehr, keine Querstraßen mehr, keine Tafeln mehr. Und wir fahren immer noch weiter. Und das schon ziemlich lang. Hoffentlich kommt bald eine Tankstelle. Nachdem immer noch keine Anzeichen für eine Tankstelle aufgetaucht sind, haben wir langsam begonnen alle reichweitenverlängernden Maßnahmen zu treffen:
Maßnahme 1: Licht ausschalten
Maßnahme 2: Klimaanlage ausschalten
Maßnahme 3: Beim Bergabfahren ausrollen lassen. Tut mir leid Freunde hinter uns, es geht nicht schneller.
(Exkurs Anfang: Was ist der Unterschied zwischen einer echten Schlange und einer Autoschlange? Bei der Autoschlange ist der Arsch ganz vorne. Exkurs Ende.)
Maßnahme 4: Nicht mehr bremsen, nur keinen Schwung verlieren!
Maßnahme 5: Im Windschatten fahren
Maßnahme 6: Ballast abwerfen.

Gottseidank haben sich die Anzeichen für Zivilisation wieder gemehrt und irgendwann ist dann die rettende Tankstelle aufgetaucht, ich hätte nicht gewußt wovon ich mich als erst getrennt hätte. Chris. Und die Tankstelle war auch noch billig. Juhuu!

Vollgetankt ist es dann weiter nach Eugene und dann nach Salem gegangen, wo wir einmal den Campus inspiziert haben. Morgen gehts noch ab nach Portland das Auto zurückgeben, und dann ab auf die Uni.

lg Andi

Gen Norden



Mittlerweile ist unser Trip fast am Ende. Die Zeit ist so schnell vergangen, wir haben so viele coole Sachen erlebt. Zum Glück ist nur der erste Teil zu Ende, Teil 2 beginnt ja erst.

Der Weg führt uns jetzt nur mehr nach Norden. Von Sacramento aus sind wir Richtung Küste gefahren, um noch das letzte Stück vom Highway Nr 1. mitzunehmen. Die Straße ist auf der Landkarte nicht umsonst als landschaftlich schöne Straße definiert. Ein bisschen riskiert und den längeren Weg genommen, und wir wurden mit schönen Aussichten belohnt. Da der Highway teilweise ganz an der Küste entlangführt und sich dann wieder über Hügel und Berge schlängelt, hatten wir abwechselnd Nebel und Sonne. Sehr cool. Die Straße war echt lustig zu fahren, deswegen hamma hin und wieder auch Gas gegeben. Lustig war der Dude, der mit einem Pickup plus Anhänger der mit Mehlsäcken oder was auch immer beladen war. Der Dude war echt sportlich unterwegs. Und von dem wollte ich mich natürlich nicht abhängen lassen. Hab ich auch nicht. Und das trotz Photo- und Videostopps.

Nach meiner Vorgabe hat Chris natürlich nachlegen müssen. Leider hat er nicht damit gerechnet, dass die Polizei da auch die Geschwindigkeit messen kann, wenn sie entgegenkommt. Scheisse. Auch wenn er nicht die Sirene, sondern nur das Blaulicht eingeschaltet hat, hat er Chris Aufmerksamkeit sofort gehabt und der ist gleich brav rechts rangefahren. Keine Spielereien mit der Polizei mehr. So, 80 mph in einer 65er Zone. Schlecht. Der Polizist war dafür recht freundlich und hat seine Pistole und seinen Taser stecken lassen. Wie die Strafe dafür aussieht, konnte uns der Polizist leider nicht sagen, das bekommen wir erst in 4-6 Wochen zugeschickt. Aber scheinbar gibts da mehrere Möglichkeiten: Zahlen, Sozialdienst, Knast ... wer weiß. Das werd ma schon noch sehen.

Nach dem Zwischenfall haben wir vorsorglich den Tempomat die Geschwindigkeitsregulation übernehmen lassen. Sicher ist sicher. Da die Etappe mit 8 Stunden so ziemlich die längste war, die wir gefahren sind, gibts net besonders viel zu erzählen.

Ahja, das hätt ich fast vergessen. Der Drive-Through Baum. Da gibts einen Baum, durch den man mit dem Auto fahren kann. Der Spaß hat uns zwar 5 Dollar gekostet, aber 5 Dollar sind nicht teuer, um durch einen Baum zu fahren, der einen Tunnel drin hat. Teuer ist durch einen Baum zu fahren, der noch keinen Tunnel drin hat.

Ankunft: Eureka.

lg Andi

Donnerstag, 20. August 2009

Arnie besuchen




Eigentlich war geplant von Reno nach Chico zu starten, einer Stadt im Nirgendwo. Zum Glück hat Chris dann beschlossen bei Arnie vorbeizuschauen und wir haben den Umweg über Sacramento in Kauf genommen.
Dort angekommen waren wir zuerst von der Hitze überrascht, deswegen haben wir zuerst noch im Motel gechillt und sind erst am Abend in die Stadt aufgebrochen. Sacramento ist für allem für die Altstadt, Old Sacramento, bekannt, außerdem steht das Capitol dort, ein Gebäude, das dem weißen Haus nachempfunden ist. Wir sind zuerst in das Old Sacramento gefahren und das geniale war, dass es Abend war, die Sonne langsam unterging und wir mit traumhaftem Abendlicht belohnt worden sind. Deswegen haben wir dort natürlich eine kleine Photosession eingelegt.
Die Altstadt ist echt schön, es schaut nicht übertrieben kitschig aus, sondern einfach alt. Zum Einen gibt es viele Nacksteinbauten, dann wieder kleine Holzläden, Saloons, einen alten Bahnhof und ein paar alte schöne Landhäuser.

Wir sind dort gemütlich herumspaziert, haben photographiert, haben uns die kleinen Läden angesehen und haben uns dann ein Pub gesucht um etwas zu essen und zu trinken.
Von der Kellnerin haben wir uns dann noch Tipps geholt, wo man da fortgehen kann, da in Sacramento echt viele hübsche Mädels herumlaufen. Wir sind dann zu den Clubs gefahren, allerdings durften wir mit kurzen Hosen nicht rein. Am Heimweg haben wir uns aufgrund unserer schwach ausgeprägten Orientierungssinne ziemlich gemein verfahren. Man muss allerdings dazusagen, dass die Straßen Sacramentos ihren Teil dazu beigetragen haben. Da fährt man ganz gemütlich die Capitol Street vom Capitol weg, und erwartet gleich das Motel zu sehen, da findet man sich auf dem Freeway wieder und weiß nicht wie man da rauf gekommen ist. Seltsam.

Nachdem wir endlich heimgefunden haben, waren wir nicht mehr motiviert noch einmal in diese schöne aber heimtückische Stadt zu fahren. Schade eigentlich.

lg Andi

Mittwoch, 19. August 2009

Reno - Die kleinste Großstadt der Welt


Reno liegt in Nevada was bedeutet, dass es dort sehr heiß ist, und dass dort Glücksspiel erlaubt ist. Das Stadtzentrum besteht nur aus Kasinos. Wir sind recht spät in diese Stadt gekommen wodurch die Kasinos natürlich alle wie Weihnachtsbäume beleuchtet waren. Allerdings wollten wir eigentlich nur was essen, das hat sich aber als größere Mission herausgestellt als wir gedacht haben. Bis auf Kasinos gibts dort wirklich nichts, und nachdem wir nicht gamblen wollten, haben wir uns aus dem Zentrum zurückgezogen um etwas essbares zu finden.
Nach einem guten Dinner bei Denny's haben wir noch den Club Underground gesucht, der recht gut sein soll, leider schlug dabei die Übertreibung mit dem Titel der Stadt erbarmungslos zu. Dienstagabend in der kleinsten Großstadt der Welt. Da kann ja Graz noch leicht mithalten. Nach diesem rechten Haken der Stadt gingen wir KO zu Boden. Diesmal allerdings in einem feinen Motel.

Gute Nacht

Andi

History of movies


Amerika ist ja bis obenhin gefüllt mit interessanter Filmgeschichte. Wer den Film Con Air gut kennt, weiß vielleicht auch, was Nicolas Cage im Gefängnis so beliebt macht: "... und diese rosa Dinger machen mich hier sehr beliebt!".

Ich wollte immer schon wissen wie die Dinger schmecken, die er da bekommt. Und in einer Tankstelle im Nirgendwo hab ich sie gefunden. Die Dinger heißen Snowballs und haben eine rosarote Kokosschicht auf einer Marshmellowunterlage, die einen gefüllten Schokokuchen überzieht. Schmecken tut das ganze sehr eigenartig.

lg Andi

Zwecks wohnen warats ... (Exkurs)




(Exkurs Anfang):

Falls das mit unserer Riesenhütte am Strand vom Lake Tahoe nix wird, gibts da eine gute Alternative. Ein Wohnmobil. Allerdings ein Wohnmobil auf amerikanisch. Schaut euch die Dinger an, groß, größer am größten. Die größten Dinger kosten gebraucht noch etwa 170.000 $ Und alle ziehen ein nettes Auto hintennach.

(Exkurs Ende).

Lake Tahoe


Lake Tahoe, welch himmlischer Name. Das ist echt ein gesegnetes Stückchen Erde. Im Sommer herrlichste Temperaturen, bestes Wetter, Berge in denen Mountainbiken geduldet wird, ein See auf dem man Boot und Jetski fahren kann, und der auch noch zum Schwimmen einlädt, coole Geschäfte, Kasinos und im Winter lauter Skigebiete in denen man wunderbar Snowboarden oder Skifahren kann. Ich denke wenn ich mir einen Ort in Amerika aussuchen müsste um dort zu leben, wärs wohl Lake Tahoe.
Aus diesem Grund haben wir uns auch die Zeitschriften geschnappt in denen Grundstücke und Häuser in der Gegend angeboten werden und diese am Steg durchgeblättert.

Ahja, wir sind am nächsten Tag Richtung Nordufer weitergefahren und haben uns dort einen Campingplatz gesucht, der war zwar Teuer, hat dafür aber wenig geboten. Bis auf eben den Steg, der etwa 50 Meter weit in den See hineingeführt hat. Der war echt schön. Auf diesem sind wir am Abend gesessen, haben gejausnet, ein gutes Corona getrunken und die besagten Zeitschriften durchgeblättert. Also ich kann euch sagen unter 500.000 $ ist da wenig zu haben. Und wie die Hütten ausschauen, also mein Favorit kostet etwa 4.500.000 $. Das ist eine Hütte. Holz auf Stein, einige Schlafzimmer, Badezimmer, Doppelgarage, Mediaraum, Küche mit Kochinsel, Wohnzimmer mit Glasfront auf den See hinaus, eigener Strand mit Steg...
Haha, das wärs. Wir schlafen aber weiter in unserem Auto. Auf dem Campingplatz haben wir ein nettes Paar aus Arizona getroffen, die uns von einem Westerndorf östlich vom Lake Tahoe erzählt haben, das schön sein soll.
Wir sind am nächsten Tag dorthin aufgebrochen. Der Ort heißt Virginia City und war einer der bedeutendsten Förderorte für Gold und Silber. Eine knappe Milliarde Dollar ist dort erwirtschaftet worden, und mittlerweile ist es Ort, der aufwendig restauriert worden ist, um die alten Tage noch einmal aufleben zu lassen. Der Ort liegt inmitten von staubigen Hügeln, die von alten Stollen geziert werden. Die Hauptstraße ist auf beiden Seiten von alten Saloons und anderen Gebäuden gesäumt, die wirklich alt und wirklich nach Cowboy und Indianer aussehen. Alle Häuser haben verschiedene Geschichten zu erzählen, die meist sehr ausführlich dargestellt werden. Vom Suicide Table, der all seine Besitzer das Leben gekostet haben, bis hin zur Bank, durch deren mächtigen Tresorraum etwa eine Milliarde Dollar gewandert ist. Überall finden sich heute kleine Souvenirshops oder Restaurants oder auch Süßigkeitenläden. Ein recht netter Ort, dem wir aber bald den Rücken gekehrt haben, um weiter Richtung Reno zu fahren, der kleinsten Großstadt der Welt, wie sie sich so schön nennt.

lg Andi

Dienstag, 18. August 2009

Baba Yosemite




Nachdem wir uns am Abend sehr gute Steakburger gegrillt haben, haben wir uns wieder in unsere Schlafsäcke verkrochen und uns auf eine weiter kalte Nacht vorbereitet.
Sobald uns die Sonne aus unseren Schlafsäcken gekitzelt hat, sind wir zu den Tuolomne Meadows aufgebrochen, einer Almwiese die höher gelegen ist, als der Yosemite Nationalpark. Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir über den Pass, ich laub der Tioga Pass wars, weiter in Richtung Norden gefahren um nach Lake Tahoe zu gelangen.

Faszinierend war, wie schnell und stark sich die Landschaft verändert hat. Im Yosemite Nationalpark waren ja überall diese gigantischen rundgeschliffenen Granitfelsen, und sobald wir über den Pass gekommen sind, waren die Berge und Felsen total schroff und zerklüftet. Der Unterschied hätte echt nicht größer sein können. Nach diesen Felsen wartete eine weite Ebene mit einem großen See, dem Mono See, auf uns. Wir sind da allerdings nur schnell druchgefahren, da wir zum Lake Tahoe wollten. Die Landschaft wurde auf dem Weg wieder Steppenmäßiger, es waren mehr Hügel zu sehen und diese gingen dann wieder in die Berge über, die den Lake Tahoe umgeben.

Lake Tahoe ist der größte Gebirgssee der Welt, der auf etwa 1900 m Seehöhe liegt. Der See ist 500 m tief und von bis zu 3300 m hohen Bergen umgeben. Ich hab von Lake Tahoe in Snowboardmagazinen gelesen, und hab einen Bergsee erwartet, wie wir sie in österreich auch kennen. Ich war ziemlich überrascht,als wir über die letzte Kuppe gekommen sind und plötzlich auf einen riesigen See geblickt haben, an dessen Südufer große Kasinos gelegen sind, und dessen Nordufer man kaum erkennen konnte. Der See ist knappe 500 Quadratkilometer groß. Dadurch, dass der See zum Teil in Kalifornien und zum Teil in Nevada liegt, gibt es auf der Seite Nevadas große Kasinos, da das Glücksspiel in Nevada ja erlaubt ist.

Wir haben zunächst unser Motel gesucht und sind dann an den Strand gefahren. Und wenn ich Strand sage, dann meine ich auch Strand. Man fühlt sich an diesem Bergsee wie am Meer. Zum einen ist er so groß, zum anderen ist es am Tag sehr heiß und sogar am Abend angenehm warm und der Strand ist wie am Meer. Ganz feiner Kieselstrand, der sich über weite Teile des Ufers zieht. Außerdem waren auch noch Möwen da.
Die Temperatur ist voll ok, er ist zwar nicht warm, aber im Vergleich zu unseren Gebirgsseen kann man ihn ruhig als warm bezeichnen. Wir haben dort lange gechillt und sind danach wieder ins Motel gefahren um unseren Bog zu aktualisieren.

Nach einem gemütlichen Abendessen sind wir Richtung Casinos gegangen und haben dann recht laute Musik gehört. Wir sind dorthin gegangen und haben festgestellt, dass da gerade ein goßes Konzert stattfindet. Nachdem wir vergeblich versucht haben, uns in das Bob Dylan Konzert zu schummeln, haben wir in die Casinos geschaut. Leider ist es nur beim Schauen geblieben, hätten wir gewußt, dass wer gamblet auch gratis Getränke bekommt, hätten wir die Kasinos wohl abgezogen. Da haben sie noch einmal Glück gehabt.

lg Andi

Montag, 17. August 2009

Als Chris Andi verlor, oder umgekehrt



Am Abend haben wir noch gegrillt, leider sind wir so spät zum Campingplatz zurückgekommen, dass wir nur noch die Hotdogs gemacht haben, und auf die Steakburger verzichtet haben. Die Hotdogs waren trotzdem ok. Ahja, genau. Als wir nach Hause gekommen sind haben wir festgestellt, dass unser Pikniktisch und unser Feuerholz verschwunden ist. Verdammte Mist, wer tut denn sowas! Also haben wir einmal herumgeschaut ob irgendwer zwei Bänke hat. Zunächst haben wir die Mexikaner verdächtigt. Die verdammten Mexikaner. Da kommt man ohne Vorurteile in ein Land, und schon nach kurzer Zeit fallen die Mexikaner ungut auf. Zum einen versteht man sie nicht, weil sie schlecht englisch sprechen. Außerdem arbeiten viele von denen in Motels und sind uns gscheit auf den Geist gegangen, wenn wir dort angerufen haben und ein Zimmer reservieren wollten. Und sie nehmen wenig Rücksicht auf andere. Aber ich verzettel mich da schon wieder.
Die Mexikaner hatten aber nur jeweils einen Pikniktisch. Chris hat von denen dann zumindest Feuer bekommen und wir mussten die Hotdogs im Stehen verdrücken. Am nächsten Morgen haben wir dann noch einmal geschaut wer 2 Bänke hat, und siehe da: Die deutschen warns. Eh klar! Die fallen uns immer in den Rücken. Sie haben zwar behauptet die wären schon immer dagewesen, aber die Lügen ja eh alle. Ich war zwar der Meinung, dass die am wenigsten Grund hätten uns die Bank zu fladern, da es eine Familie mit 2 Kindern war, und die gut mit einem Tisch auskommen, aber Chris argument, dass sie sich einfach gedacht haben: "Ha, den Ösis wisch ma eins aus!" hat mich dann überzeugt. Diese miesen Deutschen, Bayern auch noch. Wer tut denn sowas?
Ich sollt noch a bisl über die Amis schimpfen, damit die auch noch was abkriegen...

Zurück zum Thema. Rein is Bettchen und in der Früh hab ich den Chris ziemlich früh aus dem Bett geworfen, damit wir noch losgehen können, bevors zu heiß wird. Also um 7 aufstehen, zur Yosemite-Lodge fahren, einen Breakfeast Burrito essen, ab zum Camp 4, Auto Parken unsere 7 Sachen packen und zur 6-8 Stunden Wanderung aufbrechen. So war sie zumindest angegeben.
Beim Raufgehen sind wir gut im Zeitplan gelegen, 10 Höhenmeter in 1 Minute. Leider ist es irgendwann wieder bergab gegangen. Schade eigentlich. Wie auch immer, die Wanderung hinauf hat schon einmal spektakuläre Aussichten geboten und nach 2 Stunden waren wir am Gipfel. Ahja, wir sind zu den Upper Yosemite Falls auf der Westseite des Tals gegangen. Wirklich viel Wasser war um die Zeit nicht mehr dort.
Jedenfalls ist es dort oben wunderschön. Wie fast alle Erhebungen dort, ist es ein riesiger Granitblock der oben abgeflacht ist. Durch den Fels zieht sich en kleiner Bach, der bei der Schneeschmelze recht groß und reißend sein soll. Kleine und auch größere Bäume klammern sich in Felsritzen und die Aussicht ist enorm. Das ganze Tal breitet sich vor einem aus, im Süden sieht man El Capitan, im Norden den Half Dome und dazwischen das grüne Tal durch das sich ein Fluß und viele kleine Bäche ziehen. Gigantisch. Für mich ein Moment um einfach dankbar zu sein, dass ich das erleben durfte.
Wir haben dort oben lange gechillt, Photos gemacht, gut gejausnet, unsere Füße in das kalte Wasser gesteckt und die Aussicht genossen. Leider hatten wir unsere Badehosen nicht dabei, denn die Gumpen laden zum Erfrischen und zum Reinspringen ein.

Nach der langen Pause haben wir uns wieder auf den Weg gemacht, ich hab noch ein paar Photos gemacht und Chris war noch schnell am Häuschen. Und was dann passiert ist, war wohl eine Kombination aus meiner Dummheit und Chris Orientierungslosigkeit, wobei die Dummheit natürlich schwerer wiegt. Ich hab nicht genau gewusst wo Chris hingegangen ist, und bin weiter Richtung Rückweg gegangen und hab auf einem hohen Felsen gewartet und geschaut ob ich Chris irgendwo sehe. Nachdem Chris nicht gekommen ist, habe ich mir gedacht, dass er vielleicht schon am Weg nach unten ist, und bin zur Weggabelung gegangen, anstatt dorthin zurückzugehen, wo wir uns zuletzt gesehen haben. Chris hat mich nicht gefunden und wollte zur Weggabelung um zum Rückweg zu gelangen, hat diese leider verfehlt und ist den Bergrücken weiter Richtung Westen gegangen. Nachdem Chris so lange nicht gekommen ist, bin ich den Weg ein Stück weiter hinuntergegangen, und hab gesehen, dass noch andere Wege zum Rückweg führen. Damit war ich in der unguten Situation nicht zu wissen, ob Chris vor oder hinter mir war. Ich bin den Weg also weiter hinunter und hab immer wieder angehalten und geschaut ob ich Chris irgendwo sehe, während Chris oben herumgeirrt ist, und nicht gewußt hat ob er am Rückweg schon vorbei ist, oder ob der noch kommt. Irgendwann ist er dann umgekehrt und hat den Weg dann noch gefunden, während ich am Weg hinunter war, weil ich dachte dass Chris vielleicht doch vor mir war.
Chris hat am Weg nach unten dann einige Leute gefragt, ob sie mich gesehen hätten, und einer hat dann gemeint, dass ich schon 1,5 Stunden Vorsprung hätte.

Also ist Chris den Weg nach unten mehr gerannt als gegangen, und hat sich schon überlegt wie viele er mir für die Aktion auflegen sollte...
Er hat dann immer wieder ein paar Leute gefragt ob sie mich gesehen hätten, und der Abstand wurde immer knapper. Ich bin unten angekommen und hab festgestellt, dass Chris noch nicht unten ist, also hab ich mich auf eine Bank gesetzt und gewartet.
Igendwann hab ich mir gedacht: "Das gibts ja nicht!" und bin zum Auto zurück, und da ist Chris dann auf einer Bank gesessen und hat gewartet. Etwa 10 Minuten. Gottseidank. Da ist seine Wut schon verraucht gewesen und er hat mir keine mehr aufgelegt.

Wir sind dann zurück zum Camp gefahren und haben am Weg schon Fuerholz gesucht, im Camp dann ein herrliches Feuer gemacht und Steaks, Burger, Hotdogs, und Mais gegrillt. Etwas mysteriös ist allerdings, dass einer unserer Maiskolben verschwunden ist. Vielleicht haben ihn die netten Anhalter mitgehen lassen, die wir mitgenommen haben, wer weiß?

lg Andi

Yosemite National Park



Da uns die Kälte in der Früh leider länger im Schlafsack gehalten hat, als geplant war, sind wir recht spät ins Yosemite Valley aufgebrochen. Wenn man keinen Campingplatz im Valley selbst hat, dauert die Anreise leider etwas, da die Straßen sehr kurig sind, und die Geschwindigkeitslimits aus Rücksicht auf die Bären sehr niedrig sind. Die Straße von unerem Campingplatz hinauf zum Pass war sehr kurvig und sehr löchrig, deswegen dauerte die Anreise auch etwa 50 Minuten, trotz sportlicher Fahrweise.
Im Valley angekommen haben wir uns in der Yosemite Lodge einen Breakfast Burrito gegönnt. Das ist ein Maisteigfladen, in dem Eierspeise, Speck und Kartoffelstückchen eingewickelt waren. Das war echt ein stärkendes Frühstück und hat uns durch den Tag getragen. Ok, wir haben erst um 11 gefrühstückt. Da es schon sehr spät und sehr hieß war, die Temperatur am Tag liegt auch auf dieser Höhe (2000 - 3000m m) bei knappen 30° Celsius. Wir haben uns dann für eine kleine Runde zum Mirror Lake entschieden, der zu dieser Jahreszeit allerdings nur mehr ein Flüsschen war. Wir haben dann versucht den Fluss flussaufwärts zu waten, leider ist er doch ziemlich tief geworden, was uns im Nachhinein zu Helden in Unterhosen gemacht hat, damit unsere Hosen wieder trocknen konnten.

Nach der kleinen Runde wollten wir noch Lebensmittel einkaufen fahren, um am Abend richtig gut grillen zu können. Das Problem dabei ist natürlich, dass das nächste Geschäft nicht um die Ecke liegt. Wir sind also aus dem Yosemite Valley zum pass hoch gefahren und dann weitergefahren und gefahren und gefahren.
An irgendeinem Punkt hat sich mein Talent wieder gezeigt im falschen Moment das falsche zu tun, und Chris Talent im richtigen Moment das richtige zu tun.
Andi: "Scheisse, jetz simma scho ewig unterwegs und da kommt nix. Dreh ma um und schau ma zu der Tankstelle am Weg und kauf ma da was!"
Chris: "Na, jetz simma scho so weit gfahrn, a bisl fahr ma noch.!"
Und wir fahren um die näcste Kurve und da is das Geschäft das wir gesucht haben.
Dort hamma glei amoi für 50 Dollar gut eingekauft, Mais, Fleisch, Würstel, Bagels, Wurst, Käse, Tomaten, Äpfel, Pfirsiche, Feuerzeuge, Kekse... alles was gut war.

Anschließend sind wir noch zum Glacier Point gefahren, einem Aussichtspunkt auf der östlichen Seite des Yosemitetals. Wir wollten dort oben den Sonnenuntergang genießen und haben deswegen ziemlich Gas gegeben. Zum Glück war kein Ranger oder Bär im Weg.
Auf dem Weg zum Aussichtspunkt sehen wir plötzlich Bewegung im Gebüsch. Ich schnapp mir die Filmkamera und da spaziert echt ein Bär durch den Wald. Vor uns waren noch 2 andre Autos, deren Insaßen den Bär auch gesehen haben, und vor den Autos hat er dann die Straße überquert. Wir haben das Auto dann geparkt und Filmkamera und Photoapparat geschnappt und wollten dem Bären nach um ein paar gute Bilder zu bekommen.
Ich Mädchen bin eher auf der Straße und in der Nähe vom Auto geblieben, während Chris in den Wald gegangen ist um möglichst nahe an den Bären heranzukommen. Zugegeben, es war kein ausgewachsener Bär, aber Bär bleibt Bär.

Chris schleicht sich also von Westen her an den Bären heran, der Wind kommt von Osten, also kann der Bär keine Witterung aufnehmen. Von den vielen neugierigen Touristen gestört, bewegt sich der Bär immer weiter nach Westen, genau auf Chris zu. Chris kommt dem Bären näher als erwartet und auch näher als er sich gewünscht hat. Nachdem Chris um einen kleinen Felsen biegt, steht er dem Bären plötzlich gegenüber. Chris weiß, dass vor ihm ein gefürchtetes Gegner steht. Aber auch der Bär weiß, dass er es hier mit einem waschechten Steirer zu tun hat und bekommt Angst. Unschlüssig knurrt der Bär Chris an und wartet auf ein Zeichen von Angst, das Startsignal sich auf ihn zu stürzen und ihn anzuknabbern. Doch Chris zögert nicht lange und befördert den unschlässigen Bären mit einem Roundhouse-Kick in die ewigen Jagdgründe. Noch lange wird man sich die Geschichte von dieser Begegnung erzählen. Oder auch nicht.

Auf jeden Fall hat sich der Bär in Chris Richtung bewegt, und Chris hat sich hinter einem Baum versteckt, um dem Bären nicht noch mehr Angst einzujagen, als dieser ohnehin schon gehabt hat. Für seinen Mut und seine Nachsicht mit dem armen Geschöpf wurde er mit gutem Bildmaterial und Bonuspunkten auf der Karmabank belohnt.

Ich hab zwar auch ein paar gute Photos bekommen, mir aber keinen Platz in den Hallen unserer Vorväter verdient.

lg Andi

4 durch 2 = 2



Am nächsten Morgen teilte sich unsere werte Gesellschaft, da Chris und ich weiter Richtung Lake Tahoe zogen, und die Burschen noch etwas Zeit in San Francisco hatten, bis ihr Flug nach Miami startete. Aus gegebenem Anlass hier eine Liste der besten Sprüche, die Markus a.k.a. Meister Münich losgelassen und uns zum lachen gebracht hat.

"Hey Taxidriver, did you see this?" - Zu einem Taxifahrer in LA, als ein hübsches Mädchen vorbeigegangen ist.

"Der Weg des Erfolgs führte heute über die Zahnbürste, nach diesem FishMac!" - Nach einem McDonalds Besuch in LA.

"Des is a Wahnsinn, in Amerika wach i in da Früh auf und bin komplett munter. Net so wie zhaus, wo i immer ewig lang zum Aufstehen brauch." - Sprachs, und legte sich wieder schlafen.

Wir werden die beiden vermissen, obwohl sich in den Wehmut auch ein wenig Freude mischt, denn die beiden hatten ihr gaaanz eigenes Tempo...

Für uns beide gings weiter Richtung Yosemite National Park. Der Weg dorthin ist ein leichter, denn die Yosemite Road führt einfach dorthin. 4 Stunden Anreise waren auch ok, und die Landschaft hat auch einiges geboten. Zunächst verlässt man San Francisco über die Bay Bridge, dann gehts über einige Hügel, wonach man auf eine Ebene kommt, die sich ewig lang zieht. Dort wird so ziemlich alles angebaut, was man sich vorstellen kann, und das im großen Stil. Nach einigen Stunden beginnen sich wieder Hügel zu formen, die immer größer und größer werden, bis man dann wirklich in die Berge kommt. Man fährt erst recht lang bergauf, dann fährt man recht lang gerade dahin, und dann kommt man irgendwann in den Yosemitepark. Die Eintrittsgebühr kostet 20 Dollar, was voll ok ist und dann gehts bergab ins Yosemite-Tal. Unser Campingplatz war leider nicht direkt im Yosemitetal, sondern etwas außerhalb, da wir nicht reserviert haben, und nehmen mussten was frei war. Der Campingplatz war ganz ok, es gab Plumpsklos, davon aber reichlich, kein fließendes Wasser, dafür aber einen Bach und jeder Platz hatte einen Grill, einen Pikniktisch und den obligatorischen Foodlocker, eine Eisenkiste, die im Boden verankert ist und die Bären nicht aufbrechen können.

Vor den Bären wird überall gewarnt, man darf nicht zu schnell fahren um die Bären nicht anzufahren, man darf über Nacht keine Lebensmittel im Auto lassen, da Bären sehr schnell in Autos einbrechen können, wenn sie darin Essbares riechen, man darf beim Wandern, wenn man eine Pause macht, seinen Rucksck nicht aus den Augen lassen, da Bären sonst versuchen könnten ans Essen zu kommen, und wenn man einen Bären sieht soll man Lärm machen, sich groß machen und kleine Steine nach ihm werfen. So wie das alles beschrieben war, haben wir erwartet überall auf einen Bären zu stoßen.

In der ersten Nacht haben wir aso alles Essbare aus dem Auto entfernt, haben alle Essensbrösel rausgeklaubt (sicher ist sicher) und das Auto so hergerichtet, dass wir im Fall der Fäll schnell losfahren können. Da unser Auto nicht so besonders groß ist, mussten wir zum Schlafen natürlich die Sitze ganz nach vorne fahren. Wenn der Bär jetz also an unser Fenster klopft, müssten wir schnell nach vorne, den Sitz nach hinten schieben und könnten dann erst losfahren.

Vom Bären haben wir weder etwas gesehen noch etwas gehört, und auch Spuren waren am Morgen keine zu sehen. Im Auto selbst wars recht kühl, denn die Temperatur liegt in der Nacht bei etwa 5° Celsius was etwa 40°F entspricht. Zum Umrechnen einfach en Fahrenheitwert minus 30 und durch 2, dann hat man Celsius. Wieder was gelernt.

Sonntag, 16. August 2009

Nachdem wir nach nächtlichen Eskapaden, auf die wir lieber nicht näher eingehen möchten, etwas spät aus unseren Betten geschlüpft sind, war es an der Zeit, dass wir uns auf den Weg zum Pier soundso machten, um die Fähre nach Alcatraz zu erwischen. Diesen schweren Weg mussten Chis und ich alleine antreten, da Markus und Dominik nicht rechtzeitig reserviert haben. Für Alcatraz sollte man mindestens eine Woche im Voraus buchen, damit man zu dem Zeitpunkt starten kann, zu dem man starten will.

Alcatraz selbst ist echt sehenswert. Wir sind etwa 10 Minuten hingefahren und dort angekommen wird man begrüßt und die Ranger sagen einem gleich was wo zu welchem Zeitpunkt statt findet. Wir sind zunächst über die Insel selbst spaziert und sind dann in den Gefängnistrakt gegangen um eine Auditour durch Alcatraz zu erleben.

The Rock, wie die Insel genannt wird, war zu Beginn ja eine Befestigungsanlage im Bürgerkrieg, ist dann zu einem Militärgefängnis für Deserteure geworden und seit etwa 1935 zum Gefängnis geworden. Die Tour war echt interessant, man hat Kopfhörer und eine Art MP3-Player bekommen, der einen durch das Gefängnis geführt hat.
Es wurden immer wieder Geschichten erzählt, was sich dort zugetragen hat, welche berühmten Persönlichkeiten drin waren (Al Capone z.B.) und wie die Gefangenen versucht haben auszubrechen. Zwar wird immer erzählt, dass niemandem die Flucht von Alcatraz gelungen ist, in Wahrheit werden aber noch immer drei Gefangene vermisst ... Ob sie mit ihrem Boot in der stürmischen Nacht gekentert sind, oder in der Karibik bei einem Cocktail sitzen weiß niemand.

Der nächste Absatz ist Heli und Michi gewidmet und für die meisten von euch vermutlich nicht besonders interessant.
Für mich als alten The Rock - Filmfan war der Besuch natürlich besonders interessant. Bei vielen Dingen war ich mir ziemlich sicher sie im Film gesehen zu haben, den Wasserturm, die vergitterten Fenster, an denen sich Nicolas Cage festhält, als er schaut wohin die gestartete Rakete geht. Auch der Gefängnisgang, als sie Ranger Bob alias "Was ist los Leute, ist der Laster stehen geblieben?" festnehmen dürfte echt gewesen sein. Die Zellen, in denen die Leute dann zu sehen waren, waren allerdings größer. Auch die Hebe, mit denen Mason die Türen öffnet habe ich nirgends finden können. Dennoch wars genial!

Genial war auch die Aussicht die man von der Insel hatte. Von dort sieht man sowohl San Francisco in all seiner Pracht, als auch die Golden Gate Bridge, die an diesemTag vom Nebel verschont geblieben ist. Traumhaft! Wir haben ziemlich viel Zeit auf der Insel verbracht und sind dann wieder zurückgefahren, um mit Doki und Markus in ein Shopping Outlet zu fahren und uns mit Kleidung einzudecken.

Alles in allem ist San Francisco eine sehr schöne Stadt, die schwer zu beschreiben ist. Sie thront ja auf einigen Hügeln und die Straßen die hinaufführen sind echt wahnsinnig steil und sehen besonders mit den Cable Cars sehr cool aus. Von Alcatraz aus sieht man die Stadt in seiner Gesamtheit, und da ist das lustige, dass sie Teilweise wie eine Großstadt aussieht, teilweise wie ein italienisches Dorf, dass in einer steilen Bucht steht und teilweise wie ein Haufen Hotels am Strand. Sehr seltsam, aber eine gute Mischung.

Nach dem Shoppen, bei dem Chris als einziger mit nur einem Sackerl herausgekommen ist, haben wir uns noch ins Kino indem Outlet gesetzt und uns den Film Hangover angesehen. Wahnsinn, der is ja einfach nur geil. Zwischendurch haben wir alle einen echt heftigen Lachanfall gehabt, das war eh zeimlich am Anfang, nachdem die Burschen aufgewacht sind und eine lustige Szene nach der anderen war.

Also wer den Film noch nicht gesehen hat, und schon den einen oder anderen Hangover hinter sich hat, ab gehts ins Kino!

lg Andi

If you're going to San Francisco...

Nachdem uns das Funkloch im Yosemite Tal wieder ausgespuckt hat, gibts wieder Neuigkeiten.

Aber der Reihe nach. Nach der Nacht im schlechtesten Hostel der Welt sind wir weitergezogen und haben ein nettes Motel in Chinatown gefunden. Chinatown ist echt eine andere Welt, aber keine schlechte. Was das Essen betrifft hats dort günstige Abwechslung gegeben. Wir haben uns dann auf den Weg zum Pier 39 gemacht, wo sich Restaurants, Shops und alles mögliche findet. Dort am Pier sind wir gemütlich herumspaziert und haben uns alles mögliche angesehen, wobei wir auch an genmanipulierten Riesenfrüchten vorbeigekommen sind. Erdbeeren so groß wie Äpfel und Weintrauben so groß wie Zwetschken. Extrem!
Vom Pier aus hat man auch einen guten Blick nach Alcatraz und auf eine Robbenkolonie, die sich seit einigen Jahren im Hafen niedergelassen hat. Am Weg raus aus dem Getümmel mussten wir leider feststellen, dass wir unseren vierten Mann verloren haben. Dominik und ich haben am Eingang zum Pier gewartet, während Chris den Pier noch einmal nach Markus abgesucht hat.
Nach einer kurzen Schweigeminute sind wir leider zu dritt weitergezogen und haben uns in einen dieser Hop-on-Hop-Off Busse gesetzt.
Damit sind wir dann durch die Stadt gecruist und der Guide hat uns erzählt was für Restaurants links und rechts zu sehen sind, und wos nicht überall gut essen ist. Viel mehr war aus dem Kerl nicht rauszukriegen, und dafür haben wir 25 Dollar gezahlt. Schade eigentlich. Wir sind damit auch über die Golden Gate Bridge gefahren und da hat er dann noch sein Wissen ausgepackt. Was wir uns allerdings gefragt haben ist, warum die Golden Gate Brdige so berühmt ist, da es auch noch die Bay Bridge gibt, die länger und dau noch Doppelstöckig ist. Oben gehts stadteinwärts und unten stadtauswärts. Die war eindeutig unser Favorit. Am Rückweg zum Pier sind wir auch noch an den schönen viktorianischen Villen vorbeigekommen, die man aus Filmen ganz gut kennt.

Am Abend sind Dominik und Chris noch zu einem Baseballspiel in der AT&T Arena gegangen, während ich zu Hause gechillt hab.

Später ist unserer verlorener Sohn auch wieder ins Motel gekommen, der auch beim Baseballspiel war, dieses aber wegen fehlender Spannung vorzeitig verlassen hat.

Donnerstag, 13. August 2009

BIg Sur



In Monterey haben wir eine angenehme Nacht verbracht, und sind dann die Big Sur Küste nach Norden weitergefahren. Monterey selbst liegt auf einer Landspitze im Norden, und die schöne Bucht zieht sich dann bis nach Santa Cruz hinauf. Die Montereybucht ist wunderschön, durch bewachsene Dünen führen kleine Wege direkt von der Stadt hinunter zum Strand. Direkt hinter den Dünen stehen kleine Häuser, und dort zu wohnen muss echt genial sein. Leider ist Monterey auch für weiße Haie bekannt, die haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen. Die Temperatur ist hier auch nicht mehr so angenehm wie in Los Angeles, es ist kälter, windiger und nebliger. In Santa Cruz haben wir uns den Vergnügungspark im Pier angesehen und haben dann in einem Skatepark mit Fullpipe gejausnet. Die haben Skateparks dort, unglaublich. Noch unglaublicher ist allerdings die Mutter aller Sandwiches, die wir uns gemacht haben. Ich hoff Chris stellt bald ein Bild davon rein.

Von Santa Cruz aus führt der 9er zu einem Redwood Nationalpark zu dem wir auch noch einen Abstecher gemacht haben. Dort stehen bis zu 3000 Jahre alte Mammutbäume. Wir sind durch den Wald spaziert und es war einfach nur gigantisch. Die Bäume sind über 100 Meter hoch und meistens kann man die Spitze gar nicht sehen. Wir haben die obligatorischen Baumumarmungsphotos gemacht und sind dann zurück zum Highway Nr. 1 um diesen weiter nach Norden zu fahren.

Ich denke der Abschnitt zwischen Santa Cruz und San Francisco ist einer der schönsten des Highways Nr. 1. Auch wenn viele Teile davon im Nebel gelegen sind, hatten wir doch traumhafte Ausblicke auf die kleinen Buchten, die von Steilküsten oder Dünen abgeschnitten von der Straße abgeschnitten sind. Manchmal führen kleine gewundene Pfade hinunter und hier und da sieht man kleine Holzhütten, die sich Surfer oder Aussteiger aus Treibholz am Strand zusammengebaut haben. An diesem Abschnitt konnte man überall surfen, und das beste wäre wohl, einen Camper dabeizuhaben und einfach dort zu übernahten, wo man gerade Lust hat. Leider hatten wir diese Möglichkeit nicht, und sind weiter Richtung San Francisco gefahren.

Am Weg dorthin haben wir versucht ein Hotel zu finden, was sich als schwieriger herausgestellt hat, als wir gedacht haben. Scheinbar ist San Francisco eine der am stärksten besuchten Städte um diese Zeit. Wir haben dann noch ein Zimmer im European Guest House verbracht, aber darüber möchten wir lieber nicht mehr sprechen. Das war echt unter aller Sau, also falls jemand nach San Francisco kommt, übernachtet nicht in diesem Hostel.
Wir haben am nächsten Tag so schnell wie möglich ausgecheckt und sind weitergezogen.

Lg Andi

Montag, 10. August 2009

von Gumpen, Gatschhupfern und weißen Haien



Gestern hatten wir echt Glück! Wir sind gerade von unserem Motel losgefahren und noch schnell bei einer Tankstelle stehengeblieben, um unseren löchrigen Tank vollzutanken, da haben uns zwei Frauen angequatscht, ob wir ihnen nicht helfen könnten die Reifen aufzupumpem. Wir haben uns natürlich um sie gekümmert und wie sich herausgestellt hat, waren das zwei Deutsche, von denen eine seit 20 Jahren in Santa Barbara lebt. Yeah, Locals! Die beiden, Beatrice und Lena waren mit ihren Kindern Sebastian und Soley (?) unterwegs zu den Red Rocks, einem kleinen Secret Spot am San Marcos Pass. Sie haben uns eingeladen mitzufahren, und wir sind der Einladung natürlich gleich gefolgt. Das ganze lag auch noch auf unserem Weg zur Neverland Ranch, also hats genau gepasst.
Der Weg zu den Red Rocks, die in einem Naturschutzgebiet liegen war sehr lustig zu fahren, wir waren hinter einem Hummer H1 unterwegs, der leider etwas gebremst hat. Die Straße führte durch Bachbette, die laut Lena normalerweise voller Wasser sind, so dass man echt durch Furten düst, und das Wasser nur so spritzt. Schade eigentlich. So wars aber auch ganz nett. Vom Parkplatz aus sind wir dann noch etwa 10 Minuten zu den Red Rocks gegangen, einer Gumpe, die von fetten roten Felsen umgeben ist, von denen man ins Wasser springen kann. Der höchste ist etwa 20 Meter hoch und wir haben uns natürlich todesmutig ...
von den niedrigeren Felsen gestürzt. Das war echt cool dort. Wenig Leute, warmes Wasser und felsen zum Springen. Sebastian und Soley haben sich auch von den Felsen gestürzt und Chris war von Sebastians Steinschleuder ganz begeistert. Vielen Dank an auch!

Nach diesem angenehmen Nachmittag sind wir durch eine wunderschöne Landschaft zur Neverland Ranch gefahren. Auf beiden Seiten der Straße sanfte Hügel überzogen mit gelblich braunem Steppengras, und vereinzelt stehen ausladende Bäume. Ein Traum, kein Wunder dass Michael Jackson diese Gegend für seine Ranch ausgesucht hat.
Unter einem dieser Bäume haben wir uns unsere Jause gerichtet, und sind dann in die Äste geklettert, um sie zu genießen.
Als wir dort so gesessen sind, ist eine Frau mit ihrem Sohn im Pickup vorbeigekommen, 2 Gatschhupfer auf der Ladefläche und haben uns freundlich gegrüßt. Doki hat gleich gefragt, ob sie weiß, wo wir die Neverland Ranch finden. Die Leute sind so unglaublich freundlich dort. Sie hat gelacht und kurz mit uns getrascht, woher wir kommen, was wir schon gesehen haben ... Dann hat sie uns bis zur Neverland Ranch geführt, obwohl das für sie ein Umweg war. Wir haben dort noch kurz mit ihr gesprochen und ihr erzählt, dass wir am Weg nach Monterey und Santa Cruz sind, um dort surfen zu gehn. Sie hat gemeint wir würden das dort lieben, wir sollten uns nur vor den great whites in Acht nehmen, das wäre dort deren Jagdgebiet ...

Also, auf gehts zu den großen weißen Haien!

lg Andi

Sonntag, 9. August 2009

schnelle rechts-links-Kombo


Ob ihrs glaubt oder nicht, Chris wäre fast von einem Mädchen verprügelt worden.
Wir sind von Los Angeles den berühmten Highway Nr. 1 Richtung Norden gefahren, wobei man zuerst an Malibu und den unglaublichen Strandhäusern vorbeikommt, Charly lässt grüßen, und dann immer wieder traumhafte Ausblicke auf den Strand auf der einen und auf das Gebirge auf der anderen Seite hat. Unser Ziel war Santa Barbara, wo wir zunächst Probleme hatten, ein Hostel zu finden, da dort gerade die Fiesta stattfindet, ein mehrtägiges Festival, bei dem einfach nur gefeiert wird.
Santa Barbara ist eine schöne alte Missionsstadt, in der man sogar richtige Kultur findet und die uns allen gut gefallen hat. Es gibt keine Hochhäuser, dafür schöne kleine Einkaufsstraßen, Kirchen und einen schönen Hafen mit Pier. Wir haben uns zuerst auf den Weg zum Strand gemacht, wobei wir da Orientierungstechnisch etwas verwirrt waren, da Santa Barbaras Strand eine südöstliche Ausrichtung hat und wir ja an der Westküste unterwegs sind.
Am Strand war schnell klar, dass wir nicht mehr ins Meer gehen würden, da es Abends schon recht kühl war, also sind wir am Strand entlangspaziert und zum Pier gegangen, wo wir eine lusige Photosession hatten.

Danach sind wir zurück ins Motel gefahren, haben wieder einen Powernap riskiert, und sind danach ins Zentrum gefahren, wo noch immer die Hölle los war. Was sofort aufgefallen ist, war die die starke Polizeipräsenz. Vor jedem größeren lokal sind etwa 5 Polizisten und Sheriffs gestanden, und an jeder Kreuzung noch einmal einige. Vermutlich ist das bei diesen Feiern auch notwendig.
Leider sind wir in den Club, in den wir gehen wollten nicht reingekommen, da die nur Kalifornier hineingelassen haben, also mussten wir weiter schaun. Wir sind dann in eine Bar gegangen, wo wir die obligatorischen 20 Dollar für den Eintritt hinblättern mussten und haben im hinteren Teil ein gemütliches Sofa gefunden, auf dem wir uns ausgebreitet haben. Gegenüber waren 2 Mädels am Werken und wenig später sind schon einige Mädels auf dem Sofa neben uns gesessen.
Die waren allerdings schon etwas betrunken und haben Chris ein Getränk über Hose und Schuhe geleert. Sie waren eh ganz zerknirscht und haben versucht das wieder gut zu machen, haben dabei in ihrer Grenzenlosen Ungeschicktheit den Chris wieder angeschüttet ...
Chris hat mit einem blonden Mädel geredet, doch leider dürfte sein Humor auf englisch nicht so ganz gut rüberkommen. Nachdem er ihr dann auch noch den Rest des Glases spaßhalber (?) in den Ausschnitt geschüttet hat ist sie plötzlich vor ihm gestanden, und jetzt kommts, und hat gesagt: "Do you know what I think about you?", und hat ihre Fäuste ausgepackt um dem Chris eine schnelle rechts-links-Kombo zu verpassen. Ein Mädchen, gut eine Mexikanerin, aber ein Mädchen!
Nur Chris jahrelangerm Kampfsporttraining ist es zu verdanken, dass er die Kombo abwehren und seine Ehre retten konnte. Die anderen Mädels, und ein Mexikaner haben das Mädel dann zurückgehalten und beruhigt, und der Mexikaner ist auf Chris zugegangen. Wir haben uns schon in einem schlechten Hollywoodfilm gesehe, in dem die patscherten Touristen von einer Horde aufgebrachter Mexikaner zerlegt werden. Scheinbar hat Chris allerdings den freundlichsten Mexikaner von da bis Texas getroffen, denn dieser hat sich für seine Freundin entschuldigt, und die sind abgezogen. Leider wurde Chris vom Türsteher recht unsanft aus dem Lokal befördert und wir sind zwangsläufig gefolgt. 20 Dollar für 5 Minuten Action. Ein teurer Spaß.

Beim scheinbar unrechtmäßigen Überqueren einer Straße neben einem Zebrastreifen haben wir unsere Begegnung mit der Polizei gehabt, wobei wir nach Aufforderung der Polizei wieder umgedreht haben, und Chris einfach weitergegangen ist. Auf der anderen Straßenseite haben ihn die Polizisten dann schon abgefangen und aufgefordert sich auf den Gehsteig zu setzen. Chris hat sich geweigert, worauf sie ihn wieder aufgefordert haben sich hinzusetzen, worauf sich Chris wieder geweigert hat sich hinzusetzen. Dann ist er allerdings recht schnell gesessen und hat sich die Strafpredigt brav angehört.

Später haben wir dann gesehen, dass die Polizei wenig zimperlich mit Leuten angeht, die ungut aufgefallen sind. Ein Pärchen ist am Gehsteig gesessen, die Hände mit Handschellen auf den Rücken gefesselt und wie sie die Frau behandelt haben war unglaublich. Was da abgeht hat uns echt schockiert.

Da das Nachtleben in den Staaten um 2 Uhr meist ein abruptes Ende findet, sind wir dann recht bald wieder ins Motel gefahren.

lg Andi

Samstag, 8. August 2009

und noch ein Tag in LA

... sind wir am nächsten Tag aufgewacht. Verdammt, eine absolute Nullleistung von uns. Nachdem wir uns alle ziemlich ungläubig angeschaut haben, haben wir recht schnell beschlossen einen weiteren Tag in LA zu verbringen, da wir nicht in LA gewesen sein zu können, ohne das legendäre Nachtleben von LA erlebt zu haben.

Das ganze war für Doki und Markus sehr cool, denn dadurch sind sie noch dazugekommen, Venice Beach zu sehen. Wir haben so ziemlich den ganzen Tag am Strand verbracht, haben gesurft, generfed, getricked, kleinen Kindern Tricks beigebracht, haben den Dreh eines Po.. aeh, eines Films ür Erwachsene mitbekommen und Photoshootings gesehen. Das war ein sehr entspannter Tag, und das Abendprogramm hat wieder mit einer Freibierparty im Hostel begonnen. Diesmal hat das Bier schon besser geschmeckt und wir haben uns eine gute Unterlage fürs Fortgehn besorgt.
Mit dem Taxi sind wir dann Richtung Hollywood Boulevard gefahren, wo die ganzen Clubs sind, und wollten ins Players gehn, dort war allerdings die Hölle los und wir sind nicht hineingekommen.
Also haben wirs bei einem anderen Club versucht, in den wir auch reingekommen sind. Am besten hat Markus die Situation am nächsten Tag beschrieben: "Da sehn wir den ganzen Abend nur hübsche Mädels und dann zahlen wir 20 Dollar um keine hübschen Mädels mehr zu sehen!" Was da los war wissen wir nicht genau. Der Club hatte 2 Dancefloors, einen für normales Publikum und eines für reiches Publikum. Wo wir warn könnt ihr euch denken. Die Party war trotzdem ziemlich lustig, und was sich nacher abgespielt hat war der Hammer. Nachdem die Clubs ja alle schon um 2 zumachen, sind alle gleichzeitig gegangen, und vom Parkplatz des Clubs is alles fortgefahren, was in der Motorenwelt Rang und Namen hat. BMW X6, Aston Martin, Porsche Cayenne, Carrera... Gigantisch.

Wir sind auch heimgefahren, allerdings mit dem Taxi.

lg Andi

Universal Studios

Oh yeah, die Universal Studios standen am Programm, sie sind zwar nicht billig, dafür gibts aber überall Möglichkeiten, etwas Rabatt auf den Eintritt zu bekommen. Zum Beispiel über Coladosen. Also stehen wir 4 mit unseren Coladosen beim Eingang wie die größten Himbeertonis und bekommen natürlich keinen Rabatt, da das nur für Kalifornier gilt und wir leider unsere kalifornischen Reisepässe vergessen haben...
Schade, also hat uns der Spass 70 Dollar pro Person bekommen, rückblickend gesehn, wars das aber echt wert. Zumindest haben wir unsere Dosen demonstrativ stehen lassen. Damit haben wirs denen echt gezeigt!

Beim Ankommen haben wir zwei nette brasilianische Bunanis getroffen, mit denen wir gleich einen Deal ausgehandelt haben. Wir photographieren sie, dafür photographieren sie uns bei den wichtigsten Photopunkten. Sehr nette Mädels kann ich nur sagen.

Nach einer kurzen Orientierungsphase, "Hey, schau dir das an!", "Boah, da müss ma hingehn", "Hey Burschen, schauts euch die Mädels an!" sind wir Richtung Lower Part gegangen, um gleich einmal den Jurassic Park und den Mummy Ride zu erleben. Das hinspazieren hatte etwas von Familienausflug. Dominik und Markus sind so gemütlich wie nur möglich gegangen, und sind bei jeder kleinsten Sehenswürdigkeit stehengeblieben, und Chris und ich haben immer versucht die beiden nicht zu verlieren.

1. Station Jurassic Park: Vielleicht hätten wir auf den Typen vertrauen sollen, der gemeint hat: "Hey Dudes, get a rainponcho for 1 Dollar, you're gonna get wet!" Blabla, Steirerblut ist kein Himbeertonis, also einfach so reinspaziert. Wir haben dann sogar Plätze in der ersten Reihe bekommen und sind dann in so einem bootähnlichen Ding durch die Jurassic Parklandschaft gefahren. Das ganze war ziemlich cool, bis es dann ziemlich steil hinauf gegangen ist, und danach ziemlich steil hinunter...
Im Nachhinein haben wir alle natürlich ziemlich cool getan. "Ja, war ganz nett, aber ein bisl steiler hätts schon noch sein können..." Die Photos haben dann aber die ganze Wahrheit offenbart. Bilder für Götter kann ich nur sagen. Chris Kappe hat sich am Weg verabschiedet und zierte das Gesicht eines Mädels in der hinteren Reihe, Andis Haare waren am Weg sich nach hinten zu verabschieden und Dominiks Platz war leer, dafür war er am Schoß seiner seiner Sitznachbarin.
Nach dem steilen Teil hat natürlich viel Wasser gewartet. Und von dem vielen Wasser haben wir ziemlich viel abbekommen. Ich hab danach gleich einmal in ein Universal Studios Shirt investiert. Lustig wars trotzdem.

Die nächste Station war eine Art Achterbahn, der Mummy Ride, nach dem Film "Die Mumie". Das war ziemlich cool aufbereitet und die Bahn war ganz lustig. Auch da waren die Photos echt sehenswert.

Nach der Achterbahn hab ich die andren Burschen kurz verloren und mich spontan als Statist für die Special Effects Show gemeldet. Dann hab ich die Burschen wieder gefunden, und als meine Manager konnten sie natürlich gleich als erster rein und in der ersten Reihe sitzen. Sehr nice.

Wir haben an diesem Tag so ziemlich alles gemacht, was man dort nur machen konnte. Ein Highlight war definitiv die Waterworld Show, bei der sie den Angriff der Smokers auf Waterworld dargestellt haben. Wir haben uns für Sitzplätze in der letzten Reihe entschieden, da wir für diesen Tag genug Wasser abbekommen haben. Eine weise Entscheidung. Die Darsteller haben das Publikum beim Warten auf die Vorführung ziemlich Nass gemacht. Ein paar Leute in der ersten Reihe haben wohl einige Eimerladungen Wasser abbekommen, ziemlich unnötig und eigentlich recht gemein. Aus sicherer Entfernung aber auch wieder ganz lustig!

Weitere Punkte waren eine Terminatorvorstellung in 3D, eine Shrekvorstellung in 4D und der Simpsonride, bei dem man in beweglichen Sitzen saß, und eine Art Achterbahntour durch die Simpsonwelt gemacht hat. Das ganze war thematisch sehr cool aufbereitet, mit Vorgeschichte und und und. Meine Erwartungen hat das ganze leider nicht erfüllt.
Ahja, vorher haben wir noch die Studiotour gemacht, die war ziemlich cool. Wir sind durch die Wisteria Lane der Desperate Housewives gefahren, haben einen Absturzplatz einer Boeing 747 gesehen, eine Springflut miterlebt, und und und.

Wir haben einen ganzen Tag in den Universal Studios verbracht und den echt genossen. Das war das Geld auf jeden Fall wert.

Am Heimweg waren wir noch bei In N Out Burger essen, ziemich seltsamer Name für ein Restaurant, und sind dann ins Hostel gefahren um uns fürs Fortgehn bereit zu machen.

Nach einem kurzen Powernap, um wieder zu Kräften zu kommen ...

Freitag, 7. August 2009

Legen- wait for it -dary


Am Mittwoch sollten Dominik und Markus zu uns nach LA stoßen, doch da wir organisatorisch immer auf den letzten Drücker unterwegs sind, haben wir natürlich viel zu spät begonnen, uns Genaues auszumachen.
Da wir das Internet immer nur zeitweise nutzen konnten, gestaltete sich der Informationsaustausch dementsprechend schwierig. Der letzte Stand der Info, den Chris und ich hatten, war, dass die beiden um 11.36 Ortszeit in Los Angeles landen sollten. Wir hatten irgendwo im Hinterkopf, dass sie von New York kommen würden, aber das wussten wir nicht sicher. Wir hatten keine Flugnummer, wussten nicht mit welcher Airline sie kommen würden und wir wussten nicht einmal, auf welchem Flughafen sie landen würden.
Wir setzten uns in der Früh ins Auto, und fuhren einmal los Richtung LAX, dem Internationalen Flughafen von LA. Während der Fahrt fragte Chris einmal, wie viele Flughäfen es in LA gab, und ich hab irgendwann bei 7 aufgehört zu zählen …
Die Chancen den richtigen Flughafen zu finden, standen wahrscheinlich bei 50/50, da die meisten Flieger diesen Flughafen ansteuerten, aber wer große Flughäfen kennt, weiß dass die verschiedenen Terminals oft weit voneinander entfernt liegen können.
Wir haben uns für LAX entschieden, da die Wahrscheinlichkeit, dass sie hier landen würden am größten war. Die Frage war nur noch, bei welchem Terminal wir parken sollten. Wir mussten uns schließlich zwischen 2 Terminals entscheiden, da bei Terminal 2 Delta Airlines ankam und bei Terminal 4 American Airways ankam. Wir sind mit Delta Airlines nach San Diego geflogen, wir würden sie kommen?
Da wir mitten in unseren Überlegungen an der Ausfahrt zu Terminal 2 schon vorbeigefahren waren, entschlossen wir uns zu Terminal 4 zu fahren. Dort angekommen parkten wir unser Auto und gingen hinein. Es war zumindest ein Flug angeschrieben, der aus New York gekommen war. Wir warten also beim Ausgang und irgendwann hole ich meinen Laptop heraus, um zu schauen ob es dort WLan gibt, und ob die beiden irgendeine Nachricht geschickt haben, da hör ich Meister Münichs Stimme schon hinter mir, und die beiden spazieren gemütlich daher. Genial! Besser hätte das Ganze selbst mit Verabreden nicht funktionieren können. Auf geht’s, ab geht’s...

Bis auf Markus Gepäck war alles da, und auch seinen Rucksack bekamen wir am Abend ins Hostel geliefert. Sehr nice.
Ahja, mittlerweile kennen wir so ziemlich alle Hostels in LA. Wer vor hat dorthin zu reisen, kann sich bei uns erkundigen.

Wir haben dann alles ins Auto gepackt und sind über den Freeway 10 Richtung Hollywood gefahren, und da fallen uns 4 Mädels auf, die in einem Porsche Cayenne in unsere Richtung unterwegs waren. Wir versuchen auf gleicher Höhe zu bleiben, und Chris schnappt sich seine Kamera und beginnt sie zu filmen. Die Mädels flirten natürlich gleich zurück, und wir müssen immer wieder einen kleinen Stau verursachen, damit sie auf gleiche Höhe kommen. Beim nächsten Kontakt winken, lachen, filmen und photographieren sie zurück, und ich schnapp mir einen Zettel um unsere Telephonnummer draufzuschreiben. Als wir das nächste Mal auf gleicher Höhe sind schnappt sich Markus den Zettel und gibt ihn unter Einsatz seines Lebens zu den Mädels rüber. Chris später dazu: „Da schau ich in den Seitenspiegel und seh plötzlich den ganzen Oberkörper von Markus neben dem Auto auftauchen !Oida!“
Man muss dazusagen, dass sich die Mädels auch so weit rausgelehnt haben, guter Körpereinsatz von deren Seite.
Cool, die Mädels hatten also unsere Nummer. Einige Minuten später schau ich aufs Handy und sehe, dass wir einen Anruf verpasst haben. Scheisse, also die Nummer zurückgerufen und da hatte ich die Mädels am Apparat.
Ich hab mich mit Chris Handy mit den Mädels unterhalten, während Chris seine Handyrechnung im Kopf hatte und schon ganz nervös geworden ist und nur mehr gemeint hat: „Hey Andi, jetzt mach endlich was mit denen aus oder leg auf!“ Die Mädels waren aus San Diego und waren nur auf einen Sprung in LA, allerdings hatten sie ein Strandhaus in San Diego, außerdem den Porsche Cayenne … 4 Mädels, 4 Burschen ….
Die Geschichte hat sich dann über den ganzen Abend gezogen, sich dann aber leider im Sand von LA oder San Diego verlaufen. Schade eigentlich…

Das war schon einmal ein ganz cooler Beginn unserer Tour zu 4. Am Abend sind wir mit den Dudes dann noch durch Beverley Hills und Bel Air gecruist, bevor wir zur Freibierparty geschaut haben. Am Rückweg zum Hostel steht im dichten Verkehr von LA ein Porsche Carrera S vor uns und Chris meint zu mir: „Hey Andi, geh vor zum Porsche und frag ob du mitfahren kannst.“
Ich Mädchen hab mich nicht getraut, also sag ich zu Chris natürlich: „Ja genau, wie wärs wenn du vorgehst und fragst!“ Bei der nächsten Ampel haben wir Plätze getauscht, da Chris gefahren ist und bei der darauffolgenden Ampel steigt Chris tatsächlich aus und geht zum Porsche vor.

Im Porsche sitzt ein Typ mitte 40 und wir sehen Chris neben dem Auto stehen und mit dem Typen reden. Zunächst lacht der Typ und schüttelt den Kopf, Chris geht einen Meter zurück, redet noch einmal mit dem Typ, wir bekommen nur mit, dass er irgendwas von Arnold Schwarzenegger sagt, und im nächsten Moment sitzt Chris im Porsche. Impressive, sag ich nur. Das gibt’s nicht. Respekt, Chris.
Er lacht kurz zu uns zurück und dann folgen wir den beiden im Stop-and-Go Verkehr. Die beiden unterhalten sich gut, und wir sitzen echt beeindruckt in unserem Auto. Nachdem wir eine rote Ampel nicht mehr erwischen, fahren ein paar Autos dazwischen, und der Typ wartet extra auf der Gegenspur, damit wir wieder hinter ihnen fahren.

Später, zurück im Auto, erzählt Chris uns wie das ganze gelaufen ist, aber die Geschichte, soll euch Chris selbst erzählen!

Ahja, die Freibierparty. Die war ganz lustig, sie war in einem andern Hostel der Kette und wir sind hingekommen, Chris hat gleich einmal eine nette Engländerin im Tischtennis besiegt und dann haben wir begonnen Beerpong zu spielen. Ein sehr lustiges und international bekanntes Spiel, das man sich sicher irgendwo auf youtube anschauen kann.
Außerdem hats dort Karakoe gegeben und wir haben immer fleißig mitgesungen, beim Freibier mitgetrunken und und und, Party eben.
Nachdem das Bier aus war, wollten wir noch fortgehn, aber da es schon nach 12 war, und die Clubs um 2 schließen, war das nicht mehr sehr sinnvoll. Wir stehen also an der Straße und überlegen, da fährt eine Limousine vor, und der Typ meint, er bringt uns zu ein paar Clubs Die ganze Sache kostet natürlich auch einiges, wir haben mit dem Typen verhandelt, und uns dann darauf geeinigt, dass wir das morgen machen wollen, wenn’s sich wirklich auszahlt. Das wär schon fett!

Lg Andi

Dienstag, 4. August 2009

Huntigton Beach, Long Beach, Jaqusi im Motel und das alles am Dienstag den 4. August 09






Liebe Blogger- Reader, wenn ihr weiter fleissig lest, dann bloggen wir bald wieder!

Dank Andis sensationellen Campingkenntnissen- er weiss wo es im grossen Markt Campingartikel gibt, im gegensatz zu mir- und seinen tollen Interaktionsfaehigkeiten mit den in San Diego ansaessigen Cops, haben wir letzte Nacht im Auto gut ueberstanden und koennen uns nun durch die Ersparnisse ein recht feines Motel in Long Beach leisten.

Bevor wir hier angekommen sind waren wir zuerst einmal gemuetlich im mittlerweile vertrauten San Diego am Strand Fruehstuecken, erledigten eineige Dinge im Internet ueber das uns mittlerweile zugaengliche Wlan vom Youthhostel und fuhren dann in den Hafen von San Diego, wo ein alter Flugzeugtraeger fuer touristische Zwecke herhalten muss.

Nach der vermutlich endgueltigen Verabschiedung von San Diego fuhren wir nach Huntington Beach. Es war zwar sehr schoen, doch die suboptimalen Surfbedingungen, die hohen Parkgebuehren und die wenig passenden Uebernachtungsmoeglichkeit motivierten uns nach Long Beach weiter zu fahren.Hier haben wir ein komfortables Zimmer mit Kuehlschrank, Bad, WC, Fernseher und Wlan gefunden. Sogar Schwimmbecken und Jaquzi standen uns zu Verfuegung.

Nach unserer hoffentlich erholsamen Nacht werden wir morgen fit sein, um unsere Kollegen Doki und Markus vom Flughafen in LA abzuholen, mit Ihnen einige Aktivitaeten unternehmen und am Abend eventuell LA unsicher machen!

Viele liebe Gruesse aus Long Beach!
chris

was so alles passiert ...

Zurück im Hotel wartete dann allerdings die böse Überraschung. Aufgrund eines technischen Defekts war unser Zimmer dabei sich in ein Winter-Wonderland zu verwandeln. Es hatte gefühlte 10°C, tatsächlich waren es 16°C, aber dennoch zu kalt zum Schlafen. Nach mehrmaligen freundlichen Beschwerden haben wir dann zumindest zusätzliche Decken bekommen (ui toll) und uns wurde erklärt, in der Früh werde sich jemand darum kümmern (ui toller …). Wir haben uns mit den schon erwähnten großen Bierdosen alkoholmäßig betäubt und sind schlafen gegangen.

Als ich in der Früh aufwache, und meine beinahe steifgefrorenen Glieder zwinge, die Leiter von meinem Bett hinabzusteigen, sehe ich Chris regungslos im Bett liegen, seine Snowboardjacke mit seinen kalten Fingern fest umklammert und in meinem Kopf sehe ich Chris, wie er mit letzter Kraft seine Jacke aus der Tasche zieht, und dann doch noch erfriert, bevor er sie anziehen kann.
Gottseidank erwacht Chris doch noch aus seinem Schlaf, und wir können unsere Zelte in LA abbrechen um weiterzuziehen.
Also genauer gesagt zurückzuziehen, denn in unserer Grenzenlosen Weisheit haben wir ein paar Sachen in San Diego vergessen, um noch einmal zu diesem gesegneten Fleckchen Erde zurückzukehren.

Also, die Melrose Avenue nach Osten nehmen, auf die Interstate 5 auffahren und Richtung San Diego düsen Am Weg dorthin haben wir zunächst noch bei einem Surf-Outlet Halt gemacht und uns mit Shirts, Lycras und Wetsuits (4/3er, „du gemeiner kalter Ozean kannst uns jetzt a unserem weißen und wunderbar gewärmten allerwertesten Lecken“) eingedeckt. Also aufgrund unserer Sparmaßnahmen ist es eigentlich nur ein Wetsuit geworden. Aber ich harte Sau surfe ja auch nur mit Boardshort und Lyrca!

Der zweite Stopp war dann ein Walmart, in dem wir unser Auto übernachtungsfest gemacht haben. Isomatten, Kühltruhe, Schlafsäcke (2 Stück, so sehr sparen wollten wir dann doch nicht …) Jagdgewehre und Faustfeuerwaffen, alles wurde besorgt, damit wir die Nächte in der Wildnis überstehen würden.

In San Diego haben wir unsere Sachen aus dem Hostel geholt, in der Bar nebenan noch einen guten Raspberry Daiquiri getrunken und dann die Wildnis gesucht.
Die erste Wildnis war ein Parkplatz in San Diego, auf dem wir unser Auto parkten, und uns für die Nacht fertig machten. Das ganze Unterfangen war nicht ganz so leicht, da wir doch ziemlich viel Gepäck mithatten und das Auto dann doch nicht ganz so groß war, wie wir gedacht hatten. Mit unauffällig sein war also nichts.

Geschlafen haben wir dann ganz gut, ich bin recht früh munter geworden und hab meine Sachen etwas zusammengeräumt. Während Chris noch im Auto geschlafen hat sind auch schon zwei Polizeiautos vorgefahren.
A = Andi
PO1= Police Officer 1
PO2= Police Officer 2

A: Hello Sir!
PO1: Hello Sir, have you been sleeping in this car?
A: No Sir, we are just parking here.
PO1: But you must have been standing here for a pretty long time...
A: Yes Sir, we got here pretty early, we’ve been driving all night long.
PO1: Ok then, Thank you
A: Thank you Sir.

Chris hebt zwischendurch kurz den Kopf um zu sehen was da los ist, verschwindet aber sofort wieder in der Versenkung, als er sieht, was da los ist...

PO2: Hello Sir!
A: Hello Sir, is there a problem with the parking lot here.
PO2: No, did you sleep in that car?
A: No Sir, we are just parking here.
PO2: Ok, if you are not standing at a red curb, there is no problem with you parking here.
A: Thank you Sir, have a nice day.
PO2: You too, Sir.

Dann sind die beiden Polizeiwägen langsam zurückgefahren, allerdings noch immer in der Nähe stehen geblieben und haben zu uns geschaut. Ich hab dann alibimäßig meinen Rucksack aus dem Auto geholt und hergerichtet, und dann begonnen das Surfbrett vom Dach zu holen, bis sie endlich davongefahren sind.
Danach wars Zeit zu verschwinden. Wir sind dann auf einen Parkplatz am Strand gefahren und haben gefrühstückt, da ist schon wieder ein Polizeiauto vorbeigekommen und hat bei unserem Auto gehalten und das Nummernschild betrachtet. Scheisse, wir haben einen Leihwagen bekommen der in Georgia zugelassen ist, dadurch sind wir natürlich etwas auffällig unterwegs.

Letztlich ist alles gut gegangen und wir werden heut noch in San Diego surfen und dann nach Huntington Beach fahren und dort surfen und übernachten.

Andi

Montag, 3. August 2009

Venice Beach

Gestern waren wir am Venice Beach, das ist so ziemlich DER Strand in LA. Wir wollten dort surfen gehn, was auch ganz gut möglich war, allerdings waren die Wellen recht Tricky. Einerseits sind sie nicht in geordneten Sets reingekommen, sondern irgendwie, und dann sind sie noch Kreuz und Quer durcheinandergelaufen. Außerdem waren sie verdammt steil und sind extrem schnell gebrochen. Für uns hat das natürlich ein paar gemeine Wipeouts für uns bedeutet. Lustig wars trotzdem!
Überraschend war allerdings, dass es am Strand so kühl war. Wir waren etwa ab 13.00 am Strand, aber dort geht so ein kühler Wind, dass man nicht wirklich gern ohne Shirt am Strand liegt, vor allem nicht, wenn man vorher schon im Wasser war. Das Wasser selbst war echt angenehm, aber am Strand wars kühl.
Wir sind dann noch die Strandpromenade entlangspaziert, haben den berühmten Rollerbladenden Gitarristen mit Turban gesehn, bei Charley Temmel ein 3,25 $ Eis gegessen und haben ein paar alte Hippies beim Hoola-Hoopen und Tanzen gesehn. Schräges Publikum, aber scheinba typisch für Venice Beach.

Abends hat unsere Orientierungslosigkeit wieder mit voller Härte zugeschlagen. Wir wollten zu 8 oz. einen guten Burger essen gehn. Der soll angeblich nur 3 Blocks östlich an der Melrose Av. gegenüber von Urban Outfitters liegen. Wir gehen als los, und gehen und gehen und gehen. So ein Mist, wir sind ja schon hungrig losgegangen, ihr könnt euch also vorstellen, wie hungrig wir dann erst waren. Und wir haben den Laden immer noch nicht gefunden. Irgendwann wars dann Zeit einzusehen, dass das nichts mehr wird, und wir sind zurückgegangen. Dort hamma dann einenz iemlich coolen Burgerladen gefunden, bei dem wir dann zugeschlagen haben. Das war auch die richtige Wahl. So ein richtig Amerikanischer Laden, eine halbrunde Bar, davor rote Lederbarhocker, und in der Mitte der Bar eine fette Grillplatte auf der die Burger zubereitet werden. Außerdem kleine Jukeboxen auf der Bar, in die man 5 Penny werfen und sich ein Lied wünschen konnte. Wild Thing! da da da dada, you make my heart sing!
Mein Double Rocket Burger war saugeil, mir fällt kein besserer Ausdruck ein. Danach sind wir noch schnell zum Liquor Store und zur Stolichnaya Bakery gefahren und haben uns mit Bierdosen, 740 ml, Oh Ja, versorgt.