Am Mittwoch sollten Dominik und Markus zu uns nach LA stoßen, doch da wir organisatorisch immer auf den letzten Drücker unterwegs sind, haben wir natürlich viel zu spät begonnen, uns Genaues auszumachen.
Da wir das Internet immer nur zeitweise nutzen konnten, gestaltete sich der Informationsaustausch dementsprechend schwierig. Der letzte Stand der Info, den Chris und ich hatten, war, dass die beiden um 11.36 Ortszeit in Los Angeles landen sollten. Wir hatten irgendwo im Hinterkopf, dass sie von New York kommen würden, aber das wussten wir nicht sicher. Wir hatten keine Flugnummer, wussten nicht mit welcher Airline sie kommen würden und wir wussten nicht einmal, auf welchem Flughafen sie landen würden.
Wir setzten uns in der Früh ins Auto, und fuhren einmal los Richtung LAX, dem Internationalen Flughafen von LA. Während der Fahrt fragte Chris einmal, wie viele Flughäfen es in LA gab, und ich hab irgendwann bei 7 aufgehört zu zählen …
Die Chancen den richtigen Flughafen zu finden, standen wahrscheinlich bei 50/50, da die meisten Flieger diesen Flughafen ansteuerten, aber wer große Flughäfen kennt, weiß dass die verschiedenen Terminals oft weit voneinander entfernt liegen können.
Wir haben uns für LAX entschieden, da die Wahrscheinlichkeit, dass sie hier landen würden am größten war. Die Frage war nur noch, bei welchem Terminal wir parken sollten. Wir mussten uns schließlich zwischen 2 Terminals entscheiden, da bei Terminal 2 Delta Airlines ankam und bei Terminal 4 American Airways ankam. Wir sind mit Delta Airlines nach San Diego geflogen, wir würden sie kommen?
Da wir mitten in unseren Überlegungen an der Ausfahrt zu Terminal 2 schon vorbeigefahren waren, entschlossen wir uns zu Terminal 4 zu fahren. Dort angekommen parkten wir unser Auto und gingen hinein. Es war zumindest ein Flug angeschrieben, der aus New York gekommen war. Wir warten also beim Ausgang und irgendwann hole ich meinen Laptop heraus, um zu schauen ob es dort WLan gibt, und ob die beiden irgendeine Nachricht geschickt haben, da hör ich Meister Münichs Stimme schon hinter mir, und die beiden spazieren gemütlich daher. Genial! Besser hätte das Ganze selbst mit Verabreden nicht funktionieren können. Auf geht’s, ab geht’s...
Bis auf Markus Gepäck war alles da, und auch seinen Rucksack bekamen wir am Abend ins Hostel geliefert. Sehr nice.
Ahja, mittlerweile kennen wir so ziemlich alle Hostels in LA. Wer vor hat dorthin zu reisen, kann sich bei uns erkundigen.
Wir haben dann alles ins Auto gepackt und sind über den Freeway 10 Richtung Hollywood gefahren, und da fallen uns 4 Mädels auf, die in einem Porsche Cayenne in unsere Richtung unterwegs waren. Wir versuchen auf gleicher Höhe zu bleiben, und Chris schnappt sich seine Kamera und beginnt sie zu filmen. Die Mädels flirten natürlich gleich zurück, und wir müssen immer wieder einen kleinen Stau verursachen, damit sie auf gleiche Höhe kommen. Beim nächsten Kontakt winken, lachen, filmen und photographieren sie zurück, und ich schnapp mir einen Zettel um unsere Telephonnummer draufzuschreiben. Als wir das nächste Mal auf gleicher Höhe sind schnappt sich Markus den Zettel und gibt ihn unter Einsatz seines Lebens zu den Mädels rüber. Chris später dazu: „Da schau ich in den Seitenspiegel und seh plötzlich den ganzen Oberkörper von Markus neben dem Auto auftauchen !Oida!“
Man muss dazusagen, dass sich die Mädels auch so weit rausgelehnt haben, guter Körpereinsatz von deren Seite.
Cool, die Mädels hatten also unsere Nummer. Einige Minuten später schau ich aufs Handy und sehe, dass wir einen Anruf verpasst haben. Scheisse, also die Nummer zurückgerufen und da hatte ich die Mädels am Apparat.
Ich hab mich mit Chris Handy mit den Mädels unterhalten, während Chris seine Handyrechnung im Kopf hatte und schon ganz nervös geworden ist und nur mehr gemeint hat: „Hey Andi, jetzt mach endlich was mit denen aus oder leg auf!“ Die Mädels waren aus San Diego und waren nur auf einen Sprung in LA, allerdings hatten sie ein Strandhaus in San Diego, außerdem den Porsche Cayenne … 4 Mädels, 4 Burschen ….
Die Geschichte hat sich dann über den ganzen Abend gezogen, sich dann aber leider im Sand von LA oder San Diego verlaufen. Schade eigentlich…
Das war schon einmal ein ganz cooler Beginn unserer Tour zu 4. Am Abend sind wir mit den Dudes dann noch durch Beverley Hills und Bel Air gecruist, bevor wir zur Freibierparty geschaut haben. Am Rückweg zum Hostel steht im dichten Verkehr von LA ein Porsche Carrera S vor uns und Chris meint zu mir: „Hey Andi, geh vor zum Porsche und frag ob du mitfahren kannst.“
Ich Mädchen hab mich nicht getraut, also sag ich zu Chris natürlich: „Ja genau, wie wärs wenn du vorgehst und fragst!“ Bei der nächsten Ampel haben wir Plätze getauscht, da Chris gefahren ist und bei der darauffolgenden Ampel steigt Chris tatsächlich aus und geht zum Porsche vor.
Im Porsche sitzt ein Typ mitte 40 und wir sehen Chris neben dem Auto stehen und mit dem Typen reden. Zunächst lacht der Typ und schüttelt den Kopf, Chris geht einen Meter zurück, redet noch einmal mit dem Typ, wir bekommen nur mit, dass er irgendwas von Arnold Schwarzenegger sagt, und im nächsten Moment sitzt Chris im Porsche. Impressive, sag ich nur. Das gibt’s nicht. Respekt, Chris.
Er lacht kurz zu uns zurück und dann folgen wir den beiden im Stop-and-Go Verkehr. Die beiden unterhalten sich gut, und wir sitzen echt beeindruckt in unserem Auto. Nachdem wir eine rote Ampel nicht mehr erwischen, fahren ein paar Autos dazwischen, und der Typ wartet extra auf der Gegenspur, damit wir wieder hinter ihnen fahren.
Später, zurück im Auto, erzählt Chris uns wie das ganze gelaufen ist, aber die Geschichte, soll euch Chris selbst erzählen!
Ahja, die Freibierparty. Die war ganz lustig, sie war in einem andern Hostel der Kette und wir sind hingekommen, Chris hat gleich einmal eine nette Engländerin im Tischtennis besiegt und dann haben wir begonnen Beerpong zu spielen. Ein sehr lustiges und international bekanntes Spiel, das man sich sicher irgendwo auf youtube anschauen kann.
Außerdem hats dort Karakoe gegeben und wir haben immer fleißig mitgesungen, beim Freibier mitgetrunken und und und, Party eben.
Nachdem das Bier aus war, wollten wir noch fortgehn, aber da es schon nach 12 war, und die Clubs um 2 schließen, war das nicht mehr sehr sinnvoll. Wir stehen also an der Straße und überlegen, da fährt eine Limousine vor, und der Typ meint, er bringt uns zu ein paar Clubs Die ganze Sache kostet natürlich auch einiges, wir haben mit dem Typen verhandelt, und uns dann darauf geeinigt, dass wir das morgen machen wollen, wenn’s sich wirklich auszahlt. Das wär schon fett!
Lg Andi
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