Mittwoch, 19. August 2009

Lake Tahoe


Lake Tahoe, welch himmlischer Name. Das ist echt ein gesegnetes Stückchen Erde. Im Sommer herrlichste Temperaturen, bestes Wetter, Berge in denen Mountainbiken geduldet wird, ein See auf dem man Boot und Jetski fahren kann, und der auch noch zum Schwimmen einlädt, coole Geschäfte, Kasinos und im Winter lauter Skigebiete in denen man wunderbar Snowboarden oder Skifahren kann. Ich denke wenn ich mir einen Ort in Amerika aussuchen müsste um dort zu leben, wärs wohl Lake Tahoe.
Aus diesem Grund haben wir uns auch die Zeitschriften geschnappt in denen Grundstücke und Häuser in der Gegend angeboten werden und diese am Steg durchgeblättert.

Ahja, wir sind am nächsten Tag Richtung Nordufer weitergefahren und haben uns dort einen Campingplatz gesucht, der war zwar Teuer, hat dafür aber wenig geboten. Bis auf eben den Steg, der etwa 50 Meter weit in den See hineingeführt hat. Der war echt schön. Auf diesem sind wir am Abend gesessen, haben gejausnet, ein gutes Corona getrunken und die besagten Zeitschriften durchgeblättert. Also ich kann euch sagen unter 500.000 $ ist da wenig zu haben. Und wie die Hütten ausschauen, also mein Favorit kostet etwa 4.500.000 $. Das ist eine Hütte. Holz auf Stein, einige Schlafzimmer, Badezimmer, Doppelgarage, Mediaraum, Küche mit Kochinsel, Wohnzimmer mit Glasfront auf den See hinaus, eigener Strand mit Steg...
Haha, das wärs. Wir schlafen aber weiter in unserem Auto. Auf dem Campingplatz haben wir ein nettes Paar aus Arizona getroffen, die uns von einem Westerndorf östlich vom Lake Tahoe erzählt haben, das schön sein soll.
Wir sind am nächsten Tag dorthin aufgebrochen. Der Ort heißt Virginia City und war einer der bedeutendsten Förderorte für Gold und Silber. Eine knappe Milliarde Dollar ist dort erwirtschaftet worden, und mittlerweile ist es Ort, der aufwendig restauriert worden ist, um die alten Tage noch einmal aufleben zu lassen. Der Ort liegt inmitten von staubigen Hügeln, die von alten Stollen geziert werden. Die Hauptstraße ist auf beiden Seiten von alten Saloons und anderen Gebäuden gesäumt, die wirklich alt und wirklich nach Cowboy und Indianer aussehen. Alle Häuser haben verschiedene Geschichten zu erzählen, die meist sehr ausführlich dargestellt werden. Vom Suicide Table, der all seine Besitzer das Leben gekostet haben, bis hin zur Bank, durch deren mächtigen Tresorraum etwa eine Milliarde Dollar gewandert ist. Überall finden sich heute kleine Souvenirshops oder Restaurants oder auch Süßigkeitenläden. Ein recht netter Ort, dem wir aber bald den Rücken gekehrt haben, um weiter Richtung Reno zu fahren, der kleinsten Großstadt der Welt, wie sie sich so schön nennt.

lg Andi

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