Sonntag, 23. August 2009

Zwischenfazit

Wir sitzen gerade am Flughafen und warten darauf, dass uns Chris abholt. Wir werden mit einigen anderen Studierende, die am Flughafen ankommen zurück zur Uni gebracht, wo wir unsere Zimmer beziehen werden, und dann schauen, was sonst noch so am Programm steht.
Von den Zimmern wissen wir nur, dass wir nicht gemeinsam untergebracht sind, was einerseits eine Chance bietet tiefer in das Campusleben einzutauchen, andererseits das Risiko bietet, mit Leuten zusammenzuwohnen, mit denen man sich nicht so gut versteht. Chris versteht sich mit seinem kleinen chinesischen Mitbewohner schon einmal nicht so gut, denn der spricht kaum englisch, was das Risiko mit sich bringt, dass Chris nach dem Semester schlechter englisch spricht als jetzt ...

Unser braves Mietauto mussten wir leider zurückgeben, jetzt sind wir leider nicht mehr so mobil. Da werden wir uns wohl noch was einfallen lassen.

Aus gegebenem Anlass ist es wohl an der Zeit ein Zwischenfazit zu ziehen:

Die Staaten sind ein echt cooler Ort um Urlaub zu machen, und es gibt auch einige Orte, an denen ich mir vorstellen könnte zu Leben. Das Leben selbst ist teilweise einfacher und dann wieder komplizierter als bei uns. Die Straßensysteme sind durch die Nummerierung einerseits sehr einfach, dafür sind Einbahnstraßen schlecht oder gar nicht gekennzeichnet, was einige Male dafür gesorgt hat, dass uns freundliche Passanten darauf aufmerksam gemacht haben, dass wir in die falsche Richtung unterwegs sind. Die Preise in den Geschäften und auch in Restaurants sind ohne Steuer angegeben, so dass man immer mehr bezahlt, als angegeben ist. Sehr lästig. Die Leute sind generell freundlicher und hilfsbereiter als bei uns. Wann immer wir Probleme hatten, hat uns immer jemand geholfen, oft auch ohne dass wir fragen mussten. Wir haben auf dieser Reise natürlich auch einiges gelernt. Zum Beispiel dass man zuerst fragt, was es etwa kosten wird, um dorthin zu kommen, bevor man in ein Taxi steigt und dem Fahrer einfach eine Adresse nennt, ohne zu wissen wie weit das entfernt ist. Oder dass man immer nachfragt zu welchem Hostel oder Motel man gerade weitergeleitet wird, um keine bösen Überraschungen zu erleben wie in San Francisco. Oder dass man sein Auto in der Wildnis besser bei den seltenen Möglichkeiten volltankt. Oder dass man sich besser hinsetzt, wenn der Polizist einen dazu auffordert. Oder dass man die guten Ideen die man hat vorher artikulieren muss, und nicht erst dann sagen muss. Super Chris, da bist falsch gfahrn, da hätt ma links fahren sollen. So gesehen, hatte diese Reise schon viel Potential.

Was fällt uns sonst noch dazu ein. Es ist doch nicht so leicht sich eine Waffe zu kaufen. Zumindest nicht,wenn man kein amerikanischer Staatsbürger ist. Sonst ist es ziemlich leicht. Ab 18 darf man ein Gewehr kaufen, und ab 21 eine Faustfeuerwaffe. Tja, und die Pumpguns waren gerade im Abverkauf, für 270 $.

Manchmal hatten wir Glück, dann wieder einmal Pech, aber insgesamt ist es uns wohl eher gut gegangen, oder um es mit einem amerikanischen Sprichwort zu sagen:

Whatever is in the way, is the way.

lg Andi

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