Ob ihrs glaubt oder nicht, Chris wäre fast von einem Mädchen verprügelt worden.
Wir sind von Los Angeles den berühmten Highway Nr. 1 Richtung Norden gefahren, wobei man zuerst an Malibu und den unglaublichen Strandhäusern vorbeikommt, Charly lässt grüßen, und dann immer wieder traumhafte Ausblicke auf den Strand auf der einen und auf das Gebirge auf der anderen Seite hat. Unser Ziel war Santa Barbara, wo wir zunächst Probleme hatten, ein Hostel zu finden, da dort gerade die Fiesta stattfindet, ein mehrtägiges Festival, bei dem einfach nur gefeiert wird.
Santa Barbara ist eine schöne alte Missionsstadt, in der man sogar richtige Kultur findet und die uns allen gut gefallen hat. Es gibt keine Hochhäuser, dafür schöne kleine Einkaufsstraßen, Kirchen und einen schönen Hafen mit Pier. Wir haben uns zuerst auf den Weg zum Strand gemacht, wobei wir da Orientierungstechnisch etwas verwirrt waren, da Santa Barbaras Strand eine südöstliche Ausrichtung hat und wir ja an der Westküste unterwegs sind.
Am Strand war schnell klar, dass wir nicht mehr ins Meer gehen würden, da es Abends schon recht kühl war, also sind wir am Strand entlangspaziert und zum Pier gegangen, wo wir eine lusige Photosession hatten.
Danach sind wir zurück ins Motel gefahren, haben wieder einen Powernap riskiert, und sind danach ins Zentrum gefahren, wo noch immer die Hölle los war. Was sofort aufgefallen ist, war die die starke Polizeipräsenz. Vor jedem größeren lokal sind etwa 5 Polizisten und Sheriffs gestanden, und an jeder Kreuzung noch einmal einige. Vermutlich ist das bei diesen Feiern auch notwendig.
Leider sind wir in den Club, in den wir gehen wollten nicht reingekommen, da die nur Kalifornier hineingelassen haben, also mussten wir weiter schaun. Wir sind dann in eine Bar gegangen, wo wir die obligatorischen 20 Dollar für den Eintritt hinblättern mussten und haben im hinteren Teil ein gemütliches Sofa gefunden, auf dem wir uns ausgebreitet haben. Gegenüber waren 2 Mädels am Werken und wenig später sind schon einige Mädels auf dem Sofa neben uns gesessen.
Die waren allerdings schon etwas betrunken und haben Chris ein Getränk über Hose und Schuhe geleert. Sie waren eh ganz zerknirscht und haben versucht das wieder gut zu machen, haben dabei in ihrer Grenzenlosen Ungeschicktheit den Chris wieder angeschüttet ...
Chris hat mit einem blonden Mädel geredet, doch leider dürfte sein Humor auf englisch nicht so ganz gut rüberkommen. Nachdem er ihr dann auch noch den Rest des Glases spaßhalber (?) in den Ausschnitt geschüttet hat ist sie plötzlich vor ihm gestanden, und jetzt kommts, und hat gesagt: "Do you know what I think about you?", und hat ihre Fäuste ausgepackt um dem Chris eine schnelle rechts-links-Kombo zu verpassen. Ein Mädchen, gut eine Mexikanerin, aber ein Mädchen!
Nur Chris jahrelangerm Kampfsporttraining ist es zu verdanken, dass er die Kombo abwehren und seine Ehre retten konnte. Die anderen Mädels, und ein Mexikaner haben das Mädel dann zurückgehalten und beruhigt, und der Mexikaner ist auf Chris zugegangen. Wir haben uns schon in einem schlechten Hollywoodfilm gesehe, in dem die patscherten Touristen von einer Horde aufgebrachter Mexikaner zerlegt werden. Scheinbar hat Chris allerdings den freundlichsten Mexikaner von da bis Texas getroffen, denn dieser hat sich für seine Freundin entschuldigt, und die sind abgezogen. Leider wurde Chris vom Türsteher recht unsanft aus dem Lokal befördert und wir sind zwangsläufig gefolgt. 20 Dollar für 5 Minuten Action. Ein teurer Spaß.
Beim scheinbar unrechtmäßigen Überqueren einer Straße neben einem Zebrastreifen haben wir unsere Begegnung mit der Polizei gehabt, wobei wir nach Aufforderung der Polizei wieder umgedreht haben, und Chris einfach weitergegangen ist. Auf der anderen Straßenseite haben ihn die Polizisten dann schon abgefangen und aufgefordert sich auf den Gehsteig zu setzen. Chris hat sich geweigert, worauf sie ihn wieder aufgefordert haben sich hinzusetzen, worauf sich Chris wieder geweigert hat sich hinzusetzen. Dann ist er allerdings recht schnell gesessen und hat sich die Strafpredigt brav angehört.
Später haben wir dann gesehen, dass die Polizei wenig zimperlich mit Leuten angeht, die ungut aufgefallen sind. Ein Pärchen ist am Gehsteig gesessen, die Hände mit Handschellen auf den Rücken gefesselt und wie sie die Frau behandelt haben war unglaublich. Was da abgeht hat uns echt schockiert.
Da das Nachtleben in den Staaten um 2 Uhr meist ein abruptes Ende findet, sind wir dann recht bald wieder ins Motel gefahren.
lg Andi
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