Zurück im Hotel wartete dann allerdings die böse Überraschung. Aufgrund eines technischen Defekts war unser Zimmer dabei sich in ein Winter-Wonderland zu verwandeln. Es hatte gefühlte 10°C, tatsächlich waren es 16°C, aber dennoch zu kalt zum Schlafen. Nach mehrmaligen freundlichen Beschwerden haben wir dann zumindest zusätzliche Decken bekommen (ui toll) und uns wurde erklärt, in der Früh werde sich jemand darum kümmern (ui toller …). Wir haben uns mit den schon erwähnten großen Bierdosen alkoholmäßig betäubt und sind schlafen gegangen.
Als ich in der Früh aufwache, und meine beinahe steifgefrorenen Glieder zwinge, die Leiter von meinem Bett hinabzusteigen, sehe ich Chris regungslos im Bett liegen, seine Snowboardjacke mit seinen kalten Fingern fest umklammert und in meinem Kopf sehe ich Chris, wie er mit letzter Kraft seine Jacke aus der Tasche zieht, und dann doch noch erfriert, bevor er sie anziehen kann.
Gottseidank erwacht Chris doch noch aus seinem Schlaf, und wir können unsere Zelte in LA abbrechen um weiterzuziehen.
Also genauer gesagt zurückzuziehen, denn in unserer Grenzenlosen Weisheit haben wir ein paar Sachen in San Diego vergessen, um noch einmal zu diesem gesegneten Fleckchen Erde zurückzukehren.
Also, die Melrose Avenue nach Osten nehmen, auf die Interstate 5 auffahren und Richtung San Diego düsen Am Weg dorthin haben wir zunächst noch bei einem Surf-Outlet Halt gemacht und uns mit Shirts, Lycras und Wetsuits (4/3er, „du gemeiner kalter Ozean kannst uns jetzt a unserem weißen und wunderbar gewärmten allerwertesten Lecken“) eingedeckt. Also aufgrund unserer Sparmaßnahmen ist es eigentlich nur ein Wetsuit geworden. Aber ich harte Sau surfe ja auch nur mit Boardshort und Lyrca!
Der zweite Stopp war dann ein Walmart, in dem wir unser Auto übernachtungsfest gemacht haben. Isomatten, Kühltruhe, Schlafsäcke (2 Stück, so sehr sparen wollten wir dann doch nicht …) Jagdgewehre und Faustfeuerwaffen, alles wurde besorgt, damit wir die Nächte in der Wildnis überstehen würden.
In San Diego haben wir unsere Sachen aus dem Hostel geholt, in der Bar nebenan noch einen guten Raspberry Daiquiri getrunken und dann die Wildnis gesucht.
Die erste Wildnis war ein Parkplatz in San Diego, auf dem wir unser Auto parkten, und uns für die Nacht fertig machten. Das ganze Unterfangen war nicht ganz so leicht, da wir doch ziemlich viel Gepäck mithatten und das Auto dann doch nicht ganz so groß war, wie wir gedacht hatten. Mit unauffällig sein war also nichts.
Geschlafen haben wir dann ganz gut, ich bin recht früh munter geworden und hab meine Sachen etwas zusammengeräumt. Während Chris noch im Auto geschlafen hat sind auch schon zwei Polizeiautos vorgefahren.
A = Andi
PO1= Police Officer 1
PO2= Police Officer 2
A: Hello Sir!
PO1: Hello Sir, have you been sleeping in this car?
A: No Sir, we are just parking here.
PO1: But you must have been standing here for a pretty long time...
A: Yes Sir, we got here pretty early, we’ve been driving all night long.
PO1: Ok then, Thank you
A: Thank you Sir.
Chris hebt zwischendurch kurz den Kopf um zu sehen was da los ist, verschwindet aber sofort wieder in der Versenkung, als er sieht, was da los ist...
PO2: Hello Sir!
A: Hello Sir, is there a problem with the parking lot here.
PO2: No, did you sleep in that car?
A: No Sir, we are just parking here.
PO2: Ok, if you are not standing at a red curb, there is no problem with you parking here.
A: Thank you Sir, have a nice day.
PO2: You too, Sir.
Dann sind die beiden Polizeiwägen langsam zurückgefahren, allerdings noch immer in der Nähe stehen geblieben und haben zu uns geschaut. Ich hab dann alibimäßig meinen Rucksack aus dem Auto geholt und hergerichtet, und dann begonnen das Surfbrett vom Dach zu holen, bis sie endlich davongefahren sind.
Danach wars Zeit zu verschwinden. Wir sind dann auf einen Parkplatz am Strand gefahren und haben gefrühstückt, da ist schon wieder ein Polizeiauto vorbeigekommen und hat bei unserem Auto gehalten und das Nummernschild betrachtet. Scheisse, wir haben einen Leihwagen bekommen der in Georgia zugelassen ist, dadurch sind wir natürlich etwas auffällig unterwegs.
Letztlich ist alles gut gegangen und wir werden heut noch in San Diego surfen und dann nach Huntington Beach fahren und dort surfen und übernachten.
Andi
Dienstag, 4. August 2009
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